Warum die Mainstream-Medien stark dazu beitragen, dass den Deutschen langsam die Hutschnur reißt

Markus Gärtner

Dem angeblich so sanftmütigen und duldsamen »deutschen Michel« droht die Hutschnur zu reißen. Das haben zuletzt die Ereignisse in Chemnitz gezeigt. Wachsende soziale Spaltung, die Verachtung der Wähler durch die linke politische Kaste (die in vielen wichtigen Fragen gegen die Bürger regiert), die unkontrollierte Migration sowie regelrechte Hetzjagden gegen Kritiker der Regierung Merkel: Sie sorgen für eskalierenden Unmut und Protest auf den Straßen. Das zeigt schon ein kurzer Blick ins Land und in die regionalen Zeitungen: Demonstrationen gegen astronomische Mietpreise, marode Schulen, die Kommerzialisierung des Fußballs, der Flächenfraß, die migrantische Gewaltspirale, saftige Rechnungen für Anwohner sanierter Straßen, eine zunehmende soziale Spaltung – die Liste wird immer länger.

Eine rasch wachsende Zahl von Menschen macht sich auf die Beine. Sie setzen Enttäuschung und Wut in Taten um und demonstrieren, gründen Bürgerinitiativen, bilden Nachbarschaftsmilizen, schreiben Brandbriefe an Abgeordnete, verleihen ihrer Wut über Abstiegsängste, miserables Regieren und die massiven Nebenwirkungen der Migrationskrise im Internet deftigen Ausdruck.

Dabei zeigt sich: Eine gehörige Portion Wut und Kritik bekommen die Mainstream-Medien ab, weil sie nicht mehr länger der Anwalt ihres Publikums sind. Stattdessen verstehen sie sich inzwischen als Schutzwall der Regierung Merkel, der jegliche Kritik diskreditiert, ins Reich der Verschwörungstheorien verweist, oder die Kritiker gleich in die »Nazi«-Ecke stellt. Statt objektiv zu berichten, versuchen die Massenmedien das Wahlvolk umzuerziehen, damit das bunte Gesellschafts-Experiment besser gelingt. Das jüngste Opfer dieser medialen Kampagne wurde der inzwischen abgelöste Chef des Verfassungsschutzes, Hans-Georg Maaßen.

 

Der Journalist und Blogger Henryk M. Broder hat die Berichterstattung der Mainstream-Medien seit 2015 als »drei Jahre mediale Gehirnwäsche bezeichnet.« Er wünscht sich, »dass dieser tägliche Albtraum endlich aufhört.« Der ehemalige russische Staatspräsident Michail Gorbatschowhat mit Blick auf die Russlandberichte deutsche Medien sogar als »die bösartigsten« bezeichnet. Und in einer seltenen Anwandlung von Selbstkritik beichtet der diplomatische Korrespondent des Tagesspiegel: »Die Aufgabe der Medien ist Information, nicht Erziehung.«

Was steckt hinter diesen Anschuldigungen und der Kritik? Viel, wie sich leicht mit einer kurzen Google-Suche herausfinden lässt. So haben deutsche Zeitungen und ÖR-Anstalten aus Protesten in Chemnitz, in denen ein paar braune Spinner Hitlergrüße gezeigt haben, trotz einer Mehrheit friedlicher Bürger pauschal einen rechtsextremen Mob gemacht, der angeblich drohte, die Republik in einen Umsturz zu treiben.

Im Spiegel dichtet Georg Dietz den Sommer 2015 und die Migrationskrise in ein »Staatsgelingen« um. Im Focus wird eine »rechtsextreme« Frau portraitiert, die sich als »besorgte Bürgerin« ausgibt. Das erweckt im flüchtigen Leser den Eindruck, Bürger, die sich um die Innere Sicherheit, die Migration und die vielen Probleme infolge schlechter Regierung sorgen, seien Wölfe in Schafspelzen, denen man mit äußerster Vorsicht begegnen oder sie besser ganz meiden sollte.

In der Welt erklärt Alan Posener, er wolle »die Wähler der AfD gar nicht verstehen.« Hier redet einer, der seinen Unterhalt mit Kommunikation im weiten Sinne verdient, der das Gespräch zu politisch Andersdenkenden verweigert und damit eine bedenkliche demokratische Grundhaltung offenbart. Und in verschiedenen Publikationen können wir lesen, die Deutschen seien »besonders stolz auf ihre Politiker.« Fake News vom Feinsten wird hier geboten.

Derlei Berichte und Kommentare tragen stark dazu bei, den eklatanten Vertrauensverlust der Deutschen in ihre Institutionen, insbesondere in das herrschende Parteienkartell in Berlin und in die Medien, massiv zu untergraben. Das treibt die Spaltung im Land immer weiter voran. Vor allem, seit in der Berichterstattung und diversen Politiker-Kommentaren rund um die Geschehnisse in Chemnitz zahlreiche Masken fielen und die Bürger den starken Eindruck gewannen, die politisch-mediale Elite sei nun zu allem bereit, um die Machtverhältnisse in Berlin gegen wachsenden Protest im Land zu verteidigen. Demokratie sieht anders aus. Und die klassische Aufgabe der Medien ebenfalls.

