Geologen prognostizieren Spaltung Eurasiens: Kontinent driftet auseinander

 

Russische Wissenschaftler prognostizieren, dass der größte Kontinent der Welt in rund 20 Millionen Jahren in zwei Stücke auseinanderdriften wird. Die schwächste Stelle des Festlandes ist demnach der Baikalsee.

Wissenschaftler von dem Institut für Geologie und Mineralogie der Russischen Akademie der Wissenschaften und der Staatlichen Universität Nowosibirsk sind zu dem Schluss gekommen, dass Eurasien in rund 20 Millionen Jahren nicht mehr als Ganzes existieren wird. Eigentlich erforschten die Gelehrten die Geschichte des tiefsten und ältesten Süßwassersees des Planeten.

Zuvor hatte man noch nie eine vollständige Studie der Baikal-Riftzone unternommen: Erforscht worden waren lediglich deren einzelne Teile. Eine verallgemeinernde Abhandlung hatte nur zu dem zentralen Teil der Region – und zwar der Baikalsee-Senke – vorgelegen.

Außerdem waren die meisten gesammelten Daten ausschließlich auf Russisch und somit für ausländische Wissenschaftler nicht zugänglich (Schweres Seebeben im Osten Russlands – weitere Beben im Yellowstone – Erdkruste im Pazifik zeigt Risse (Nachtrag & Videos)).

 

Die neue allumfassende Studie ist in den Fachzeitschriften „Nauka w Sibiri“ und „Gondwana Research“ zu lesen. Die Abhandlung befasst sich allerdings nicht nur mit der Geschichte des einmaligen Sees, sondern sie gewährt auch Einblick in seine noch weit entfernte Zukunft.

Tektonik

Der Baikal-Graben bzw. die Baikal-Riftzone ist eine divergierende Plattengrenze unter dem Baikalsee im Süden Sibiriens in Russland. Sie entwickelte sich über Jahrmillionen von einer Schwächungszone zu einem Grabenbruch, und verbreitert und vertieft sich nach wie vor um etwa zwei Zentimeter pro Jahr (Warum die Erdbeben in Mexiko so gefährlich sind – mehrere globale Nachbeben (Video)).

Die Zone entstand durch das Auseinanderdriften der Eurasischen Platte und der Amurplatte, hervorgerufen durch die Kollision mit der weit südlich gelegenen Indischen Platte, die wie ein Keil die genannten Platten auseinanderdrückt. Die Amurplatte bewegt sich mit vier Millimetern pro Jahr in Richtung Japan.

Der Riss ist etwa 1600 Kilometer lang, fast sechs Kilometer tief und mit Sedimenten aufgefüllt. Daher reicht der Baikalsee „nur“ bis in 1642 Meter Tiefe.

Wie bei allen Grabenbrüchen ist die Kruste unter dem Baikalsee relativ dünn, wodurch Thermalquellen sowohl an Land als auch unter dem Baikalsee vorhanden sind, obwohl bisher keine Hinweise für Vulkanismus in unmittelbarer Nähe des Sees gefunden wurden.

Jedoch ist in, mit geologischen Maßstäben betrachtet, jüngster Zeit vulkanische Aktivität aufgetreten, die der Baikal-Riftzone zugeordnet werden kann.

Literatur:

Die Erde im Umbruch: Katastrophen form(t)en diese Welt. Beweise aus historischer Zeit von Hans-Joachim Zillmer

Supervulkan von Maria Livingstone

Erdbeben von Philip Lathrop

San Andreas von Bob Ducsay

Quellen: PublicDomain/Wikipedia/deutsch.rt.com am 29.09.2017

https://www.pravda-tv.com/2017/09/geologen-prognostizieren-spaltung-eurasiens-kontinent-driftet-auseinander/

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