„DER TIEFE STAAT MUSS VERNICHTET WERDEN“

Bildnachweis: CC BY 2.0 / flickr.com / Mark Rain

„DER TIEFE STAAT MUSS VERNICHTET WERDEN“

Der Schweizer Publizist Jan Walter ist ein kritischer Blogbetreiber und beschäftigt sich mit kontroversen Themen. Er geht davon aus, dass US-Präsident Donald Trump einen globalen Kampf gegen den sogenannten “Tiefen Staat” führt. Der Begriff “Tiefer Staat” bezeichnet eine konspirative Verflechtung von Politik, Geheimdiensten, Militär und organisiertem Verbrechen. “Ich bin davon überzeugt, dass die Menschheit in Frieden und Freiheit leben kann, dafür muss aber zuerst der Tiefe Staat vernichtet werden”, sagte Jan Walter im Interview mit einem Korrespondenten von News 23.

Korrespondent: Ich freue mich, heute Jan Walter von „legitim.ch“ zum Interview bei „News 23“ begrüßen zu dürfen. Hallo Jan, schön, dass Du bei uns bist. Bitte stelle Dich einmal kurz selbst vor und beschreibe Deine Mission und Vision in Bezug auf legitim.ch

Jan Walter / legitim.ch

Jan Walter: Ich bin 1983 geboren, in einem ruhigen Schweizer Dorf und einem harmonischen Umfeld aufgewachsen. Ich habe Sport, Geographie und Geschichte studiert, danach die Lehrerausbildung für die Mittelschule gemacht und insgesamt 5 Jahre als Lehrer gearbeitet. 2017 habe ich den Newsblog Legitim.ch gegründet, weil ich seit meinem Aufwachen, das 2011 anfing, sehr viele Informationen gesammelt hatte, die ich meinen Mitmenschen unbedingt mitteilen wollte. Ich bin davon überzeugt, dass die Menschheit in Frieden und Freiheit leben kann, dafür muss aber zuerst der Tiefe Staat vernichtet werden. Der zentrale Angriffspunkt ist die Information, da die Massenmedien das wichtigste Herrschaftsinstrument der Kabale sind. Als Teil der alternativen Presse sehe ich meine Aufgabe darin, das korrupte Narrativ der Mainstream Medien zu durchbrechen.

Korrespondent: Inwieweit wird Deine Arbeit durch gezieltes „shadowbanning“ behindert und was bedeutet dies für Dich persönlich auf wirtschaftlicher Ebene?

Jan Walter: Als ich 2017 mit dem Bloggen begann, waren die Zensurmaßnahmen des Tiefen Staates schon ziemlich weit vorangeschritten. Ich habe aufgrund der Facebook-Statistik jedoch festgestellt, dass die Zensur nach wie vor zunimmt. Zum Glück haben wir in der Wahrheitsbewegung sehr engagierte Leser und Leserinnen, die unsere News auf Social Media intensiv verbreiten. Dadurch kann dem Zensurapparat etwas entgegengewirkt werden. Da ich erst vor drei Jahren angefangen habe, lässt sich aus meiner Sicht schlecht einschätzen, wie groß der wirtschaftliche Schaden tatsächlich ist.

Korrespondent: Wo liegen Deiner Meinung nach Unterschiede und wo Gemeinsamkeiten im Hinblick auf die Art und Vehemenz, mit der alternative Medien sich in der Schweiz und in Deutschland mit derartigen Eingriffen in die Meinungsfreiheit konfrontiert sehen? Und: ist die Möglichkeit der Einflussnahme von Bürgerseite in der Schweiz, z.B durch Volksabstimmungen, tatsächlich größer?

Jan Walter: Ich vermute, dass die Schweiz ähnlich wie Deutschland betroffen ist, da die Zensur primär auf Social Media stattfindet. In den USA werden inzwischen ganze Newsseiten und auch bekannte Truther aus den sozialen Medien verbannt. Solche Fälle sind mir im deutschen Sprachraum nur auf Youtube bekannt. Ob es die Deutschen härter trifft als die Schweizer, weiß ich nicht.

Gegen die Art von Zensur, wie wir sie heute erleben, lässt sich meines Erachtens kaum etwas unternehmen, da praktisch alles vom Silicon Valley aus kontrolliert wird. Ab und an hört man, dass eine Klage durchgekommen ist, von größeren Erfolgen habe ich aber noch nichts gehört. Trump hat neulich versprochen, dass er sich der Sache annehmen wird, doch bislang habe ich davon noch nichts gemerkt.

Korrespondent: Wie schätzt Du die Bereitschaft Deiner Landsleute ein, solchen Einschränkungen der persönlichen Freiheit entgegenzutreten? Die Eidgenossen haben ja einen gewissen Ruf der Wehrhaftigkeit. Kommt das auch hier zum Tragen, oder geht es da eher um Einlagensicherung, denn um Ethik? Und: wie sieht Deine Einschätzung für Deutschland im Vergleich aus?