In meinem neuen Buch »Das Ende der Herrlichkeit – Warum der viel gescholtene »deutsche Michel« bereits die Heugabeln wetzt« habe ich neben der bewusst betriebenen Zerstörung des Nationalstaates und der Errichtung eines europäischen Zentralstaates – für den der Verlust der Inneren Sicherheit und die Zerstörung der tragenden Säulen unserer Demokratie in Kauf genommen werden -, auch die verheerende Rolle der Medien analysiert. Diese haben sich längst auf die Seite der Machtelite gegen das Wahlvolk gestellt – ein Seitenwechsel, der die Spaltung im Land erheblich verschärft.

Nachfolgend ein Textauszug:

Gehirnwaschanlagen – Die Medien wollen uns umprogrammieren

»Nicht die ans Licht gekommenen Wahrheiten fördern Revolutionen, sondern Wahrheiten, die unterdrückt wurden« (Seneca)

»Tatorte«, die uns vor »rechten« Umtrieben warnen; ständige Salven gegen die bösen Russen; Krawall-Kolumnisten, die der Antifa huldigen; und Zeitungsberichte, die sofort eine »Blockade« wittern, wenn Bürgermeister nur ihre örtlichen Kapazitäten für die Aufnahme von Migranten erschöpft sehen und daher eine Zuzugssperre fordern: Der Erziehungs-Journalismus ist überall. Die etablierten Medien haben sich in der Migrationskrise zu einem ausgelagerten Belehrungs-Ministerium der Regierung Merkel gewandelt. Sie haben die Migration schöngeschrieben, Deutschland zum Märchenland erklärt und der linken politischen Kaste bei der Indoktrinierung geholfen.

Die Tagesschau wollte erst nicht über den Mord an Mia in Kandel berichten, weil es sich ja nur um eine »Beziehungstat« handelte. Dass es hier auch um ein Staatsversagen ging, spielte offenbar keine Rolle. In einem Kommentar in der Weltim November 2017 wurde »gegen die Schwarzmalerei« von Kritikern gewettert und behauptet, die Migration habe »Deutschland weltoffener und moderner gemacht.«

Im Spiegel konnten wir drei Tage vor der Wahl in Italien, bei der EU-kritische Parteien am 4. März gewannen, lesen, das Land registriere gerade »das stärkste Wachstum seit 2010« und schneide besser ab als von Regierung und EU-Kommission erwartet. Wer sich besser über die wahre Lage informieren wollte, las im Wall Street Journal in diesen Tagen, dass Italien das Land ist, »das zu wachsen vergaß.« Die Washington Postberichtete, dass Italien »seit zwei Jahrzehnten kaum gewachsen ist.« In der New York Times stand drei Tage vor dem Bericht im Spiegel, dass Millionen Italiener »minimale bis nicht-existente Berufsaussichten« haben, dass »die generelle Wahrnehmung sehr düster« ist und junge Italiener ihre politische Kaste für glatte »Versager« halten. Bloomberg berichtete über ein Land, das sechs Jahre gutes Wachstum bräuchte, um überhaupt die Wirtschaftskraft von vor der Krise wieder zu erreichen. Die Realität wird von Medien jenseits der Landesgrenzen geliefert.

Die Welt nennt die Hochburgen der AfD im Osten »Reservate für Radikale.« Die Zeitungen verschwiegen im Februar 2018 nach einem angeblichen Giftgasangriff von Diktator Assad in Syrien kollektiv, dass der damalige US-Verteidigungsminister James Mattis in einer Pressekonferenz zugab, er »habe die Beweise nicht.« Politischer Korrektheit und dem Versuch, das Publikum zu erziehen, entspringen auch Meldungen wie die bei NDR Recherche im November 2017, wonach »besorgte Bürger« eine größere Gefahr für die Unterwanderung der Polizei seien als arabische Großclans.

In der Süddeutschen erhalten die Leser Erziehungshilfe für den Fall, dass »andere Eltern AfD-Positionen vertreten.« Die FAZwarnt vor einem »neuen Nazi-Sex-Boom« und vor der »weißen Scharia«, während Bento über die »Nazi-Leggings« schreibt und verrät, wie »man rechte Modemarken« erkennt. In der ARD ist das CSU-Programm »bürgerlich-konservativ«, während ähnliche und fast gleichlautende Forderungen der AfD als »rechtspopulistisch« bis »rechtsextrem« bezeichnet werden. Nach der Entscheidung der SPD zugunsten der GroKo im Januar 2018 freute sich Spiegel Online ganz offen für Angela Merkel: »Noch drei Hürden, dann wieder Kanzlerin.« Und während sich in ganz Europa antisemitische Übergriffe durch Muslime mehren, wird der Antisemitismus hierzulande von den Medien bis heute gerne den »Rechten« zugeschrieben.

In den Zeitungsberichten über linke Demonstrationen folgen »Aktivisten« gerne »Aufrufen gegen Hass« im Rahmen »breiter Bündnisse.« Bei Demonstrationen merkelkritischer Bürger wird dagegen »aufmarschiert«. Hier sind es »Extremisten vom rechten Rand«, die »hetzen« und »Parolen brüllen.« Seltsamerweise zeigen bei den meisten Berichten zu solchen »Aufmärschen« die Bilder, die die Zeitungen selbst abdrucken, nicht die braunen Horden, die im Text beschrieben werden.

Dienstag, 25.09.2018

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