Germanische Sagen – Loki, der Gott des Feuers

Loki ist der listige und heimtückische Gott der Lohe, des Feuers. Mit der Riesin Angurbodha (Kummerbringerin) zeugt er Hel, die Herrscherin über das Totenreich, den Fenriswolf und die Midgardschlange.

Loki, der heimtückische Gott der Lohe

Um den Fenriswolf zu fesseln, bestellen die Götter bei den Zwergen eine Fessel, die zwar unscheinbar aussieht, aber unzerreißbar ist. Seltsam sind die sechs Bestandteile, aus denen die Zwerge diesen Zauberfaden weben: der Bart der Frauen, die Sehnen der Bären, der Schall des Katzentritts, die Stimme der Fische, der Speichel der Vögel und die Wurzeln der Berge.

Der gefesselte Fenriswolf

Als die Götter dieses Band dem Wolf unter dem Vorwand, seine Kraft zu prüfen, anlegen wollen, wird er misstrauisch. Erst als der Kriegsgott Tyr bereit ist, seine Hand als Pfand in den Rachen des Wolfs zu halten, lässt dieser sich binden. Schnell merkt er, dass er hereingelegt worden ist! Das Band kann er nicht zerreißen und bleibt gefesselt. Tyr aber verliert seine Hand im Wolfsrachen.

Für den Bau eines Walls um Asgard verpfänden die Götter einem von ihnen gedungenen Riesenbaumeister als Lohn die Sonne, den Mond und die Göttin Freya, falls er den Bau innerhalb eines Winters schafft. Loki verzögert den Bau, indem er sich in eine Stute verwandelt und so den Hengst des Baumeisters von der Baustelle weglockt. Hierdurch wird Loki zur Mutter von Sleipnir, dem achtbeinigen Ross Odins. Der Riesenbaumeister wird nicht rechtzeitig fertig und die Götter müssen ihm durch diese List den Lohn nicht zahlen. Vielmehr erschlägt ihn Thor sogar mit seinem Hammer Mjölnir.

Der Riesenbaumeister schafft Steine für den Wall um Asgard heran

Loki verursacht den Tod Balders. Balder ist der Gott des Lichtes und der Reinheit, Sohn von Odin und Frigg, der Schutzgöttin der Ehe. Um ihren Sohn zu schützen, nimmt Frigg jedem Tier und jeder Pflanze den Eid ab, Balder nicht zu verletzen. Nur der Mistelzweig scheint ihr zu ungefährlich zu sein, als dass sie ihn zum Schutze Balders verpflichten müsste. Loki sorgt dafür, dass Balder durch einen Mistelzweig verletzt wird und stirbt.

Um an Loki Rache zu üben, versuchen die Götter, seiner habhaft zu werden. Loki verwandelt sich in einen Lachs, wird aber von Thor gefangen. Die anderen Götter fesseln ihn mit den Eingeweiden seiner Söhne an einen spitzen Felsen. Eine Schlange träufelt Gift auf ihn herab, das Lokis Frau Sigyn in einer Schale auffängt. Nur wenn sie von Zeit zu Zeit die volle Schale auskippen geht, tropft ihm das Gift ins Gesicht und er schüttelt sich

Loki

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3 Kommentare zu “Germanische Sagen – Loki, der Gott des Feuers

  1. Ach Gottelre ne, was sind das denn für blutrünstige Geschichten?
    Ich kenne die nordischen Sagen überhaupt nicht, deshalb finde ich es gut, daß Du die mal hier einsetzt. Hoffentlich nicht die letzte! Als Kind habe ich mit Begeisterung die österreichsichen Sagen gelesen und ich denke, se waren bzw. sind nicht anders. Aber als Kind sieht man vieles völlig anders. Da lebt man noch in einer Welt, die man sich selbst zurecht legt. Ich muß mir mal die Zeit nehmen und auch wieder in den Märchen rumschnüffeln. Ich kann mich erinnern, daß sie mal vor vielen Jahren die Märchen verteufelt haben, weil sie so brutal und ähnliches sind, dann bekam ich ein modernes Märchen in die Hand und stellte fest, daß sie um keinen Deut besser waren. Mir haben die Grimm’schen Märchen jedenfalls nicht geschadet und vielen meiner Zeitgenossinnen auch nicht. Alle wohl geraten und fest im Leben stehend. Wenn Püschologen zu quaken anfangen, sollte man seine Kinder vor ihnen in Sicherheit bringen!
    Leider ist die Jugend heute anders gestrickt, wie ich schon mehrmals feststellen mußte. Ob ich denen Märchen überlassen würde?! Ich weiß es wirklich nicht!

    Liken

  2. Pingback: Germanische Sagen – Loki, der Gott des Feuers — Gegen den Strom | haluise

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