Die Erntehelfer sind da

Und: sieht man da etwas von Abstand halten? Wo werden diese Menschen untergebracht? Sie bekommen Zweibettzimmer.  Ist da keine Ansteckungsgefahr?

Na, mal wieder mit zweierlei Maß gemessen, da kann man ja auch getrost weiterschlafen, denn Hauptsache, wir bekommen unseren Spargel. Aber reisen dürfen WIR trotzdem nicht. R.

Auf dem Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden gehen Erntehelfer, die aus Rumänien eingeflogen wurden, aus einem Flugzeug. | Bildquelle: dpa

Stand: 10.04.2020 01:51 Uhr

Trotz der Corona-Krise dürfen dringend benötigte Erntehelfer aus Rumänien einreisen. Sie helfen bei der Spargelernte. Zuerst einmal sollen sie Abstand voneinander halten. Die Landwirte sind erleichtert.

Von Marie-Kristin Boese, ARD-Hauptstadtstudio

Um 18:35 landet Flug 6G-5482 – etwas verspätet, aber Franziska Gehrer atmet auf. Kurz darauf haben es ihre rumänischen Erntehelfer durch Einreisekontrolle und Gesundheitscheck geschafft. „Wie ich mich fühle? Erleichtert ist kein Ausdruck“, sagt die 33-jährige Spargelbäuerin aus Durmersheim. Am „Baden Airpark“, wo zuletzt gähnende Leere herrschte, holten Donnerstag viele Bauern ihre rumänischen Helferinnen und Helfer mit Bussen ab. Erwartet wurden etwa 1.300 Personen in mehreren gecharterten Maschinen aus Rumänien. Weitere sechs Flugzeuge sollen heute auf dem kleinen Flughafen landen.

Die Unsicherheit, ob ihre Leute überhaupt kommen können, hat Franziska Gehrer Nerven gekostet. Erst galt wegen des Coronavirus ein Einreisestopp für Saisonkräfte. Vergangene Woche einigten sich Landwirtschafts- und Innenministerium, dass sie doch kommen dürfen: je 40.000 im April und Mai. Um das Verfahren in Corona-Zeiten zu ordnen, mussten die Betriebe ihren Bedarf auf einem Portal des Bauernverbands anmelden, Personaldaten durchgeben, Flüge buchen. 33 Personen hat Gehrer angemeldet.

Medizinische Checks bei der Einreise

Am Baden Airpark macht das örtliche Gesundheitsamt im Sicherheitsbereich einen medizinischen Check und hat sich dafür Unterstützung vom DRK geholt. Man messe Fieber, achte auf Krankheitssymptome, berichtet DRK-Mann Martin Stiebitz. Presse darf dabei nicht zuschauen. Aber Stiebitz Fazit am Abend ist positiv: „Niemand musste zurückgewiesen werden.“

etzt liegt die Verantwortung bei den Bauern. Es gelten strenge Hygienevorschriften. Die Saisonkräfte müssen in kleinen Teams organisiert werden, die während der ersten Zeit in Deutschland unter sich bleiben und arbeiten. Spargelbäuerin Franziska Gehrer ist zuversichtlich, dass sie die quarantäne-ähnliche Phase einhalten können: Normalerweise wohnen in der Saison 80 bis 120 Erntehelferinnen und Helfer in mehreren Gebäuden auf ihrem Hof. Weil es jetzt deutlich weniger sind, werden Mehrbettzimmer mit maximal zwei Personen belegt.

Hier geht es weiter:

https://www.tagesschau.de/inland/erntehelfer-coronavirus-101.html

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3 Kommentare zu “Die Erntehelfer sind da

  1. Na ja, sie tragen ja alle Masken. Da sind sie ja total geschützt, oder?! LOL
    Alles nur eine Auslegungssache. Uns muß man ja schützen, ahmmm? Ach nee, da war d0ch dieser Systemling Seibert, der sich bei einer Pressekonferenz wie folgt geäußert hat: „Unsere Prämisse ist nicht, die Deutschen vor anderen zu schützen.“ Ach so, deshalb dürfen die „Erntehelfer“ ( falls es wirklich welche sind?), wenn auch mit Maske rein, weil’s ja egal ist, ob wir angesteckt werden oder nicht, wir müssen uns halt selber schützen, denn unser Schutz ist nicht notwendig, fällt nicht unter 2ihre Prämisse“, oder?!

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