Donald Trump: Warum er seine Wahlkampfversprechen nicht einhält

Immer wieder ging ich darauf ein, dass Trump sich im besten Fall mit seinen Feinden umgibt, um sie näher bei sich zu haben und damit besser kontrollieren zu können. Aber dieser beste Fall hat sich spätstens mit dem illegalen Angriff auf Syrien zerschlagen. Und leider haben sich fast alle meiner Annahmen als richtig erwiesen.

Donald Trump - Wikipedia / Michael Vadon

Donald Trump – Wikipedia / Michael Vadon

Allein die Tatsache, dass die Amtszeit von Trump erst wenige Monate alt ist, und man daher noch nicht ermessen kann, was er wirklich noch alles umsetzen wird, ist als positiver Aspekt bei der ganzen Sache zu bewerten. Aber wenn wir realistisch auf die jetzigen Gegebenheiten und das Erstarken des Tiefen Staates blicken, dann wissen wir, dass sich nichts, aber auch gar nichts geändert hat oder ändern wird.

Während diese Zeilen verfasst werden, versucht der Kongress in den USA gerade ein Haushaltsgesetz zu verabschieden, dass JEDWEDE Unterstützung für die Ambitionen und Politik Trumps zunichte machen wird – inklusive des Wahlkampfthemas der Grenzmauer zu Mexiko. Das jetzige Haushaltsgesetz versetzt Washington in die Lage, nur bis Ende September den Betrieb aufrecht zu erhalten, wobei sich die Trump-Administration weder gegen das eine (Verhinderung weiterer Ausbau der Grenzmauer), noch das andere (September) ernsthaft gewehrt hat.

Trump könnte eigentlich gerade mit Hilfe eines Regierungszahlungsstopps (goverment shutdown) seine Projekte durchziehen (aufgrund der Priorisierung im Falle eines Shutdowns, die dann durch die Administration erfolgt) und auch einen Ausgabenstopp bewerkstelligen. Stattdessen hat Trump weder das Versprechen Obamacare einzukassieren, die Grenzmauer weiter auszubauen (dessen Bau übrigens von Georg W. Bush begonnen wurde) oder die Finanzierung von Planned Parenthood zu stoppen, gehalten. Kein Wunder also, dass sich viele Trump-Wähler fragen, warum aus dem Wahlkampfpitbull ein handzahmer Pudel geworden ist.

Und auch bzgl. der Außenpolitik hat er sich von seiner Wahlkampfhaltung gegenüber NAFTA oder der NATO distanziert. Trump erkärte gar, dass er seine Entscheidungen so getroffen hat, weil er „ein Nationalist und ein Globalist“ sei. Ja, genau… Trump als „Nabalist“

Donald Trump hat sich davon verabschiedet, China weiter als Währungsmanipulator zu bezeichnen – etwas von dem viele glaubten, dass er dieses Thema weiterhin verfolgen würde. Ich denke, dass hier vielmehr Kalkül dahinterliegt. Denn Washingtons Bestreben Nord-Korea von der Landkarte zu tilgen, dürfte mit einem aufgebrachten und als Manipulator bezeichneten China dann doch etwas schwieriger sein. Dass sich die USA einen solchen Krieg nicht leisten können und ihn auch im Land selbst niemand haben will, scheint die Politkaste einmal mehr nicht zu interessieren. Chinas Schritt, seine Schutzhand über Nord-Korea wegzuziehen, bestätigt meine Annahme nur, dass auch der Osten bzw. dessen Strippenzieher (China, Russland, usw.) genau die gleichen globalistischen geopolitischen Interessen verfolgt wie der Westen. Das heißt, sie tun das, was ihnen von anderer übergeordneter Stelle gesagt wird. Wenn China weiter die jetzt eingegangene Haltung gegenüber Nord-Korea beibehält, dann ist ein offener Konflikt so gut wie sicher.

Trump hat während seiner Wahlkampagne immer wieder den Irakkrieg als Sumpf, Chaos und als etwas bezeichnet, das den USA nichts (ein)bringt. Wenn der Irak für Trump Chaos bedeutete, was wird dann erst Nord-Korea für eine „Erfolgsgeschichte“ werden? Mit einer weit besser ausgestatteten Armee, die zudem noch ideologisch verblendete Soldaten in ihren Reihen weiß? Ein Krieg mit Nord-Korea würde länger als der im Irak dauern und weit mehr Geld verschlingen. Aber vielleicht ist das genau der Punkt?

