Klassenfahrt zum radikalen Imam: Londoner Grundschüler trafen Extremisten

Kinder einer Londoner Grundschule verbrachten eine zweitägige Klassenfahrt mit einem bekanntermaßen radikalen Imam, was in Großbritannien für Entsetzen sorgte.
Bahraini Muslim boys read the Koran, Islam's holy book, during the holy fasting month of Ramadan at a mosque in the village of Sanabis, west of Manama, on June 18, 2016.  / AFP / MOHAMMED AL-SHAIKH        (Photo credit should read MOHAMMED AL-SHAIKH/AFP/Getty Images)

Die Kinder im Alter von sechs bis acht Jahren kamen aus der Kilmorie-Grundschule und trafen den muslimischen Prediger Shakeel Begg am 21. und 22. März im Lewisham Islamic Center. Thema des Ausflugs: Der Islam. Die Kinder seien sehr eifrig gewesen, ihr Wissen darüber unter Beweis zu stellen, so die Website des Zentrums, die zunächst Details und Bilder des Besuchs veröffentlichte. Auf einem Foto sah man Begg in der Moschee, umringt von aufmerksamen Grundschülern. Als der britische „Telegraph“ darüber berichtete, wurden die Inhalte entfernt.

Begg und seine Moschee sind in Großbritannien bekannt und berüchtigt, weil dort die beiden Mörder des britischen Soldaten Lee Rigby verkehrten. (Rigby war ein Zufallsopfer. Er wurde von seinen Mördern im Jahr 2013 in London auf offener Straße angefahren und mit Messern niedergemetzelt. Der Mord wurde als Terrorakt eingestuft.)

Doch zurück zur Klassenfahrt.

Tom Wilson vom Think-Tank „Henry Jackson Society“, der ein scharfer Kritiker Beggs ist, verurteilte den Besuch als „unaktzeptabel“ und sagte: „Schulen unterstehen einer gesetzlichen Pflicht, die ihnen ganz ausdrücklich verbietet, Schüler mit Extremisten in Berührung zu bringen.“ (Wilson hat bereits ein Studie über Begg geschrieben.)
Eine Sprecherin der Kilmorie-Schule verteidigte den Besuch: Er habe „die britischen Werte der Toleranz“ gefördert und der Stoff sei Teil des nationalen Lehrplans gewesen.

Gericht stuft ihn als Extremist ein

Der Imam hatte vor kurzem versucht, die BBC wegen Verleumdung zu verklagen und war gescheitert. Der Streit hatte sich an einer Sendung von 2013 entzündet.
Begg habe den Dschihad als größte aller Taten gepriesen, sagte damals ein BBC-Moderator laut „Telegraph“.

Ein High Court-Richter kam 2016 zum Schluss, dass Begg tatsächlich religiöse Gewalt gefördert und dazu aufgerufen hatte, obwohl der Prediger alles tat, um diesen Vorwurf zu zerstreuen.

Die BBC hatte während des Prozesses sechs Reden des Imams vorgelegt, von denen das Gericht vier als gewaltverherrlichend einstufte.

Begg stritt ab, ein Extremist zu sein und produzierte „eine beeindruckende Zahl an Beweisen“ für seine interreligösen Aktivitäten und sein „Engagement für die Gemeinschaft“. Der Richter bezeichnete ihn im Urteil als „Jekyll und Hyde“-Charakter, d.h. Person mit zwei Gesichtern.

Das Lewisham-Zentrum wollte sich nicht zu den Fragen des „Telegraph“ äußern, gab aber an, die Anti-Extremismus-Vorgaben der britischen Regierung zu unterstützen.

http://www.epochtimes.de

Türkei-Referendum: Verdacht auf bis zu 2,5 Mio. manipulierte Stimmen

Bis zu 2,5 Millionen Stimmen könnten beim Referendum über eine Verfassungsänderung in der Türkei manipuliert worden sein.
 Unterstützer des türkischen Präsidenten Erdogan. Foto: Elif Sogut/Getty Images

Wahlbeobachter sehen das Ergebnis des Verfassungsreferendums in der Türkei weiterhin äußerst kritisch.

