
Die DDR war 1989 pleite – so hört man es bis heute von Politikern und Medien. Eine über verschiedene Zeitungen ausgetragene Debatte zwischen Zeitzeugen belegt aufs Neue, dass es sich bei dieser Behauptung um eine Lüge handelt – eine Lüge, die bis heute gebraucht wird.
Bis heute gilt es in weiten Teilen von Politik und Medien als Binsenweisheit, dass ja die DDR am Ende ihrer Tage bankrott war. Noch im April dieses Jahres erklärte der frühere Bundesfinanzminister Theo Waigel wieder einmal im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung:
Was wir nicht gewusst haben vor der Wiedervereinigung, das war, wie schlimm es um die ostdeutsche Volkswirtschaft stand und wie bankrott der Staat war.
Und im Juni beklagte die Ostdeutsche und Bundeskanzlerin Angela Merkel vor dem Bundestag – um das Begehren der Linken nach einer Aufarbeitung der Arbeit der Treuhand abzuschmettern, es würden sich leider “zu wenige Menschen an die schonungslose Analyse des Zustands der DDR-Ökonomie von Günter Mittag erinnern”.
Nun belegen längst bekannte Zahlen, dass sowohl Theo Waigels Aussage falsch war als auch die Kanzlerin sich gleich doppelt irrte: Die von ihr angesprochene Analyse wurde seinerzeit nicht von dem als allmächtig geltenden ZK-Sekretär der SED für Wirtschaftsfragen, Günter Mittag, vorgelegt – vielmehr von Gerhard Schürer, dem Vorsitzenden der Staatlichen Plankommission. Und die in dieser “Analyse” enthaltenen Zahlen spiegeln eben nicht den tatsächlichen Stand der Verschuldung der DDR wider. Dazu später mehr (Ist Deutschland trotz Zwei-plus-Vier-Vertrag noch Besatzungsrecht unterworfen? (Video)).
Dass das Thema der DDR-Staatschulden noch immer ein Politikum ist, zeigte sich erst in den vergangenen Wochen an der journalistischen Behandlung dieses Themas. Im Mai 2019 fand im Salon von Rohnstock Biografien in der Schönhauser Allee in Berlin eine Diskussionsrunde mit dem Titel “Das Schürer-Papier und die Schulden-Lüge: War die DDR pleite?” statt. Es diskutierten unter anderem Walter Siegert, in den 1980er Jahren Staatssekretär im DDR-Finanzministerium, und der Historiker Jörg Roesler.
Die Berliner Zeitung berichtete über diese Veranstaltung in einem Artikel mit der Überschrift “Propagandakracher ‘Schuldenlüge’ – DDR war moralisch bankrott, aber nicht pleite”. Darin wurde die Darstellung der Diskutanten klar unterstrichen: Das Schürer-Papier, wonach die DDR 1989 mit 49 Milliarden Valutamark verschuldet gewesen sei, hatte eben auf der anderen Seite die Aktiva der DDR nicht betrachtet und berücksichtigt.
Siegert zitierte ein damaliges Papier der Bundesbank, nach dem somit von diesen sagenumwobenen 49 Milliarden Valutamark nur noch 19 Milliarden übrig blieben, die schließlich aus weiteren Guthaben der DDR in anderen Ländern eben auch noch beglichen worden seien (Deutschland ist ein Handelskonstrukt, nicht souverän & hat keine Verfassung! (Video)).
Roesler erklärte, wie und warum jenes “Schürer-Papier”, mit dessen Überzeichnung der Lage die Autoren die DDR-Führung zu anstehenden Reformen drängen wollten, nach 1990 zum willkommenen “Propagandakracher” wurde. Damit konnte schließlich der Absturz der ostdeutschen Wirtschaft 1990/91 leichterdings der SED-Führung untergeschoben werden.
Reale Probleme – wie etwa die rapide gesunkenen Investitionsvolumen in Anlagen und Ausrüstungen und die mangelhafte, niedrigere Arbeitsproduktivität im Vergleich zum Westen – wurden von den Diskutanten dabei keineswegs verschwiegen (Heinrich XIII. Prinz Reuß bestätigt öffentlich zentrale Standpunkte sogenannter “Verschwörungstheoretiker” (Videos)).
Trotz der pflichtschuldig vorauseilenden Überschrift der Berliner Zeitung, dass die DDR “moralisch bankrott” gewesen sei, sorgte der Artikel für erheblichen Unmut. (Am Rande bemerkt, könnte man sich fragen, was denn eigentlich in der Bundesrepublik noch geschehen müsste, um von der Berliner Zeitung als ebenso “moralisch bankrott” disqualifiziert zu werden, wo doch heute bereits aus Gewohnheit jegliche unmoralische Politik nach Innen wie Außen moralisch verbrämt wird.)
