Imad Karim an Margot Käßmann: „Diesen ‚Nazi‘, der in Ihrem Kopf geistert, habe ich NIE getroffen“

Ich finde es eigentlich erschreckend, wie sehr wir uns für solcherart Schwachsinn, der in die Köpfe reingehämnmert wird, ohne daß das Gehirn der jeweiligen Leute angeknipst wird, rechtfertigen müssen.
Und oft genug auch mit Halbwahrheiten.
Imad Kamin sagt einiges Wichtige, dennoch stimme ich nicht vollends mit ihm überein.
R.
„Diesen ‚Nazi‘, der in Ihrem Kopf geistert und vor dem ich seit 40 Jahren gewarnt werde, habe ich NICHT und NIE getroffen.“ Der libanesische Regisseur Imad Karim kontert Margot Käßmanns umstrittene Kirchentag-Rede.
Der libanesisch-stämmige Filmregisseur Imad Karim veröffentlichte eine neuen "Brief an Deutschland". Foto: Screenshot Facebook / Imad Karim

„Zwei deutsche Eltern, vier deutsche Großeltern: ‚Da weiß man, woher der braune Wind wirklich weht.“ Dieser Satz von Margot Käßmann auf dem Kirchentag hat viel Wirbel nach sich gezogen. Käßmann hatte damit die Forderung der AfD nach einer höheren Geburtenrate der deutsch-stämmigen Bevölkerung kritisieren wollen, die sie mit dem kleinen „Arierparagrafen der Nationalsozialisten“ verglich. Interpretiert wurde der Satz dann so, als seien alle Menschen mit vier deutschen Großeltern potentiell rechtsextrem. (Siehe HIER.)

Auch der libanesische Filmregisseur Imad Karim, seit 1977 in Deutschland, antwortete darauf.

Auf Facebook schrieb er:

„Zu Ihrer Aussage über zwei + vier = braun!“

„Sie, verehrte Frau Margot Käßmann und mit Ihnen diese selbsternannten Eliten in diesem Land betreiben und sicherlich unbewusst, im Namen einer PSEUDOHUMANITÄT eine grausame Entmenschlichung des eigenen Ich und der Deutschen, weil Sie Deutsche sind und weil sie Deutsche sind.

Aber wie bereits erwähnt, wir können andere erst entmenschlichen, nachdem wir UNS zuvor entmenschlicht haben. Es gibt nichts Hässlicheres als den Rassismus, den Rassismus gegenüber dem eigenen Ich und den Mitmenschen des eigenen Kulturkreises.

Seit 40 Jahren lebe ich in Ihrer Heimat, die zu meiner Heimat und vor allem zur Heimat meiner Werte geworden ist. Diesen „Nazi“, der in Ihrem Kopf geistert und vor dem ich seit 40 Jahre lang gewarnt werde, habe ich NICHT und NIE getroffen.

Frau Käßmann, Hitler ist tot, mausetot, und mit ihm alle Rassisten. Die paar Ewiggestrigen kann unsere gesunde Demokratie aushalten – es sei denn Sie machen sie, diese Demokratie, mit Ihren extremen Statements zuvor kaputt.

Wissen Sie Frau Käßmann, für mich bedeutete Integration bereits vor vierzig Jahren, diesem Land mit Gewissen, Herzen und Verstand zu begegnen und mich ihm und seinen Menschen zu öffnen.

Heute gelten Leute wie ich längst als nicht mehr integriert. Und warum nicht? Weil wir uns weigern, auf diesem Land und seinen Menschen mit herumzutrampeln.

Wie könnte ich das auch tun und mit den ERHABENEN auf ihm und seinen Menschen trampeln? Wie könnte ich das verantworten? Vor meinem Gewissen, meinem Herz und meinem Verstand verantworten?

Ich habe in meinem bescheidenen Leben viele Kriege, viele Kriegsparteien durchlebt und viele Feinde gesehen, erlebt und überlebt. Die Feinde des eigenen Ich waren mir immer die hässlichsten und grausamsten unter ihnen!

Hätte ich juristisch gute Aussicht, würde ich Sie, Frau Margot Käßmann, wegen Volksverhetzung verklagen, egal ob Sie das gesamte Volk oder die AfD mit ihrer rund 10% Wählerschaft gemeint haben.

Mich mit Ihnen juristisch auseinanderzusetzen wäre meine Pflicht, den Deutschen und Deutschland, der Heimat meiner Werte, gegenüber.

Opportunismus und Populismus haben viele Gesichter, Sie sind leider eins davon!
Guten Tag geehrte Frau Käßmann!“

Imad Karim

http://www.epochtimes.de

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