Die Frage, die sich wohl alle „Trumpianer“ stellen dürften, ist die, warum sich The Donald dermaßen gedreht hat? Warum er alle seine politischen Positionen seit November verlassen hat? Aus meiner Sicht gibt es genau zwei Gründe dafür:

Der Sündenbock

Trump wurde im Oval Office deswegen installiert, weil man alle Konservativen, all jene die die Prinzipien der Souveränität hochhalten und für Freiheit und Frieden eintreten, für das kommende Chaos als Sündenbock platzieren will. Daher war es auch verhältnismäßig leicht den Sieg Trumps und sein Verhalten vorherzusagen. Trump sitzt nur aus einem einzigen Grund im Weißen Haus: er soll den Konservatismus für alle Zeit zerstören.

Dies im Hinterkopf behaltend, muss man allerdings sagen, dass die Unterstützung Trumps durch konservative Kräfte nicht so vorbehaltlos, gehorsam und blind folgend eingetreten ist, wie es sich die IGE erhofft hatten. Es gibt immer mehr aus den Reihen Trumps, die sich kritisch, besorgt und aufmerksam mit seiner Politik beschäftigen. Leider heißt das nicht automatisch, dass die internationale Propaganda die „Sündenbocktheorie des Konservatismus“ damit beerdigt hat und sie nicht mehr zum gewünschten Zeitpunkt aus dem Hut zaubern wird. Viele verargumentieren, dass Trumps plötzliches Umschwenken die Idee negieren würde, dass Trump als „konservativer Sündenbock“ platziert wurde, weil er doch „aufgrund seiner Taten nicht wie ein Konservativer wirkt“. Diese Menschen sind sich der menschlichen Psychologie nicht bewusst.

Tatsache ist, dass Trump aus einer konservativen, nationalistischen Plattform heraus agiert und dass seine Rhetorik weiterhin dieses Bild bedient – selbst wenn seine Handlungen dies eben nicht tun. Die IGE werden ihn weiterhin als Konservativen bezeichnen und die Mehrheit der Menschen auf der Welt werden dieses Narrativ akzeptieren, da die Rhetorik oftmals stärker in den Köpfen wirkt als konkrete Ereignisse/Ergebnisse. Liberale werden beispielsweise nie davon weggehen, dass Trump ein Konservativer ist, da sie verzweifelt an der Rechtfertigung festhalten wollen, dass konservative Prinzipien per se „böse“ sind. Jeder Fehler, den Trump macht, selbst wenn diese mit konservativen Werten rein überhaupt nichts zu tun haben, werden dem Konservatismus und dem Nationalismus/Patriotismus angelastet werden.

Die ist der eine Grund, den ich sehe, warum Trump seine Positionen verlassen hat: das Schema die Freiheitsbewegung und die konservativen Kräfte zu kooptieren ist gescheitert. Trump wird die klassische Souveränitäts- und Selbstbestimmungsfrage, die so viele seiner Wähler gut hießen, nicht mehr spielen.

Der große Knall

Der zweite Grund für das Umfallen Trumps, sehe ich darin, dass offenbar er und seine Strippenzieher im Hintergrund nicht mehr länger die „konservative, souveräne Fassade“ hochhalten müssen, weil eine allumfassende Krise kurz bevor steht. Eine Krise, die so massiv sein wird, dass die Öffentlichkeit soweit abgelenkt sein wird, dass die IGE ihre Agenda ohne weiteres durchdrücken und gleichzeitig die Verantwortung für die Krise den Konservativen in die Schuhe schieben können.

Das Verhalten gegenüber Nord-Korea mag Teil dieses Ereignisses sein. Für sich genommen wäre ein Krieg gegen Nord-Korea ein verlustreicher regionaler Krieg, der die USA in den (offiziellen, nicht nur technisch gesehenen) Ruin treiben könnte. Es ist erstaunlich mit welcher Vehemenz an einer Spannungszunahme im Falle Nord-Koreas gearbeitet wird. Seit dem Irakkrieg haben wir eine solche sinnlose Rhetorik vom Weißen Haus nicht mehr gehört. In der Zeit Obamas mussten wenigstens noch irgendwelche fadenscheinige Gründe für einen Krieg her. Aber unter Trump scheinen nicht einmal diese mehr nötig zu sein, wenn es darum geht gegen Nord-Korea vorgehen zu können. Man hat fast den Eindruck, dass der Krieg schon im Kalender steht und deswegen auch stattfinden muss.

