Wien: Nach Wut-Video zu Donauinsel-Vergewaltigung durch jungen Afghanen – Familienvater gefeuert – Patrick Fida traf Strache und Kern

Von Steffen Munter4. July 2017 Aktualisiert: 4. Juli 2017 20:41

Das Wut-Video, welches keinerlei Unhöflichkeiten, Schimpfworte oder gar „Hate Speech“ enthielt, wurde auf Facebook Zigtausende Mal geteilt und kostete dem jungen Familienvater den Job. Unerwartet erhielt er jedoch Unterstützung durch HC Strache und die FPÖ. Später kam es sogar zu einem Treffen mit Bundeskanzler Kern. Letztendlich überdachte der SPÖ-nahe Arbeitgeber die Kündigung noch einmal und zog sie zurück.

Foto: Screenshot Youtube / Carl Court/Getty Images / Comp. EPT

Am heutigen Dienstag kam es anlässlich der medialen und politischen Turbulenzen um ein Wut-Video anlässlich einer versuchten Vergewaltigung auf dem Wiener Donauinselfest zu einem Treffen des Video-Drehers mit FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache.

Der junge Mann hatte sich auf Facebook Luft darüber gemacht, dass der 18-jährige afghanische Täter nach kurzer Haft wieder freigelassen wurde. Ohne zu hetzen, ohne zu beleidigen, sprach er seine Meinung und sein Unverständnis für die Freilassung aus.

„Wie kann das sein, dass ein afghanischer Flüchtling am Donauinselfest ein Mädel vergewaltigt und dann freigelassen wird?“

(Patrick Fida auf Facebook)

Eine gute Bekannte des jungen Manns aus Florisdorf wurde vor einiger Zeit Opfer eines sexuellen Übergriffs.

„Ich habe im Radio über den Vorfall gehört. Und auch, dass der Verdächtige gleich wieder freigelassen wurde“, so Patrick Fida zu „Heute“. „Ich musste das Video einfach machen.“

Beim Video trug er zufällig ein T-Shirt mit Firmenlogo. Dafür wurde er von seinem Arbeitgeber, der nach „OE24“ am finanziellen Tropf der SPÖ  hängt fristlos entlassen.

In vorauseilendem Gehorsam und einer schlimmen Form von Vorverurteilung schrieb der Arbeitgeber, die GWS Krankenbeförderung GmbH nach der Entlassung eine … „Stellungnahme zum Propaganda Video von P. Fida“:

https://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=231940027319075&id=100015092370034

Die „Stellungnahme“ endet mit der Hoffnung aufklärend gewirkt zu haben und dem Hinweis:

„Vielleicht war Herrn Fida, jener Moment im Auto, als er sein Propaganda-Video drehte und dabei noch seine Uniform anhatte nicht klar in welchen Konflikt er uns damit automatisch ziehen würde. Es ändert jedoch leider nichts an der Tatsache, dass diese Handlungsweise vom Unternehmen nicht unterstützt geschweige denn geduldet werden kann.“

Es scheint allerdings bedenklich, dass derartige neutral und nicht beleidigend gehaltene, sachliche Meinungsbekundungen als „Propaganda“ angesehen werden.

Da ändert es auch nichts mehr, dass im Statement explizit erklärt wird, dass man nicht gegen freie Meinungsäußerung sei.

Strache bietet juristische Unterstützung an

Daraufhin lud FPÖ-Chef HC Strache Patrick Fida in die Wiener FPÖ-Zentrale ein und sicherte ihm juristische Unterstützung zu. Man werde dem jungen Vater helfen, „wieder auf die Beine zu kommen.“

Bereits am Montag zeigte sich Strache empört über den Versuch, jegliche Kritik mundtot zu machen.

https://www.facebook.com/plugins/post.php?href=https%3A%2F%2Fwww.facebook.com%2FHCStrache%2Fposts%2F10155099800428591&width=500

Treffen mit SPÖ-Kanzler Kern

Durch den politischen Rückenwind und das große öffentliche Interesse am Fall, wollte sich offenbar auch Christian Kern mit dem jungen Kritiker treffen, nachdem ja sein Wut-Video hauptsächlich an ihn gerichtet war. Österreichs Bundeskanzler und SPÖ-Chef Christian Kern zeigte Bürgernähe und traf sich mit dem kritischen Vater einer zweijährigen Tochter zum Vier-Augen-Gespräch. Anschließend sagte Kern im Video, wie „Heute“ berichtet:

„Ich habe Patrick als sehr engagierten jungen Mann kennengelernt, der eine kritische Frage gestellt hat, die ich auch stellen würde.“

(Bundeskanzler Kern)

Dabei sei es „völlig inakzeptabel, dass es einen Vergewaltigungsversuch gibt, der Täter auf frischer Tat erwischt wird, und wir werden den nicht sofort in Untersuchungshaft nehmen“, so der Regierungschef, der sagte, dass er kein Verständnis dafür habe, dass jemand wegen dieser Meinung sofort entlassen werde.

Ich bin froh, dass der Arbeitgeber hier die Konsequenzen gezogen und die Entscheidung nochmal überdacht hat.“

(Bundeskanzler Kern, SPÖ-Chef)

Der Fall – Angetanzt, eingekreist, verfolgt und ins Gebüsch gezerrt

In der Samstagnacht, 24. Juni 2017, gegen 23 Uhr, kam es beim Wiener Donauinselfest zu einer versuchten Vergewaltigung gegenüber einer 21-Jährigen.

Vor einer Bühne umzingelte eine Männergruppe angetanzt und eingekreist. Als ein 18-jähriger Afghane sie dabei umklammerte und an den Brüsten und im Intimbereich begrapschte, riss sich die junge Frau los und flüchtete aus der Menge. Dabei wurde sie von einem 18-jährigen Afghanen verfolgt, der sie kurz darauf in ein Gebüsch zerrte. Dort setzte er sich auf sie und riss ihr das T-Shirt vom Leib. Dann wollte er sie vergewaltigen.

Der Vorfall wurde von Zivilpolizisten de Einsatzgruppe gegen Straßenkriminalität bemerkt, die im letzten Moment einschreiten konnten und das Opfer von dem jungen Afghanen befreiten:

Die Polizisten sind dann sofort eingeschritten und haben den Mann festgenommen.“

(Harald Sörös, Polizeisprecher)

Nach der Personalienaufnahme und einer Anzeige im Gepäck wurde der 18-Jährige von der Staatsanwaltschaft bereits am Sonntagabend wieder laufen gelassen.

Den Vergewaltigungsversuch hatte er zudem bestritten. Die junge Frau sei ihm freiwillig gefolgt und habe einvernehmlich mit ihm getanzt. Dabei seien sie beide zu Sturz gekommen und ins Gebüsch gefallen, berichtete „Die Presse“.

Eine Behördensprecherin sagte, dass für die Staatsanwaltschaft „kein dringender Tatverdacht erkennbar ist“, so Nina Bussek. Außerdem handele es sich bei dem 18-Jährigen um einen jungen Erwachsenen, bei dem noch strengere Maßstäbe für die Verhängung von Untersuchungshaft vorliegen würden.

Bald danach entstand das Wut-Video angesichts dieser Entwicklung im Fall. Inzwischen wurde der junge Afghane wieder in Haft genommen, offenbar erst nach politischer Intervention durch den Bundeskanzler.

http://www.epochtimes.de

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