Griechenland: Eine No-Go-Zone in Athen

von Maria Polizoidou  •  22. April 2019

  • „Das Quartier hat … Züge, Kompanien, Bataillone, Kalaschnikows. Ich weiß nicht mehr, ob wir als Polizei das politische Mandat haben, das Gebiet zu räumen. Diese Region ist jetzt Sache der Armee.“ – Stavros Balaskas, Vizepräsident der griechischen Föderation der Polizeibeamten, 6. April 2019.
  • „Es hat jetzt zu viele illegale Einwanderer in Exarchia, die Drogenhändler [und] Waffenhändler sind… sie haben im Wesentlichen den ganzen Ort übernommen.“ – Michalis Chrysochoidis, ehemaliger griechischer Minister für Bürgerrechte, der für die Auflösung der inländischen Terrororganisation „17. November“ im Jahr 2002 verantwortlich war, 8. April 2019.
  • In Exarchia haben diese Gruppen, die kriminelle Aktivitäten durchführen und Anwohner terrorisieren, in Wirklichkeit eine „No-Go-Zone“ geschaffen, wo selbst die Polizei Angst hat davor, sie zu betreten.
Laut Stavros Balaskas, Vizepräsident der griechischen Polizeibeamtenvereinigung, haben anarchistische Banden im Athener Stadtteil Exarchia „Züge, Kompanien, Bataillone, Kalaschnikows“. Ich weiß nicht mehr, ob wir als Polizei das politische Mandat haben, das Gebiet zu räumen. Diese Region ist jetzt Sache der Armee.“ Abgebildet: Eine Straße in Exarchia nach einem Aufstand, im Dezember 2008. (Bildquelle: Xenos2008/Wikimedia Commons)

Ein Überfall auf Mitglieder der griechischen Küstenwache während einer Drogenrazzia am 4. April in Athen zeigt ein wachsendes Problem in Griechenland. Einige Gegner der von Syriza geführten Regierung der extremen Linken führen den zunehmenden Drogenhandel im Land auf ein gefährliches Bündnis zwischen politischen Anarchisten und illegalen Einwanderern zurück. Die Anarchisten könnten als das griechische Äquivalent der „Linksaussen“ angesehen werden. Laut Reuters:

„Viele selbsternannte Anarchisten – das Wort stammt vom griechischen „Anarchia“ oder Absenz von Autorität – sagen, sie seien pazifistisch, aber bestimmte Gruppen haben wenig Bedenken, Gewalt anzuwenden. Sechs Jahre Rezession haben eine neue Welle linker Militanz angeheizt, laut Beamten, Anarchisten und Zeugenaussagen vor Gericht.“

Der Vorfall vom 4. April wurde ausgelöst, als die griechischen Behörden einen syrischen Staatsangehörigen auf einer Fähre im Hafen Piräus verhafteten; er trug 200 Gramm Marihuana auf sich, von dem er sagte, dass er es von einem ägyptischen Drogenhändler im Athener Viertel Exarchia gekauft habe.

Acht Mitglieder der Küstenwache und ein Staatsanwalt gingen sofort nach Exarchia, um die Wohnung des Lieferanten zu durchsuchen, die sich in einem von 50 Gebäuden im Quartier befindet, die von illegalen Einwanderern bewohnt werden. Als die Beamten und Staatsanwälte im Gebäude ankamen, verhafteten sie zwei weibliche Verdächtige, eine griechisch-australische und eine syrische Staatsangehörige, und konfiszierten 1,5 Kilogramm Cannabis und eine Pistole der Marke Glock.

Auf dem Weg aus dem Gebäude wurden die Beamten von einem maskierten Mob überfallen, der Helme und kugelsichere Westen trug und mit Messern, Keulen und Sturmgewehren bewaffnet war. Zwei Beamte der Küstenwache wurden bei dem Angriff mit dem Messer attackiert und ihre Waffen wurden ihnen abgenommen.

