»Äußerste Brutalität«: Nigerianische Mafia breitet sich in Deutschland aus

Torsten Groß

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Der massive Zustrom von Migranten über das Mittelmeer – allein zwischen 2014 und 2019 kamen auf diesem Weg offiziellen Angaben zufolge über zwei Millionen Menschen nach Europa –, hat nicht nur Flüchtlinge und noch mehr Wirtschafts- und Armutsmigranten, sondern auch eine große Zahl von Kriminellen in die Staaten der Europäischen Union gebracht. Eine besonders gefährliche Bedrohung stellt dabei die nigerianische Mafia dar, die sich zuerst in Italien festsetzte, ihre kriminellen Aktivitäten aber mittlerweile auf den ganzen Kontinent ausgedehnt hat.

Die nigerianische Mafia gilt als das am schnellsten expandierende kriminelle Netzwerk in Europa. Sie verdient ihr schmutziges Geld neben dem Verkauf von Rauschgift vor allem mit Frauenhandel und Zwangsprostitution. Experten der Internationalen Organisation für Migration (IOM) schätzen, dass 80 Prozent der aus Nigeria über das Mittelmeer nach Europa kommenden Mädchen und Frauen bereits in ihrer Heimat in die Fänge von Menschenhändlern geraten sind oder nach ihrer Ankunft in Europa Gefahr laufen, Opfer von erzwungener Prostitution oder sexueller Ausbeutung zu werden. Bei den Betroffenen handelt es sich im Regelfall um junge, teilweise minderjährige Frauen, die aus ärmlichen Verhältnissen stammen und über wenig Schulbildung verfügen.

Die meisten haben noch bei ihren Eltern gewohnt und mussten in der Landwirtschaft oder im Kleingewerbe arbeiten, um zum Lebensunterhalt der Familie beizutragen. Nicht selten handelt es sich auch um Waisen oder Halbwaisen. Diesen Frauen und teilweise auch jungen Männer wird von der Mafia die Illusion einer glänzenden Zukunftsperspektive, einem Leben in Wohlstand und Sicherheit im fernen Europa vorgegaukelt, wo sie angeblich als Dienstpersonal in reichen Haushalten oder als Verkäuferinnen in feinen Boutiquen arbeiten können. Die Kosten der Schleusung, die zwischen 50.000 und 60.000 Euro betragen, werden von den Schleppern vorgestreckt. Die Rückzahlung sei aber kein Problem, wird den arglosen Opfern versichert, weil man in Europa ja gut verdiene.

Im Beisein eines Priesters des in Westafrika verbreiteten Juju-Glaubens, der mit der Vodoo-Religion verwandt ist, wird den Frauen ein Schwur abgenommen, die Schulden für ihre Schleusung nach Europa an die Mafia zurückzuzahlen und im Übrigen Stillschweigen über die getroffene Vereinbarung zu wahren. Dem schließt sich ein religiöses Ritual wie das Schlachten eines Tieres oder das Trinken von Blut an, um den Schwur zu bekräftigen. Der Familie des Opfers wird ein Fluch angedroht, sollte die Frau ihre eingegangenen Verpflichtungen gegenüber den Kriminellen nicht erfüllen.

In Europa angekommen wartet auf die Betroffenen natürlich keine gut bezahlte Tätigkeit, sondern die Zwangsprostitution. Der Weg nigerianischer Frauen in die europäischen Bordelle führt über ein professionell organisiertes Netzwerk, in dem die sog. Madames als Zuhälterinnen im Zielland lange Zeit eine wichtige Rolle gespielt haben. Sie nehmen sich der Sexsklavinnen an. Frauen, die ihre Schulden abbezahlt und sich im Rotlicht-Gewerbe »bewährt« hatten, konnten in der Vergangenheit selbst zu Madames aufsteigen und so ihre wirtschaftliche Stellung verbessern.