Jedoch glaube ich weiterhin, dass sich gerade eine größere Krise herausbildet, die von ökonomischer und globaler Natur sein wird. Zahlreiche künstlich erzeugte Finanzblasen, die in den letzten acht Jahren von den Zentralbanken der Welt erschaffen wurden, lassen nur noch die Frage nach dem WANN, nicht mehr nach dem OB zu. WANN wird das System die finale Stufe seines bereits eingesetzten Kollapses erreichen?

Das Verhalten der Trump-Administration mag nichts weiter als schlechtes Timing oder schlechte Planung der IGE sein. Vielleicht haben sie sich auch einfach nur verspekuliert. Aber ich rate nach wie vor zur Aufmerksamkeit, denn bekanntlicherweise geschieht nichts rein zufällig.

Das rekordverdächtige Umschwenken Trumps sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen oder es einfach als zielloses Verhalten eines Schizophrenen im Weißen Haus betrachten. Obama ist genauso bei seinen Wahlkampfversprechen eingeknickt wie Trump. Nur im Unterschied zu Trump hat Obama seine Lügen besser versteckt, seine Manipulationen besser unter den Tisch gekehrt. Trumps dramatischer Schwenk sollte in meinen Augen als Signal wahrgenommen werden, dass, wenn eine Krise am Ende seiner „Schöpfungs-/Erschaffungsphase“ steht, diese Krise dann wohlmöglich innerhalb kürzester Zeit eintreten wird. Vielleicht sogar bevor das Jahr 2017 zu Ende gegangen ist.

Die Argumentation wird weitergehen, ob das Weiße Haus unter Trump von externen Kräften übernommen wurde oder ob es von Anfang an von bestimmten Elementen kontrolliert wurde. Ich bin der Meinung, dass es schon immer unter der Kontrolle von anderen steht. Trump hat sich nur rhetorisch gegen die IGE gestellt – nie aktiv, nie mit Handlungen. Und wie wir wissen zählen nur die Taten – nicht die Worte alleine.

Conclusio

Eigentlich ist es als positiv zu werten, dass Trumps Umschwenken so schnell und so umfassend erfolgte. Denn es zeigt, dass sich die konservativ denkenden und freiheitsliebenden Menschen nicht in die neu aufgemachte Ecke der „alt-right“ stecken lassen, dass die Kooption der IGE gescheitert ist. Doch jeder Erfolg bringt auch Konsequenzen mit sich. Es scheint nämlich so zu sein, dass unser „das Ganze so nicht ab- und hinnehmen wollen“ und die offen zur Schau getragene Skepsis dazu geführt haben, dass die IGE ihren Zeitplan angepasst haben. Und wenn die IGE nicht das bekommen, was sie wollen, dann tendieren sie dazu, ihr gern eingesetztes und leider immer wieder funktionierendes Werkzeug von Gewalt, Krieg und Katastrophen einzusetzen.

Quellen:
The Real Reasons Why Trump Has Flipped On His Campaign Promises
Trump, in Wake of Deal to Avoid a Shutdown Now, Calls for One Later
Why Donald Trump Decided to Back Off Nafta Threat
Clinton Versus Trump And The Co-Option Of The Liberty Movement


Ein Artikel bildet zwangsweise die Meinung eines Einzelnen ab. In Zeiten der Propaganda und Gegenpropaganda ist es daher umso wichtiger sich mit allen Informationen kritisch auseinander zu setzen. Dies gilt auch für die hier aufbereiteten Artikel, die nach besten Wissen und Gewissen verfasst sind. Um die Nachvollziehbarkeit der Informationen zu gewährleisten, werden alle Quellen, die in den Artikeln verwendet werden, am Ende aufgeführt. Es ist jeder eingeladen diese zu besuchen und sich ein eigenes Bild mit anderen Schlussfolgerungen zu machen.


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3 Kommentare zu “Donald Trump: Warum er seine Wahlkampfversprechen nicht einhält

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