Nach Angaben der Behörden befindet sich das Gebäude, in dem sich der Vorfall ereignet hat, in der Nähe eines Waffenverstecks, der möglicherweise mit den „Milizen“ von Exarchia verbunden ist – einem Viertel, das für frühere gewaltsame Angriffe auf die Polizei berüchtigt ist. Wie der Vorsitzende der Union der Polizeibeamten, Dimosthenis Pakos, in einem Interview nach dem Angriff sagte: „Man geht in Exarchia nicht spazieren, ohne von einer Armee begleitet zu werden“.

In einem Interview mit SKAI TV stimmte Stavros Balaskas, Vizepräsident des griechischen Polizistenverbandes, zu und bezeichnete Exarchia als „einen Staat im Staat“:

„Das Viertel hat eine innere Struktur. Es gibt Züge, Kompanien, Bataillone, Kalaschnikows. Ich weiß nicht mehr, ob wir als Polizei das politische Mandat haben, das Gebiet zu räumen. Diese Region ist jetzt Sache der Armee.“

Michalis Chrysochoidis, ein ehemaliger Minister für Bürgerrechte, der für die Auflösung der inländischen Terrororganisation „17. November“ im Jahr 2002 verantwortlich war, sagte zu SKAI TV diesen Monat:

„…Es hat jetzt zu viele illegale Einwanderer in Exarchia, die Drogenhändler [und] Waffenhändler sind… sie haben im Wesentlichen den ganzen Ort übernommen… Wenn es keine sofortige operative und gerichtliche Reaktion auf dieses Phänomen gibt, werden sich die Probleme … für die Gesellschaft vervielfachen.“

Am 11. April, bei einer wohl als PR zu bewertenden Operation, die darauf abzielte, den eine Woche zuvor angegriffenen Sicherheitskräften ein Minimum an Würde zurückzugeben, machten schwerbewaffnete Polizeieinheiten eine Razzia auf zwei Gebäude in Exarchia auf der Suche nach Drogen und Waffen. Während der Razzia wurden drei Personen wegen Drogenbesitzes verhaftet und 90 weitere zur Befragung ins Präsidium gebracht. Die meisten von ihnen erwiesen sich als illegale oder nicht registrierte Einwanderer.

2017 lebten schätzungsweise 3.000 undokumentierte Einwanderer in Athen in privaten Gebäuden, die von griechischen Anarchisten illegal besetzt sind.

In den zwei Jahren seither ist die Zahl wahrscheinlich gestiegen. In Exarchia haben diese Gruppen, die kriminelle Aktivitäten durchführen und Anwohner terrorisieren, in Wirklichkeit eine „No-Go-Zone“ geschaffen, wo selbst die Polizei Angst hat davor, sie zu betreten.

Es ist unklar, wie diese Gruppen organisiert werden und wer sie finanziert. Es ist auch nicht bekannt, wie viele der Einwanderer Verbindungen zu ISIS und al-Qaida haben.

Eines ist jedoch sicher: Fehlt der politische Wille, dem Bündnis zwischen Anarchisten und illegalen Einwanderern auf den Grund zu gehen, ist die Zukunft anderer Nachbarschaften im ganzen Land in Gefahr.

Maria Polizoidou, Reporterin, Rundfunkjournalistin und Beraterin für internationale und auswärtige Angelegenheiten, lebt in Griechenland. Sie hat einen Abschluss in „Geopolitik und Sicherheitsfragen im islamischen Komplex der Türkei und des Nahen Ostens“ von der Universität Athen.

https://de.gatestoneinstitute.org

2 Kommentare zu “Griechenland: Eine No-Go-Zone in Athen

  1. Pingback: Griechenland: Eine No-Go-Zone in Athen — Gegen den Strom | haluise

  2. No-Go-Zone“ geschaffen, wo selbst die Polizei Angst hat davor, sie zu betreten.<<das ist lächerlich eine "No-Go-Zone" ist ein Gebiet das VERKAUFT worden ist -und in diesem Gebiet gelten auch keine Verträge(sog.Gesetze) meistens fliessen da auch beträchtliche Summen in die System-Terroristische Organisation, die sich überall Polizei nennt, das bedeutet ja nur, dass diese Gebiete meistens von der Eigenen"politischen Führung" erschaffen und Schutz genießen – ALLES IST EIN GESCHÄFTSMODELL 😉

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