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Die Schleusung nigerianischer Frauen nach Europa läuft von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt schon seit einigen Jahrzehnten, hat sich aber mit dem Beginn der Flüchtlingskrise 2015 deutlich verstärkt. Gleichzeitig haben die kriminellen Banden ihr Geschäftsmodell zum Nachteil der zumeist weiblichen Opfer angepasst. Hintergrund ist, dass sich die Regierung Nigerias auf Druck der Europäer dem Problem der irregulären Immigration jetzt konsequent annimmt. Mitarbeiter einer 2015 gegründeten Spezialeinheit gegen Menschenhandel leisten Aufklärungsarbeit in Schulen und Gotteshäusern, wo sie vor den Risiken der Auswanderung ohne Papiere warnen. Außerdem wurde ein Rehabilitationsprogramm für Rückkehrer gestartet. Schwerpunkt der Aktivitäten ist die Großstadt Benin im Süden Nigerias, ein historisches Zentrum der Emigration. Dreiviertel der in Europa zur Prostitution genötigten nigerianischen Frauen stammen aus dieser Region. Um die Bemühungen der Behörden zu unterstützen, hat der Ober von Benin, das traditionelle geistliche Oberhaupt der Stadt, sämtliche Juju-Schwüre, die zum Zweck der späteren sexuellen Ausbeutung geleistet werden mussten, für unwirksam erklärt. Dadurch ist den Menschenhändlern und den Madames ein wichtiges psychologisches Druckmittel aus der Hand genommen worden, um ihre Opfer gefügig zu machen.

In den letzten Jahren sind deshalb verstärkt Geheimbünde auf den Plan getreten, von denen es in Nigeria mittlerweile mehr als 50 gibt. Sie sind pyramidenförmig und hierarchisch aufgebaut. Ihre Wurzeln reichen zurück bis in die Zeit der afrikanischen Unabhängigkeitsbewegung in den sechziger und siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts. Sie verlassen sich nicht auf die psychologische Konditionierung mit Hilfe okkulter Schwüre, sondern wenden wenn nötig brutale Gewalt und Terror an, um ihre Sexsklavinnen zum Gehorsam zu zwingen. Nigerianische Frauen, die sich weigern, in Europa weiter der Prostitution nachzugehen, müssen mit Gewalt und anderen Vergeltungsmaßnahmen gegen ihre in Nigeria zurückgebliebenen Familienangehörigen rechnen.

Experten sehen einen klaren Zusammenhang zwischen der Rücknahme der Juju-Schwüre und dem Erstarken der Geheimbünde, die auch im Drogenhandel aktiv sind und zu deren Mitgliedern einflussreiche Geschäftsleute und Politiker in Nigeria zählen.

In Italien, dem wichtigsten Einfallstor Europas für afrikanische Migranten, hat sich die nigerianische Mafia längst etabliert. Sie gilt dort in Sicherheitskreisen als die »strukturierteste und dynamischste« aller aus dem Ausland stammenden kriminellen Vereinigungen. Ihre taktische Vorgehensweise bezeichnen italienische Ermittler als »Urban Guerilla Warfare«.

Um ihren kriminellen Geschäften nachzugehen, sind die Banden mittlerweile in ganz Italien aktiv.

hr Einflussbereich erstreckt von Palermo auf Sizilien im Süden bis nach Turin im Norden. Mit der traditionellen italienischen Mafia, die die Organisierte Kriminalität in Italien kontrolliert sowie Staat und Politik unterwandert, haben sich die nigerianischen Verbrecherbanden arrangiert – zum beiderseitigen Nutzen. Die Nigerianer schmuggeln zu Zehntausenden Afrikaner nach Italien, die man dort in Aufnahmezentren für Asylsuchende unterbringt. Diese Einrichtungen werden verdeckt von der heimischen Mafia verwaltet, die so öffentliche Gelder in Millionenhöhe veruntreuen können. Weibliche Flüchtlinge werden direkt in die Bordelle großer italienischer Städte weitergeschickt. Dort »kümmern« sich dann Mitglieder der nigerianischen Banden um die Frauen, die ihnen schutzlos ausgeliefert sind. Außerdem kooperieren beide Verbrechersyndikate im Drogenhandel: Die Italiener beschaffen das Rauschgift im großen Stil, die Nigerianer verkaufen es auf der Straße.

Einen Teil ihrer Gewinne, die sie in Italien mit kriminellen Geschäften erwirtschaftet haben, geben die Schwarzafrikaner an die italienische Mafia ab. Solange diese Absprache Bestand hat, ist »die Anwesenheit der nigerianischen Banden für die italienischen Mafia-Gruppen kein Problem«, so Cesare Sirignano, Richter bei der Nationalen Anti-Mafia-Direktion.

