Russland: Haben Beweise, dass Giftgas-Angriff britische Inszenierung war

Russland beurteilt den angeblichen Giftgas-Einsatz in Syrien als eine von Großbritannien inszenierte Provokation.

Der russische Außenminister Sergej Lawrow im UN-Sicherheitsrat. (Foto: dpa)

Erstmals berichten westliche Nachrichtenagenturen ausführlich über eine russische Mitteilung, wonach der angebliche Giftgas-Angriff in Syrien eine Inszenierung Großbritanniens gewesen sein könnte. Sie soll von den unter anderem vom deutschen Steuerzahler, der britischen Regierung und der US-Regierung finanzierten Weißhelmen ausgeführt worden sein.

Konaschenkow präsentierte bei einer Pressekonferenz laut russischen Staatsmedien in Moskau ein Video, auf dem zwei angebliche Ärzte eines Krankenhauses berichten, dass in einem Haus in Duma ein Brand ausgebrochen sei. Mehrere Personen, darunter Kinder, hätten Atemprobleme wegen der Rauchentwicklung gehabt. Sie seien im Krankenhaus behandelt worden, Plötzlich seien fremde Personen mit Videokameras aufgetaucht, die gerufen hätten, es handle sich um Giftgas. Darauf sei Panik unter den Patienten ausgebrochen. Einige Personen, die nicht medizinisch ausgebildet waren, hätten die Kinder mit Asthma-Spray behandelt. Andere hätten die Kinder mit Wasser übergossen.

Ob diese russische Darstellung zutreffend ist, ist von unabhängiger Seite nicht zu verifizieren.

Die US-Regierung reagierte erstaunlich zurückhaltend: Man sei „in höchstem Maße überzeugt“, dass „Syrien eine Verantwortung bei den Ereignissen“ trage. Auch Russland trage eine Verantwortung dafür, dass solche Anschläge verhindert werden müsste. Die russische Behauptung, der Angriff sei lediglich inszeniert worden, sagte die Sprecherin des Weißen Hauses, Sarah Sanders, am Freitag: „Unsere Geheimdienste sagen uns etwas anderes“, sagte Sanders mit Blick auf die russische Darstellung. „Mehr kann ich dazu nicht sagen.“

Ähnlich allgemein äußerte sich die Sprecherin des US-Außenministeriums. Es bestehe ein „sehr hohes Maß an Überzeugung“, dass Syrien für den Angriff verantwortlich sei, sagte Heather Nauert. „Wir können sagen, dass die syrische Regierung hinter dem Angriff steckt.“ Auf die Frage, ob es Beweise dafür gebe, sagte sie „ja“. Es werde aber noch geprüft, welche Chemikalien verwendet worden seien.

Bisher hatten die internationalen Agenturen derartige Mitteilungen aus Russland kaum beachtet, mit spitzen Fingern angefasst oder aber in die Berichterstattung so eingebettet, dass der Eindruck einer russischen Übertreibung entstehen könnte.

Nun berichtet die AFP:

Die russische Armee beschuldigt Großbritannien der „direkten Beteiligung“ am mutmaßlichen Giftgasangriff in Syrien. Sie habe „Beweise“, die eine „direkte Beteiligung Großbritanniens an der Organisation dieser Provokation in Ost-Ghuta belegen“, sagte der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Generalmajor Igor Konaschenkow, am Freitag in Moskau. London habe bei der Inszenierung des mutmaßlichen Giftgasangriffs „starken Druck“ auf die syrische Zivilschutzorganisation der Weißhelme ausgeübt.

Hier geht es weiter:

https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2018/04/13/russland-haben-beweise-das-giftgas-angriff-britische-inszenierung-war/

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