IFO-Chef fordert Ehrlichkeit in Flüchtlingsdebatte: Sozialstaat mit freier Migration auf Dauer unvereinbar

Immer und immer wieder ist von Flüchtlingen und Migranten die Rede. Wo sind die Frauen und Kinder, derjenigen, die hierher kommen. Sind die alle allein auf der Welt. Ach nein, die werden ja dann nachgeholt, nennt sich Familiennachzug. Die Heuchelei nimmt kein Ende. R. 
Epoch Times31. July 2018 Aktualisiert: 1. August 2018 5:21
Clemens Fuest, der neue Präsident des Münchner IFO-Instituts in Deutschland und Österreich, sieht ein Problem in der direkten Einwanderung in den Sozialstaat. Wenn man die Sozialstaaten in Europa bewahren wolle, sei das mit freier Migration auf Dauer unvereinbar.

Das Thema Flüchtlinge und Migration sorgt in der Deutschen Bevölkerung für viel Unruhe und Ängste. Was geschieht mit diesen vielen Menschen aus anderen Ländern? Können sie tatsächlich in den Arbeitsmarkt integriert werden, lösen sie das demografische Problem Deutschlands oder sind sie letztendlich nur eine Belastung für den Sozialstaat?

Clemens Fuest, der neue Präsident des Münchner IFO-Instituts macht in einem Interview mit dem Magazin die österreichische „Presse“ einige Ausführungen dazu. Der Volkswirt, der Nationalökonomie und Finanzwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München lehrt, sieht die Lage dazu weniger rosig.

Ein Problem sieht Fuest in Deutschland und Österreich in der direkten Einwanderung in den Sozialstaat. „Wenn jeder frei wählen kann, wo er leben will, gehen eben jene, die nicht sonderlich produktiv sind, in die Länder mit einem ausgebauten Sozialsystem“, so der Wirtschaftsökonom.

Wenn man die Sozialstaaten in Europa bewahren wolle, sei das mit freier Migration auf Dauer unvereinbar. Prognosen, dass 50 % der Flüchtlinge nach fünf Jahren einen Job haben werden und nach zehn Jahren 80%, sieht er kritisch. „In Deutschland war man am Anfang viele zu optimistisch“, so Fuest.

Seiner Ansicht nach wird es Jahrzehnte dauern, Flüchtlinge und Migranten in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Mit anderen Worten werden diese Menschen für Jahrzehnte auf Grundsicherung angewiesen und sein und stellten eine erhebliche Belastung des Sozialstaates dar. Die Integration in Deutschland hält er keineswegs für gelungen.

Das Argument mit der Einwanderung könne man das demografische Problem lösen, hält Fuest für nicht überzeugend. Es gebe weiterhin die Frage, wie „wir mehr junge Leute bekommen“, die Antwort sei jedoch keinesfalls alle Migranten und Flüchtlinge ins Land zu lassen.

Auf dem Arbeitsmarkt für niedrig qualifizierte Jobs werde es zukünftig zu Konkurrenz kommen, sagt er. „Wirtschaftsflüchtlinge“ seien dahingehend noch leichter zu integrieren. Dies sind jedoch keine Flüchtlinge, sondern illegale Einwanderer.

Zuwanderer vom Sozialstaat auszuschließen hält er hingegen für sehr schwierig, weil man ja nicht möchte, dass Leute auf der Straße leben und verhungern. Vielmehr sollten Rahmenbedingungen geschaffen werden, dass Migranten und Flüchtlinge nicht ohne weiteres direkt in den Sozialstaat einwandern können und Anspruch auf Sozialleistungen haben.

Man sollte die Niederlassungsfreiheit so gestalten, dass man erst nach fünf Jahren im Land Anspruch auf Leistungen hat und diese Freiheit daran binden, dass sich die Migranten selbst erhalten können.

