UN verurteilt Israel wegen der tödlichen Gewalt

Donnerstag, 14. Juni 2018 , von Freeman um 15:00    http://alles-schallundrauch.blogspot.com/

Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat am Mittwoch ihre 10. Dringlichkeitssitzung zu Israels gewaltsamen Massnahmen gegen die Proteste der Palästinenser abgehalten, die in Gaza für ihr Recht auf Rückkehr in ihre Heimat und gegen ihre Gefangennahme im grössten KZ der Welt schon seit zweieinhalb Monaten demonstrieren.

Die Versammlung der 190 Länder verurteilte mit einer überwältigenden Mehrheit Israels exzessive Gewalt gegen die unbewaffneten Palästinenser, weil durch den Einsatz scharfer Munition und gezielten Schüssen durch Soldaten der IDF bisher 130 Menschen ermordet und Tausende verletzt wurden.

Das folgende Fotos zeigt einen deutlich gekennzeichneten Pressevertreter (Kameramann), wie er mit einer Schussverletzung am Oberschenkel am Boden liegt und sich vor Schmerz windet:

Ein Jugendlicher dem in den Kopf geschossen wurde:

Diesem Mann musste der linke Unterschenkel amputiert werden, weil eine Kugel sein Bein völlig zerschmetterte:

Ein Vater trauert um seinen ermordeten Sohn:

Die Opfer sind schuld, weil sie gegen ihre 70-jährige Gefangenschaft protestieren:

Einhundertzwanzig Länder stimmten für die Verurteilung, während nur 8 dagegen stimmten. Bei vier von ihnen handelt es sich um gar keine richtigen Länder, sondern es sind winzige Inseln im Pazifik, die von Washington finanziell abhängig sind und kaum einer kennt. Die Marshall Inseln, Micronesia, Nauru, Solomon Inseln, plus das afrikanische Togo. 

Bei den anderen drei handelt es sich um Israel, der beschuldigte Täter selber, dann die Vereinigten Staaten als Israels höriger Beschützer, und Australien, noch so ein Befehlsempfänger.

Vor der Entscheidung der UN-Generalversammlung verurteilte Human Rights Watch Israels Anwendung tödlicher Gewalt gegen palästinensische Demonstranten im Gaza-Streifen.

Die UN sollte die Resolution unterstützen, welche Massnahmen zur Gewährleistung des Schutzes der Palästinenser in Gaza fordert, und eine UN-Untersuchung, die beauftragt werden sollte, alle Verstösse und Missbräuche zu untersuchen, und israelische Offizielle ausfindig machen, die illegale Feuerbefehle gegeben haben„, heißt es in der Erklärung. Der Internationale Strafgerichtshof sollte sich ebenfalls daran beteiligen.“Die internationale Gemeinschaft muss das alte Regelbuch zerreissen, in dem Israel eigene Ermittlungen durchführt, die das Verhalten seiner Soldaten hauptsächlich vertuscht und die USA die internationale Rechenschaftspflicht mit einem Vetorecht des Sicherheitsrats blockieren„, sagte Sarah Leah Whitson, Direktorin für Nahost bei Human Rights Watch.

Human Rights Watch wies auf den Einsatz von scharfer Munition gegen Kinder, Journalisten, Mediziner und Demonstranten hin, die „keine unmittelbare Bedrohung für das Leben darstellten“ und sagte, die Taten könnten „Kriegsverbrechen“ sein. Sie betonte auch die Verwendung von Sturmgewehren durch die israelischen Amee (IDF), „die Kugeln mit hoher Geschwindigkeit abfeuern„.

Laut einer Aussage von Ärzte ohne Grenzen (MSF) vom 19. April sind die Verletzungen durch die Kugeln, die die IDF benutzt, „ungewöhnlich schwer und verheerend“ und werden „die meisten Opfer mit ernsten und langfristigen körperlichen Behinderungen zurücklassen.

Zwischen dem 30. März und dem 23. Mai musste an 40 Menschen, die von der IDF erschossen wurden, eine Amputation der Arme oder Beine durchführt werden, darunter mindestens drei Kinder.

Human Rights Watch interviewte am 14. Mai neun Menschen, die der Gewalt der IDF zum Opfer fielen. An diesem Tag wurden neun Journalisten erschossen und sechs Kinder getötet.

Ich sah, dass ein Mann blutete und ging langsam auf ihn zu. Mein Rücken war auf den Zaun gerichtet, niemand war um mich herum, warf Steine oder irgendetwas anderes. Dann traf eine Kugel meinen Rücken von rechts und ging durch meine Brust durch„, erzählte ein Mann ihnen.

Es gab keine Krankenwagen, denn sie konnten wegen der Schießerei nicht zu uns kommen„, fügte er hinzu.

Israel behauptet, die Hamas würde die in Gaza Gefangenen zu den Protesten animieren und als menschliche Schutzschilde benutzen, die übliche Lüge der Zionisten. Ist nur eine Ablenkung von ihren Verbrechen und eine Umkehrung, wer hier das Opfer und wer der Täter ist.

Wie wenn Demonstranten auf der anderen Seite des Stacheldrahts und der Minenfelder, die höchstens Steine werfen, eine Bedrohung für die israelische Armee und die Sicherheit Israels wären.

Die unbewaffneten Demonstranten in Gaza stehen Hunderte von Metern vom Gefängniszaun entfernt, werden aber von Scharfschützen mit scharfer Munition erschossen. Das ist was wirklich passiert.

Es ist ein Beweis für den Mut der Palästinenser, dass sie weitergemacht haben und auch ein Zeugnis der Verzweiflung darüber, wie hoffnungslos und schlimm ihre Situation ist.

Sie haben Tausende von Frauen und Männern gesehen, darunter Mediziner, die erschossen und verletzt oder getötet wurden. Und dennoch gingen die Palästinenser Woche für Woche weiter demonstrieren und protestierten gegen ihre Unterdrückung.

Um das, was mit den Palästinensern passiert, richtig zu verstehen, muss man nur die Situation umdrehen.

Man stelle sich vor, 1,2 Millionen Juden würden als Gefangene in einem Open-Air-KZ schon seit 70 Jahren unter unmenschlichen Bedingungen wie Tiere gehalten werden, und wenn sie gegen ihre Gefangenschaft protestieren, würden die Wachen auf sie schiessen und dabei 130 ermorden und Tausende verletzen.

Der Aufschrei der Weltgemeinschaft wäre ohrenbetäubend und man würde sofort eine internationale Militäraktion in die Wege leiten, um das Morden zu stoppen und die Gefangenen zu befreien.

So aber passiert nichts, rein gar nichts, ausser eine nicht bindende Verurteilung Israels durch die UN-Mitgliedsländer, die nur eine moralische Wirkung hat, aber keine praktische.

Solange Washington Israel vor allen Konsequenzen seiner Verbrechen schützt, ändert sich nichts. Im Gegenteil, Israels kriminellen und völkerrechtswidrigen Handlungen werden immer härter, blutiger und noch brutaler gegen die Palästinenser.

Diese Unterdrückung der Palästinenser und das Morden darf keine Zukunft mehr haben. Die Situation muss sich drastisch und so schnell wie möglich ändern. Diese Verurteilung Israels durch die UN-Generalversammlung ist ein kleiner, aber positiver Schritt in die richtige Richtung.

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