Abgeschobener Serienstraftäter will zurück in die BRD, weil ihm in der Türkei eine Haftstrafe droht

Wetten, daß er gute Chancen hat?! R. 

Im November 1998 wurde Deutschlands schlimmster Jugendstraftäter Muhlis Ari alias Mehmet aus München in die Türkei abgeschoben. Nun will der Kriminelle wieder in die BRD zurück – um einer langen Haftstrafe in seinem Heimatland zu entgehen. Ein Anwalt aus Marl leistet zweifelhafte Hilfestellung.

von Roscoe Hollister

Muhlis Ari ist ein Serienstraftäter, wie er im Buche steht. Allein bis zu seinem 14. Lebensjahr hatte der Türke über 60 Straftaten begangen. Gewalttaten, Diebstähle und Erpressungen füllten die orientalische Strafakte in der Stärke eines Telefonbuches.

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Dies führte dazu, dass Muhlis Ari, dem man zu seinem Schutz den Decknamen „Mehmet“ gegeben hatte, am 14. November 1998 in die Türkei abgeschoben wurde. Kurz nach 12 Uhr mittags hob eine Lufthansa-Maschine vom Münchner Flughafen ab und nahm Kurs auf Istanbul. Drei Zivilpolizisten begleiteten den Intensivtäter in seine Heimat.

Auch in der Türkei führte der Berufsverbrecher sein kriminelles Dasein weiter fort. Im Oktober 2013 verurteilte ihn ein Gericht in Antalya wegen schweren Raubes und Freiheitsberaubung zu elfeinhalb Jahren Haft. Weil Muhlis Ari Berufung einlegte und die Sache noch nicht endgültig entschieden ist, befindet er sich bis heute auf freiem Fuß.

Diese Gelegenheit will der Kriminelle nutzen und sich der Strafverfolgung in seiner Heimat entziehen. Zu diesem Zweck möchte Muhlis Ari nun wieder in die BRD einreisen, unsere Sozialsysteme ausplündern und dort weitermachen, wo er 1998 notgedrungen aufhören musste.

Rechtsanwalt Burkhard Benecken will den türkischen Straftäter zurück in die BRD schleusen

Unterstützung bekommt der türkische Straftäter von Rechtsanwalt Burkhard Benecken aus Marl. Im Focusoffenbart Benecken offen seine Strategie: Er will für seinen kriminellen Schützling ganz einfach ein Touristenvisum beantragen und ihn somit in die BRD einschleusen.

Doch auch hier wird Muhlis Ari wohl nicht der rote Teppich erwarten. Er war 2005 nach seiner kurzzeitigen Rückkehr nach Deutschland von einem Münchner Gericht zu 18 Monaten Haft verurteilt worden, weil er seine Eltern verprügelt und erpresst hatte. Die Strafe trat der Kriminelle jedoch nicht an, sondern setzte sich in die Türkei ab, wo er bis heute lebt.

Die Wahl zwischen elfeinhalb Jahren und 18 Monaten Haft fällt Muhlis Ari aber ganz offenbar leicht. Lieber sitzt der Türke in einem BRD-Luxusgefängnis mit Kabelfernsehen, PlayStation und halal-konformen Speisen seine 18 Monate ab, anstatt in einem von Erdogans Knästen für elfeinhalb Jahre zu verrotten. Doch diese Idee finden längst nicht alle Menschen so super wie Mehmet selbst. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) etwa hatte sich in der Vergangenheit strikt gegen eine Rückkehr des einstigen Serienstraftäters ausgesprochen: „Mehmet wollen wir hier nicht.”

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