Philippinisches Militär unter Kriegsrecht: Zensur der Presse und sozialen Medien angekündigt

Nach der Verhängung des Kriegsrechts über die südliche Region Mindanao hat das philippinische Militär Zensurmaßnahmen angekündigt. Zum Schutz der „nationalen Sicherheit“ sollten die Presse und die sozialen Medien zensiert werden.
Philippine President Rodrigo Duterte gestures during a press conference shortly after arriving from Singapore at Davao international airport in southern island of Mindanao early December 17, 2016.  
Duterte boasted again on December 16, he had killed criminals, as he vowed no let up in his war on drugs that has already claimed thousands of lives. But after flying home from Singapore to his southern hometown of Davao, Duterte outlined how, as city mayor in 1988, he and two policemen had shot dead three men who had collected a ransom payment for a kidnapped local woman. / AFP / MANMAN DEJETO        (Photo credit should read MANMAN DEJETO/AFP/Getty Images)

Nach der Verhängung des Kriegsrechts über die südliche Region Mindanao hat das philippinische Militär Zensurmaßnahmen angekündigt. Zum Schutz der „nationalen Sicherheit“ sollten die Presse und die sozialen Medien zensiert werden, sagte Brigade-General Restituto Padilla am Freitag vor Journalisten in Manila

Die Zensur könne eingesetzt werden, um „die Sicherheit von Leben zu gewährleisten“, den Einsatz von „kämpfenden“ Soldaten abzusichern und um die „nationale Sicherheit“ zu garantieren.

Präsident Rodrigo Duterte, der am Dienstag das Kriegsrecht über Mindanao verhängte, erlaubte sich unterdessen auf einem Militärstützpunkt einen Scherz über Vergewaltigungen. Zunächst führte er vor den Soldaten aus, sie sollten bei der Umsetzung des Kriegsrechts „einfach ihre Arbeit erledigen“. Er trage die Verantwortung und werde „mit dem Rest fertig werden“. Dann fuhr der Präsident fort: „Ich werde an eurer Stelle inhaftiert werden. Wenn ihr drei vergewaltigt, werde ich sagen, dass ich es war.“

Duterte ist bekannt für ordinäre Redensweise

Duterte wurde im Mai 2016 unter anderem wegen seiner Ankündigung zum Präsidenten gewählt, mit aller Härte gegen Drogenbanden im Land vorzugehen.

Seit seinem Amtsantritt wurden 2700 Menschen von der Polizei getötet, weitere 1800 Menschen von Unbekannten erschossen.

Im Wahlkampf äußerte er sich zur Vergewaltigung und Tötung einer australischen Missionarin in der Stadt Davao durch mehrere Angreifer bei einer Gefängnisrevolte im Jahr 1989.

Duterte, der damals die auf der Insel Mindanao gelegene Millionenstadt Davao regierte, sagte unter dem Gelächter seiner Anhänger: „Ich war wütend, dass sie vergewaltigt wurde, doch sie war so schön. Ich dachte, der Bürgermeister hätte der Erste sein sollen.“ (afp)

http://www.epochtimes.de/

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