Deutscher Veteranen-Bund ehrt gefallene Soldaten der Bundeswehr – Politiker bleiben fern

Logisch bleiben die fern. Sie haben mit all dem nichts zu tun. Sie kassieren nur ihre Diäten und sind folgsamste Erfüllungsgehilfen der Nato und deren Hintermänner. Feine Sache das, so hält man sich bedeckt, wenn es um einheimische Soldaten geht, die diese Befehle ausführen müssen. Ganz im Gegensatz zu dem in rot gekennzeichneten Zeilen. R.

Bei einer Mahnwache für alle gefallenen Bundeswehrsoldaten am Wochenende in Berlin zeigte sich kein einziger Politiker. Mit einem offenen Brief brachte ein Mitglied des Veteranen-Bundes nun seine Enttäuschung zum Ausdruck.
Ehrung gefallener Soldaten

Vergangenes Wochenende war Berlin Schauplatz zweier Großereignisse. Zum einen fand der Kirchentag statt, zum anderen das DFB-Pokalfinale.

Gleichzeitig hatte aber auch der „Bund Deutscher EinsatzVeteranen“ zu einer Mahnwache zum Gedenken aller gefallenen Bundeswehrsoldaten aufgerufen. Worüber die Organisatoren allerdings enttäuscht waren, war der Umstand, dass kein einziger deutscher Politiker an der Veranstaltung teilnahm.

Nun schrieb Vereinsmitglied und Herausgeber des Buches „Die unsichtbaren Veteranen“, Björn Schreiber, einen offenen Brief an die im Bundestag vertretenen Parteien, um seiner Enttäuschung Ausdruck zu verleihen. Darin heißt es:

„So sehr ich die Begeisterung für Fußball teile und auch die Freude der Teilnahme an Veranstaltungen des DEKT nachvollziehen kann, so ist es ein Zeugnis des gesamtgesellschaftlichen „freundlichen Desinteresses“ an Soldatinnen und Soldaten, das Ihre Damen und Herren Abgeordnete dadurch gezeigt haben: Diese sind es nämlich, die aufgrund des Parlamentsbeteiligungsgesetzes Soldatinnen und Soldaten in Auslandseinsätze entsandt haben und immer noch entsenden (oder entsprechend dagegen votieren) und dadurch neue Veteranen hervorbringen.

Bisherige Lippenbekenntnisse wie die des ehemaligen Verteidigungsministers de Maizière im Jahr 2012 im Bundestag sowie die im Koalitionsvertrag auf S. 123 niedergeschriebenen Worte sind bislang ohne sichtbare und deutliche Aktivitäten geblieben: Das angekündigte Veteranenkonzept scheitert nach wie vor an einer vom Ministerium festgelegten Definition (hier wird der Schwarze Peter den Verbänden zugeschoben, die sich nicht einig seien) und der Platz der Bundeswehr in der Mitte der Gesellschaft ist Dank der Aussagen der jetzigen Amtsinhaberin in weiter Ferne.

‚The greatest casualty is being forgotten!‘

Ich frage Sie ganz offen: Wo waren Ihre Abgeordneten, um zu zeigen, dass sie sich ihrer Verantwortung bewusst sind?

Mit besten Grüßen
Björn Schreiber“

Im Koalitionsvertrag ist laut dem Bund deutscher EinsatzVeteranen niedegeschrieben: „Wir treten dafür ein, das Verständnis für die Besonderheiten des Soldatenberufes zu erweitern und so die breite Anerkennung für den Dienst in den Streitkräften sicherzustellen. Feierliche Gelöbnisse etwa sind Ausdruck der Verankerung der Bundeswehr in der demokratischen Gesellschaft. Die Koalition unterstützt den fortgesetzten Dialog der Bundeswehr in und mit der Gesellschaft. Die Verantwortung für unsere Veteranen wollen wir gemeinsam tragen. Dies gilt auch für die Fürsorge für Verwundete und Versehrte und die würdige Gestaltung der Erinnerung an unsere Gefallenen und Toten.“

https://www.facebook.com/plugins/post.php?href=https%3A%2F%2Fwww.facebook.com%2FEinsatzVeteranen%2Fposts%2F1404277939641347&width=500

Um in Zukunft stärker auf das Problem aufmerksam zu machen, plant der Bund Deutscher EinsatzVeteranen, nach der Bundestagswahl alle Abgeordneten anzuschreiben und sie einzuladen.

In den USA hat man offenbar ein ganz anderes Bewusstsein, wenn es um die Ehrung gefallener Soldaten geht. „DERWESTEN“ schreibt: „Dass es bei der Wertschätzung für Veteranen auch anders geht, haben am Montag die USA eindrucksvoll unter Beweis gestellt: Bei Veranstaltungen zum ‚Memorial Day‘ wurde mit Paraden, Gottesdiensten, Gedenkfeiern in öffentlichen Gebäuden der gefallenen Soldaten gedacht – und das nicht nur in Washington, der Hauptstadt, sondern im ganzen Land.“

http://www.epochtimes.de

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