Jan Walter: In der Schweiz gab es neulich eine Volksabstimmung gegen die Billag-Gebühren (GEZ), die an der Urne von über 70% der Wähler abgelehnt wurde. Das zeigt, dass das Bewusstsein der Schweizer noch stark vom Mainstream kontrolliert ist und entsprechend auf dem demokratischen Weg noch nicht viel zu erreichen ist.

Ich denke, dass das deutsche Volk in Bezug auf das Aufwachen etwas weiter ist; vermutlich aufgrund der größeren Notwendigkeit. Den Schweizern geht es offensichtlich immer noch zu gut.

Dass die Schweiz noch nicht zur EU gehört, hat wohl diverse Gründe. Sicherlich ökonomische, wobei an der EWR-Abstimmung von 1992 vor allem die Wirtschaft Druck machte und für den Beitritt plädierte. Ich denke, dass der Freiheitsgedanke und der vorhandene Wohlstand damals eine zentrale Rolle spielte. Bald werden die Schweizer über das Rahmenabkommen (EWR 2.0) entscheiden müssen. Ich bin gespannt, ob sich das Volk nochmals gegen die EU entscheiden wird.

Korrespondent: Welche Potenziale, all dem durch mehr Vernetzung alternativer Medien entgegenzutreten siehst Du?

Jan Walter: Ich sehe eher Gefahren. Durch mehr Vernetzung könnte die Meinungsvielfalt abnehmen, denn Vernetzung bedeutet auch Zentralisierung. Im Prinzip ist die Dezentralität der alternativen Medien eine große Stärke. Dass die Mainstream Medien zunehmend an Audienz und Einnahmen einbüßen, zeigt, dass die Wahrheitsbewegung ihren Job gut macht.

Eine Schwäche der alternativen Medien ist das verschwindend kleine Budget; vor allem im Vergleich zu den Mainstream Medien. Auf der anderen Seite ist das wiederum ein Beweis, dass die alternativen Journalisten aus Überzeugung arbeiten und das ist wiederum wertvoller als alles Geld der Welt.

Als NuoViso auf Youtube gelöscht wurde, haben sich praktisch alle bekannten alternativen Stimmen im Rahmen einer Protestaktion vernetzt. Ein paar Tage später war NuoViso wieder online. Ob es aufgrund dieser solidarischen Aktion passierte, ist meines Wissens nicht bekannt.

Für gezielte Aktionen macht eine Vernetzung durchaus Sinn. Grundsätzlich sehe ich die aktuelle Struktur aber eher als eine Stärke.

Korrespondent: Wie schätzt Du allgemein die Zukunft alternativer Nachrichtenmedien im deutschsprachigen Raum ein?

Jan Walter: Grundsätzlich wird die Nachfrage nach alternativen News durch das zunehmende Aufwachen der Menschheit steigen. Solange der Tiefe Staat nicht vernichtet ist, müssen wir dranbleiben und Vollgas geben.

Ich denke, dass sich die alternativen Medien in Zukunft zunehmend professionalisieren und kommerzialisieren werden, so ähnlich wie in den USA. In diesem Bereich haben wir definitiv Nachholbedarf. Optimal wäre, wenn die alternativen Medien vermehrt mit alternativen Wirtschaftszweigen kooperieren würden. Es besteht ein immenses Potenzial, das sowohl dem ehrlichen Unternehmertum, den ehrlichen Medien wie auch dem aufgewachten Publikum dienen würde.

Korrespondent: Im Mai soll in der Schweiz über die Begrenzung von Zuwanderung abgestimmt werden. Wie siehst Du die Chancen auf Erfolg dafür und warum?

Jan Walter: Interessant ist, dass wir 2014 bereits darüber abgestimmt haben. Die Initiative wurde vom Volk angenommen, aber vom Parlament nicht richtig umgesetzt, weil es die bilateralen Verträge mit der EU nicht gefährden wollte.

Es wird eine enge Entscheidung. Ich vermute, dass sich das Volk leider gegen eine Begrenzung entscheiden wird. Die Mainstream Medien haben in der Schweiz immer noch zu viel Macht und nutzen diese selbstverständlich gekonnt aus, um den Bevölkerungsaustausch voranzutreiben.

Korrespondent: Wie siehst Du die Chancen für eine solche Initiative jenseits von Parteizugehörigkeit in Deutschland und warum?

Jan Walter: In Deutschland gibt es eine solche Möglichkeit meines Wissens nicht. Ich denke, dass es für Deutschland dennoch Hoffnung gibt, da einerseits die AfD wächst und anderseits innerhalb der CDU namhafte Politiker, wie beispielsweise Hans-Georg Maaßen, eine Kursänderung andeuten. Es darf aber nicht mehr zu lange dauern, denn Deutschland steht kurz vor dem Kollaps. Die innere Sicherheit und der Wohlstand wurden unter Merkel regelrecht zerstört.

Korrespondent: Der Vertrag von Versailles ist soeben abgelaufen. Dies bietet eine historische Chance, Weltfrieden auch auf ein solides völkerrechtliches Fundament zu stellen. In den letzten Dekaden waren viele Länder „Freiwild“, weil Kriegserklärungen gar nicht nötig waren – da militärische Intervention teilweise letztlich nichts anderes war, als die Fortsetzung vertraglich nicht beendeter Kriege.

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