Es gebe den Verdacht, dass bis zu 2,5 Millionen Stimmen manipuliert worden seien, sagte die Menschenrechtssprecherin der Grünen, Alev Korun, im Ö1-Morgenjournal.

Sie war für den Europarat als Wahlbeobachterin beim Referendum in der Türkei. Die Beschwerden hätten ein Ausmaß, das das Wahlergebnis drehen würde, sagte sie.

Auch Kuverts ohne offiziellen Stempel seien zur Wahl zugelassen worden. Die Opposition in der Türkei will das Ergebnis anfechten. (dpa)

http://www.epochtimes.de

Lawrow lässt Trump-Berater abblitzen

Herbert McMaster

14:46 17.04.2017Zum Kurzlink
1272652063

Moskau orientiert sich an Aussagen des US-Präsidenten Donald Trump über Russland, nicht an denen dessen Beraters, wie der russische Außenminister Sergej Lawrow zu den Worten des US-Sicherheitsberaters General Herbert McMaster sagte.

Lawrow und Tillerson in Moskau
© SPUTNIK/ СЕРГЕЙ ГУНЕЕВ

„Der Präsident hat bestätigt, dass er die Beziehungen zu Russland verbessern will. Wir sind dazu auch bereit“, so Lawrow.McMaster hatte zuvor gesagt, „Russland führt eine Wühltätigkeit in Europa durch“.

Nach dem Besuch des US-Außenministers Rex Tillerson vorige Woche in Moskau hatte Trump seine Zuversicht geäußert, dass „alles zwischen Russland und den USA gut sein wird“. Lawrow erinnerte auch daran, dass ähnliche Äußerungen schon während Trumps Wahlkampagne verlauteten.

https://de.sputniknews.com

Referendum Türkei: Unregelmäßigkeiten an Wahlurnen

Beim Referendum in der Türkei ist es zu Unregelmäßigkeiten gekommen.

Ein Mitglied eines Wahlkomitees hält am 16.04.2017 in Ankara (Türkei) bei der Auszählung einen abgestempelten Stimmzettel in der Hand. (Foto: dpa)

Ein Mitglied eines Wahlkomitees hält am 16.04.2017 in Ankara (Türkei) bei der Auszählung einen abgestempelten Stimmzettel in der Hand. (Foto: dpa)

Der Hohe Wahlausschuss der Türkei (YSK) hat am Sonntag entschieden, dass Wahlstimmen, die an der Hinterseite des Stimmblatts einen Stempel mit dem Wort „Ja“ aufweisen als gültig einzustufen sind, berichtet CNN Turk. Auslöser dieser Entscheidung ist ein Vorfall in der Region Hatay/Reyhanli. Dort wurden zahlreiche Stimmzettel gefunden, die hinten einen Stempel mit dem Wort „Ja“ aufwiesen. Die dortigen Behörden meldeten dies dem YSK und forderten eine Entscheidung. All die betroffenen Stimmzettel werden nun als Ja-Stimmen gewertet, obwohl nicht in der regulären Innenseite, sondern auf der Rückseite gestempelt wurde.

Bei den Türkei-Wahlen gibt es normalerweise keine Ja-Stempel, sondern ausschließlich Stempel mit der Aufschrift „Auswahl“, womit die Wähler entweder auf den Bereich Ja oder Nein des Stimmzettels stempeln können.

Nach der Schließung der Wahllokale die Auszählung des historischen Volksentscheids über die Einführung eines Präsidialsystems begonnen. Im Westen des Landes endete die Abstimmung um 17.00 Uhr (16.00 Uhr MESZ), nachdem die Wahllokale in den östlichen Provinzen bereits eine Stunde zuvor geschlossen hatten. