Sie verstecken sich hinter Lügen und haben die Ehrlichkeit verbannt

Es ist für mich mal wieder an der Zeit, eine Begrifflichkeit etwas genauer unter die Lupe zu nehmen und dieser in ihrer Bedeutung den entsprechenden „Ehrenplatz“ einzuräumen. Es handelt sich um die sogenannte „Ehrlichkeit“. Unsere eigene, und selbstverständlich die von anderen. Wie könnte es auch anders sein, als dass ausgerechnet dieses Wort das ehrlichste unter den unehrlichsten geworden ist, wenn man die Bedeutung, den Sinn dahinter erkennt und diesen durchleuchtet. Daher bitte ich nun jeden, beim Lesen doch einmal „in sich“ zu gehen und hineinzufühlen, was einem selbst dieses Wort eigentlich bedeutet.

Su.S.

Worte ohne Taten sind im Grunde genommen bedeutungslos. Sie sind wie Schall und Rauch, denn jeder von uns definiert etwas anderes damit und schafft sich seine eigene Realität dadurch. Oder doch nicht? Es gibt zumindest Worte, die eine große „Macht“ besitzen und gewaltige Emotionen bei anderen Menschen auslösen – zumindest solange man diesen Menschen nicht dabei ganz tief in die Augen schaut und etwas anderes als das Gesagte erkennt. Aber dazu später etwas mehr.

Warum wird nun dieses Wort „Ehrlichkeit“, dieser Begriff, eigentlich so gerne und so oft von uns in den verschiedensten Situationen benutzt und nicht selten auch besonders hervorgehoben? Stellt es bereits den Anfang einer großen „Lüge“, oder besser: dieser Illusion in uns dar, und dient dieses Wort mit seiner umgangssprachlichen Bedeutung von „Wahrhaftigkeit, Gradlinigkeit, Rechtschaffenheit, Aufrichtigkeit, Freiheit von Heuchelei und Lüge, Offenheit und Tugendhaftigkeit“ deshalb vielleicht zur Selbsttäuschung eines jeden? Schauen wir mal hinter die Fassade…

Unsere Politiker haben es sich seit langem schon allesamt auf ihre Fahnen geschrieben, mit diesem Wort „Karriere“ machen zu können. Es dient ihnen dazu, Wählerstimmen einzufangen und Menschen damit zu überzeugen. Auch die sogenannten „Spirituellen“ haben es sich längst zu Eigen gemacht, damit „für sich“, also für ihre Überzeugung (oder „Erleuchtung“?) zu werben, und, nicht zu vergessen, vor allem immer noch die dominierenden „Normalos“ unter uns, unsere alltäglichen „Freunde“, Bekannte und Begleiter (die wir auch selber wieder für andere sind), die uns immer und immer wieder damit weismachen wollen, wie wichtig, wie ehrlich und deshalb wie unentbehrlich sie doch allesamt seien.

Gucken wir aber mal selbst tief in den Spiegel (zumindest die meisten von uns) und erkennen uns, so antwortet dieser schonungslos: „Ja, du weißt eigentlich schon, dass auch du nicht absolut ehrlich zu dir bist. Und damit bist du auch leider nicht zu deinen Mitmenschen ehrlich, mein lieber Freund!“Die Frage ist also, wie kommt dieser freche Spiegel nur dazu, mir so zu antworten? Aber möchte ich überhaupt wissen, was er mir sagt? Mir reicht doch, was ich „weiß“, und das ist nun mal: Ich bin aber „ehrlich“.

„Hust“… Entschuldigen Sie bitte, ich musste gerade etwas Kratziges weghusten…

Ja, es ist so einfach und doch leider so schwer. Es ist so klar und doch leider so undurchsichtig. Wer von uns stellt sich tatsächlich schon die nachfolgenden Fragen und überprüft sich selbst damit? Wohl die wenigsten.

Leben wir nach unserem Herzen? Leben wir nach unserem (Bauch-)Gefühl, nämlich so, was uns dieses in den jeweiligen Situationen „sagt“? Leben wir im Hier und Jetzt? Leben wir in diesem Zeitalter des technischen Fortschritts tatsächlich jeden Tag auch noch für einen gewissen Zeitraum (für ein/zwei Stunden) entspannt und ausgeglichen, oder leben wir „verzweifelt“ an allem vorbei, was uns Freude, Glück, Lebenswünsche und vor allem wieder Liebe bereitet? Nach dem, was „in uns“ ist und immer war, und uns als Mensch eigentlich auszeichnet und definiert?

Ich behaupte hier mal, dass der Egotrip bereits so weit in unser heutiges Leben Einzug genommen hat, dass dafür kaum bis gar keine Zeit mehr bleibt. Träume werden verdrängt. Geld regiert die Welt, Geld ist Macht. Friedrich Nietzsche sagte einst schon trefflich, Zitat: „Manchmal wollen die Menschen die Wahrheit nicht hören, weil sie nicht wollen, dass ihre Illusionen zerstört werden.“

Bitte hier weiterlesen:

https://buergerstimme.com/Design2/2017/05/sie-verstecken-sich-hinter-luegen-und-haben-die-ehrlichkeit-verbannt/

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2 Kommentare zu “Sie verstecken sich hinter Lügen und haben die Ehrlichkeit verbannt

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