Der Theologe Richard Schröder, ein Veteran der 1989 neugegründeten Ost-SPD ohne Insiderwissen über die Bilanzen der DDR, veröffentlichte im Juli einen Gastbeitrag für Die Welt, eben Springers Welt, in welchem er die Berliner Zeitung, die er abschätzig “eine Berliner Zeitung” nannte, für ihren Schuldenlügen-Artikel frontal anging. Diese Zeitung habe das auf der Veranstaltung Vorgetragene “ohne Überprüfung” als erwiesene Tatsachen präsentiert. Schröder argumentierte lückenhaft und anekdotisch, um am Ende dialektisch in dem denkwürdigen Schluss zu münden:
Die Behauptung, die DDR sei 1989 nicht pleite gewesen, ist richtig, aber nicht wahr.
Die DDR habe ja ihre Kreditwürdigkeit stets nur mit Tricksereien und durch Vorspiegelung falscher Tatsachen bewahren können.
Walter Siegert schrieb auf Schröders Artikel, gemeinsam mit Klaus Blessing – wie Siegert ebenfalls früherer Staatssekretär, eine Erwiderung, deren Veröffentlichung Die Welt mit dem Kommentar ablehnte:
Wir haben keine Verwendung für den Artikel.
Diese Erwiderung wiederum erschien doch noch in der vergangenen Woche, dann eben wieder in der Berliner Zeitung. Siegert und Blessing, beide promovierte Ökonomen, zerpflückten die dilettantischen Ausführungen des Theologen zur Verschuldung der DDR. Von Tricksereien könne keine Rede sein. 1989 habe die Nettoverschuldung gegenüber dem Westen 19,9 Milliarden Valutamark betragen, was nach damaligem Kurs 12 Milliarden US-Dollar entsprach.
Dies käme einer Prokopfverschuldung von 750 US-Dollar gleich. Zum anschaulichen Vergleich beziehen sich die Autoren auf die heutigen USA, die Anfang 2018 mit 8 Billionen US-Dollar verschuldet waren, was pro US-Bürger einer Schuldensumme von 24.000 Dollar entspräche (Deutschlands Zerstörung im Auftrag der Neuen Weltordnung – ein Jahrhundertplan kann aufgehen (Phase 1 & 2).
Die Debatte um die Höhe der Verschuldung der DDR und um das “Schürer-Papier” zeigt vor allem, wie schwer die historische Wahrheit auch 30 Jahre nach dem Geschehen zu Wort kommt, wenn ihr Verbergen und damit die Geschichtsklitterung politischen Interessen dienen. Die Ablehnung einer Gegendarstellung in Gestalt des inhaltlich schwerlich angreifbaren Artikels von Siegert und Blessing durch Die Welt spricht in diesem Zusammenhang Bände.
Das Märchen von der überschuldeten DDR wird vom Mainstream weiter dringender denn je gebraucht: Es muß bis heute dafür herhalten, die Verantwortung für die Fehlentwicklungen und Enttäuschungen im Osten ausschließlich der früheren DDR-Führung anzulasten.
Gleichzeitig wird mit dem Gerede über diesen angeblichen Pleitestaat von den katastrophalen sozialen und finanziellen Entwicklungen der Gegenwart – ohne Aussicht auf eine grundlegende Wende – abgelenkt (Hintergrund: Die Haager Landkriegsordnung, Deutschland und die BRiD))
Dass die Berliner Zeitung wenigstens in diesem Fall wagte, aus solcher Mainstream-Phalanx auszubrechen, um zur Aufklärung beizutragen, verdient wahrlich Anerkennung.
Literatur:
Durch globales Chaos in die Neue Weltordnung
Geboren in die Lüge: Unternehmen Weltverschwörung
Weltverschwörung: Wer sind die wahren Herrscher der Erde?
Quellen: PublicDomain/deutsch.rt.com am 22.09.2019
Ich vermisse hier schmerzlich a)uch nur einen Hauch von Selbstkritik.
Nehmen wir Heidenau : Zentrallager Mercedes für die gesamte DDR.
Nehmen wir Pirna: <Zentrallager für Aromastoffe aus dem NSW
Natürlich mußte das mit Devisen bezahlt werden.
