Italien: Moslemmigrant verhaftet wegen Verbreitung von Terrorpropaganda und Aufrufen zum Mord an „Ungläubigen“

Von Steve Scherer für www.Reuters.com, 19. Juni 2017

Am Montag wurde in Italien ein 27 Jahre alter irakischer Asylbewerber verhaftet, weil er Material des Islamischen Staates verbreitete und sagte, das man jenen, die nicht an den Islam glauben „den Hals aufschneiden sollte“, so die Polizei.

Ein Gericht in Süditalien ordnete die Verhaftung des Mannes an wegen des Verdachts auf internationalen Terrorismus und dem Aufruf, die Gesetze zu brechen, wie es in einer Stellungnahme hiess.

Der Mann versuchte laut Polizei andere Asylbewerber, die in der selben staatlichen Unterkunft in der süditalienischen Stadt Crotone wie er lebten dazu anzustacheln „Gewalttaten mit terroristischen Zielen“ zu begehen. In Bezug auf das Selbstmordattentat auf ein Popkonzert in Manchester, wo 22 Menschen starben, hieß es:

„Der Iraker – der als gewalttätig und kriminell gilt – feierte den kürzlichen Terroranschlag in Manchester.“

In einem abgehörten Telefongespräch zwischen dem nun in Haft sitzenden Mann und seiner Schwester sagte er, dass er dazu aufgerufen wurde, in seinem Land in den „heiligen Krieg“ zu ziehen, entschied sich aber dazu in Italien zu bleiben, um es den „Ungläubigen heimzuzahlen“, denen „die Hälse aufgeschnitten werden sollte“.

Die Polizei gab keine weiteren Details bekannt und sagte, weitere Entscheidungen zum Fall würden später am Tag getroffen.

Der Fall wird dazu beitragen, die immer bittere politische Debatte in Italien zum Staatsbürgerschaftsrecht und der Handhabung der in Booten ankommenden Migranten hinsichtlich der erwarteten landesweiten Wahl noch in diesem Jahr weiter anzuheizen.

Über das Wochenende wurden etwa 1.500 Migranten vor der libyschen Küste aus unsicheren und überfüllten Booten geholt und mit Hilfe von Rettungsschiffen nach Italien gebracht.

Italien befindet sich an der Front von Europas Migrationskrise, vor allem nachdem die Vereinbarung zwischen der Europäischen Union und der Türkei im letzten Jahr die Überquerungen nach Griechenland fast vollständig gestoppt hat.

In den letzten drei Jahren kam eine halbe Million Menschen über Italien nach Europa, von denen es sich bei vielen um Moslems aus Nordafrika und dem Mittleren Osten handelt, wobei die Ankünfte per Boot im Jahr 2017 im Vergleich zum Vorjahr bereits über 17 Prozent angestiegen sind.

In italienischen Unterkünften leben fast 200.000 Asylbewerber, wo sie auf eine Anhörung zur Anerkennung ihres internationalen Schutzstatus warten.

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