Deutsch ist keine „Restesprache“: Abgeordnete machen sich für Stärkung der deutschen Sprache stark

Eine Abgeordnetengruppe aus Union und SPD macht sich für die Stärkung der deutschen Sprache im In- und Ausland stark. In allen internationalen Institutionen solle deutsch stärker genutzt werden, heißt es in dem Schreiben. Auch im eigenen Land müsse die deutsche Sprache konsequent genutzt werden.

Eine Abgeordnetengruppe aus Union und SPD macht sich für die Stärkung der deutschen Sprache im In- und Ausland stark.

Die Parlamentarier haben einen AFP am Donnerstag vorliegenden Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) geschrieben, in dem sie die „Durchsetzung der gleichberechtigten Verwendung der deutschen Sprache als Arbeitssprache in den Organen der Europäischen Union“ verlangen.

Auch in allen internationalen Institutionen solle deutsch stärker genutzt werden, heißt es in dem Schreiben von Bundestagsvizepräsident Johannes Singhammer (CSU), dem Vorsitzenden des Bundestags-Europa-Ausschusses, Günther Krichbaum (CDU), und SPD-Fraktionsvize Axel Schäfer. Auch im eigenen Land müsse die deutsche Sprache konsequent genutzt werden.

„Wir sollten alles daran setzen, dass nicht der Eindruck entsteht, Deutsch werde zu einer Art ‚Restesprache‘ herabgestuft“, schrieben die drei Politiker.

Krichbaum, Schäfer und Singhammer verlangen konkret, dass mit Bundesgeldern geförderte Forschungsergebnisse immer auch in deutscher Sprache veröffentlicht werden. In der Bundesrepublik stattfindende Tagungen sollten zudem nur noch dann mit deutschen Steuergeldern unterstützt werden, wenn Deutsch zumindest eine der Konferenzsprachen ist.

Außerdem verlangen die drei Parlamentarier, dass in den deutschen Exzellenzuniversitäten bei den Master-Studiengängen Vorlesungen und Prüfungen immer auch in deutscher Sprache angeboten werden. Und sie dringen darauf, dass Mitglieder der Regierung „bei Anlässen aller Art grundsätzlich deutsch sprechen“.

In seinem Antwortschreiben stimmt Kanzleramtsminister Peter Altmaier (CDU) den drei Abgeordneten darin zu, dass „die deutsche Sprache das wichtigste Instrument für kulturelle Identifikation und gelingende Integration ist“. Auch setze sich die Bundesregierung bereits seit Jahren für eine angemessene Verwendung der deutschen Sprache bei den Institutionen der EU ein. Auf die konkreten Vorschläge der Parlamentarier geht Altmaier aber nicht ein.

Über den Briefwechsel, der bereits im Frühjahr stattgefunden hatte, hatte zuvor die „Süddeutsche Zeitung“ vom Donnerstag berichtet. Demnach haben sich Singhammer, Krichbaum und Schäfer auch mit dem deutschen EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger getroffen. (afp)

http://www.epochtimes.de

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