In Deutschland seien die in der Vergangenheit Zugewanderten, wenn man alle Staatsleistungen einbeziehe, eine erhebliche Belastung für den Sozialstaat. Er plädiert dafür der Bevölkerung offen zu sagen, dass Flüchtlingshilfe zwar solidarisch ist, aber man dafür selbst Einschränkungen in Kauf nehmen muss. Das geht eben nicht ohne Sozialleistungen zu kürzen oder Steuern erhöhen. (nh)

 

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2 Kommentare zu “IFO-Chef fordert Ehrlichkeit in Flüchtlingsdebatte: Sozialstaat mit freier Migration auf Dauer unvereinbar

  1. „Seiner Ansicht nach wird es Jahrzehnte dauern, Flüchtlinge und Migranten in den Arbeitsmarkt zu integrieren.“ In den Arbeitsmarkt, wie er heute ist! Der allerdings wird in wenigen Jahren ganz anders aussehen. Um das zu kaschieren und zu verzögern spielt Berlin erfolgreich Innovationsbremse. Und das auf jede, durch Scanner eingesparte Kassiererin ein anderer Job warte, gehört ins Reich der Legenden (nur als Beispiel, denn LEH & Drogeriekette stehen schon in den Startlöchern, in UK bereits Realität).

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  2. Niedrigste Juli-Arbeitslosenzahl seit der Wiedervereinigung

    Die Zahl der Arbeitslosen ist im Vergleich zum Vormonat zwar gestiegen – auf 2,325 Millionen. Dennoch verzeichnet sie einen Tiefstand.

    Die Arbeitslosigkeit in Deutschland ist im Juli wie in der Sommerpause üblich leicht gestiegen. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) registrierte 2,325 Millionen Arbeitslose . Das seien rund 49.000 mehr gewesen als im Juni, aber 193.000 weniger als vor einem Jahr, teilte die Behörde am Dienstag in Nürnberg mit.

    Das ist die geringste Arbeitslosenzahl in einem Juli seit der Wiedervereinigung 1990. Die Arbeitslosenquote stieg leicht um 0,1 Punkte auf 5,1 Prozent. Alleiniger Grund für den Anstieg sei die übliche Sommerpause, sagte BA-Chef Detlef Scheele. „Die Entwicklung am Arbeitsmarkt ist sehr günstig, allerdings nicht mehr so schwungvoll.“

    -https://www.wr.de/wirtschaft/niedrigste-juli-arbeitslosenzahl-seit-der-wiedervereinigung-id214975429.html

    KriminalitätsStatistiken und ArbeitsLosenStatistiken fälschen ist keine StrafTat, oder ?

    Wir haben MassenArbeitsLosigkeit das kann jeder selber nachprüfen, wenn er online bei der Agentur einen neuen Job (ArbeitsPlätze gibt es nicht mehr) sucht. MassenArbeitslosigkeit seit dem Tag wo der erste LeihArbeiter und der NiedrigLohnSektor erfunden wurden.

    IFO ist/war ein ThinkTank der WirtschaftsEliten, nie etwas zum Wohl für die Deutschen gefordert.

    Alles MaulHuren der GeldElite und Bankster.

    Für den Ökonomen Clemens Fuest war es eine gute Idee den Euro einzuführen.
    -http://www.mittelstand.club/clemens-fuest_nullzinspolitik.html

    Ein EUro-Befürworter damit ist er entweder DummKopf oder ein Lügner,
    oder beides. Ein BefürWorter des FalschenGeldes ist der richtige für das IFO-Institut.

    😦
    „Also dieses alte Motto ‚Die Reichen sollen mal zahlen‘ funktioniert deshalb nicht, weil es so viele Reiche nun auch wieder nicht gibt“.[9]

    (Antwort auf die Frage, warum immer zuerst im Bereich Arbeit und Soziales gespart werden soll und nicht auch bei den sogenannten Reichen, den Besserverdienern) -https://lobbypedia.de/wiki/Clemens_Fuest
    😦

    Rotary, Vortraege 2017_Bbl_CH_211117.indd – Allitera Verlag
    h ttps://www.allitera-verlag.de/wp-content/…/978-3-95780-110-4_Leseprobe_BZ.pdf

    04.12.2017 – Gesammelte Vorträge Rotary Jahr 2016 / 2017 ….. General- thema. 2016 / 2017. 09.05. 2017. Prof. Dr. Clemens. Fuest. Egobericht. 23.05. 2017.

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