Nehmen wir die verdienten GOLF I Empfänger : GST und CO
übrigens bezahlt mit Blech aus DDR Hütten war ja eine Überschuss Material zu DDR Zeiten, siehe Lieferzeiten WARTBURG
Siehe die Firmen von KOKO z. B. Druck in Pinneberg
Ich persönlich durfte einen Kombinatsdirektor 1990 kennenlernen, Promovierter Ökonom Chef eines Dienstleistungskombinats mit annähernd 10000 Beschäftigten der hatte 1990 Tränen in den Augen als er im OBI in Hamburg feststellte alle Fliesen aus Boitzenburg natürlich gab es ja im Osten genug Fliesen. Nachweislich kaufte das Kombinat seine LADA`S in Osterode, ich wolte es nicht glauben und wurde eines besseren durch den Verkäufer aus Osterode überzeugt der sehnte sich die gute alte DDR zurück: ich werde niemals wieder soviel Lada verkaufen waren seine Worte.
Oder der Ökonom und Rechtsanwalt aus Dresden doppeltes Studium bei welcher Firma der wohl gearbeitet hat? Betriebsprüfer seine Position. Nach aufzeigen von eklatanten Devisen verstößen mit direkt Berichterstattung nach Berlin wurde er von seinem Chef Dresden zurückgepfiffen so etwas gibt es nicht im Bezirk Dresden wenn das nochmal vorkommt müssen wir uns trennen, was das bedeutet, in der Firma, muß ich sicherlich nicht näher erläutern.
Wir können auch gern über den Molkerei Direktor in Chemnitz sprechen wenn erwünscht.
Bitte etwas mehr Reflektion über das Leben in der DDR.
Nach der Wende wurden in Größenordnungen Kranfahrzeuge und z.B. PKW mit Bargeldkoffern von ehemaligen DDR Bürgern (1990) eingekauft und da ging es nicht um DDR Mark sondern um Westmark in Größenordnungen die sich der DDR Bürger nicht vorstellen kann.
Also gern etwas mehr Ehrlichkeit.
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Zum Thema selbst. Die zwischen 1949 und bis zum Mauerbau geflüchteten Deutsche, haben nie ihr Ausbildungsgeld\Lehrgeld und mehr an soziale Kosten aus eigener Tasche bezahlt.
Selbst die Grenzanlagen waren aus heutiger Sicht eine Notwendigkeit zum Erhalt des Friedens und der wirtschaftlichen Stabilität der DDR. So ließen sich weiter Kosten „finden“, die uns die BRiD aufgebürdet hat.
Am Ende ist dieses vergleichen, aufrechnen aus Sicht der DDR nur interessant. Denn am Ende zeigt sich, daß die BRiD die DDR nur besetzen konnte, so wie es befeindete Staaten machen. Diese BriD hat das deutsche Wesen ala DDR, bis heute nie auslöschen können, was in der Natur der Sache, an den göttlichen Gesetzen liegt.
Die DDR hat heute die BRiD besiegt, welches noch manifestiert wird in diesem Jahr, ich hoffe dies. Zum Nach denken, sehr weit hergeholt, die Bewegung von Luther hat den Vatikan, die Neue Weltordnung besiegt.
deutscher Topsupporter des Präsidenten Trump
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Es baut sich ein Sturm gegen das Merkel auf und es wird zu einem Orkan, der das heutige Europa wegfegt. Diese BRiD schuldet uns Deutsche, jeden Deutschen, noch mehr wie 10.000 DM. Aber! Der Zusammenbruch der BRiuD, Europas ist mir dies wert. ;-)))
Unser Führer sah das alles vorraus, er hat die Schrift gelesen von Johannes von Jerusalem. Dies las auch Nostradamos, Goethe, der Faust ist musikalisch komponiert. Unser Führer hat diese Schrift Stalin „überlassen“.
Die DDR wäre heute der rechtmäßige deutsche Staat. Es ist der Sargnagel der BRiD! Und?oder der Weg zurück in die Freiheit? Wir Deutschen haben die Bürde, daß andere Nationen, Menschen durch uns lernen soll(t)en, ihren nationalen, eigenen göttlichen Weg zu sich selbst, zu einem höheren Dasein zu gehen. Geschichtslektion für die Lügen BRD – DDR Sendung Schwarzer Kanal 1988 https://www.youtube.com/watch?v=LykhVB_vD1Q&t=49s . Das wäre für die staatenlose Bürger, Besatzungsmächte dulden nicht länger: https://www.youtube.com/watch?v=JHYWl9gK_Io
Wie auch immer, für Bürger der VS besteht für Deutschland seit dieser Woche eine Terrorwarnung … Gab es dies vorher in der Geschchte?
Präsident Trump und Präsident Putin sind sich eher der heutigen deutschen Situation bewußt, als ein hier ein Mitlesender denkt.
I hope so, in silent prayer for the Presidents, for our Germany.
Deutscher Topsupporter des Präsidenten Trump
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Hat dies auf Nundedie! rebloggt.
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