Italien ist der nigerianischen Mafia aber längst zu klein geworden, weshalb sie ihr kriminelles Netzwerk rasch nach Mittel- und Nordeuropa expandiert. Von dieser Entwicklung ist vor allem Deutschland betroffen, nicht nur, weil es sich um einen überaus lukrativen Markt handelt, sondern auch, weil die hiesigen Behörden vergleichsweise nachlässig mit dem Problem der Organisierten Kriminalität umgehen und es zahlreiche Gesetzeslücken etwa im Bereich Geldwäsche gibt, die sich die Verbrecher zunutze machen. Zentren der Zwangsprostitution nigerianischer Frauen in Deutschland sind die Rotlichtviertel von Duisburg und Oberhausen.

In seinem Bundeslagebericht 2018 schlägt das Bundeskriminalamt Alarm:

»Die Anzahl festgestellter Opfer mit nigerianischer Staatsangehörigkeit stieg im  Jahr 2018 auf 61 Personen deutlich an, womit sich der bereits im Vorjahr festgestellte ansteigende Trend fortsetzte.«

Gleichzeitig nahm die Zahl der nigerianischen Tatverdächtigen massiv um 41,4 Prozent zu.

Den deutschen Sicherheitsbehörden sind bislang 16 miteinander rivalisierende nigerianische Geheimbünde bekannt, die hierzulande ihren kriminellen Aktivitäten nachgehen. Bedeutsam sind vor allem die Gruppen »Supreme Eiye Confraternity« und »Black Axe«. Wegen des nach wie vor hohen Zustroms von Flüchtlingen aus Nigeria, die ein wichtiges Nachwuchsreservoir für die kriminellen Netzwerke bilden, werden diese Banden immer stärker. Bereits im Februar 2019 warnte der Bundesnachrichtendienst (BND) in einem internen Papier, dass der starke Zuzug nigerianischer Asylbewerber, die aus Italien kommend über die offenen Grenzen in die Bundesrepublik einreisen, zu einem Aufwuchs der, so wörtlich, »äußerst brutal agierenden nigerianischen Strukturen der Organisierten Kriminalität« in Deutschland führen. Allein zwischen 2017 und 2018 stieg die Zahl der beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) registrierten Asylbewerber aus Nigeria um über 30 Prozent auf mehr als 10.000 Personen.

2019 stellten bei einem insgesamt deutlich rückläufigen Flüchtlingsaufkommen weitere 9.000 Nigerianer einen Asylerstantrag in Deutschland. Wie viele Menschen aus dem schwarzafrikanischen Land in den letzten Jahren darüber hinaus illegal in die Bundesrepublik eingereist sind, ohne sich registrieren zu lassen, ist nicht bekannt. Abschiebungen von Nigerianern in ihre Heimat sind dagegen eher selten, weil die vermeintlichen Flüchtlinge ihre Identität verschleiern und die nigerianischen Behörden die Wiedereinreise dieser Personen verweigern.

2018 betrug die Abschiebequote, also der Anteil der zurückgeführten Nigerianer an allen Ausreisepflichtigen dieser Nationalität, nur lächerliche zwei Prozent!

Nach den Erkenntnissen des BND und anderer Sicherheitsbehörden wollen weitere 100.000 Nigerianer, die sich zurzeit noch in Italien aufhalten, nach Deutschland gelangen.

Es steht zu befürchten, dass es hierzulande schon bald zu heftigen »Revierkämpfen« zwischen den neu auf den Markt drängenden nigerianischen Banden und »alteingesessenen« Kriminellen wie den arabischen Clans um Macht und Einflusssphären kommen könnte. Dann droht eine neue Spirale der Gewalt in Deutschlands Großstädten, die mit äußerster Brutalität ausgetragen werden dürfte. Erste Auseinandersetzungen, an denen auch tschetschenische Gruppierungen beteiligt waren, soll es nach Angaben aus Polizeikreisen bereits gegeben haben.

Die Ausbreitung der brutalen nigerianischen Mafia in Deutschland – eine weitere Folge der verantwortungslosen Migrationspolitik, die wir Kanzlerin Merkel und ihrer Regierung zu verdanken haben!

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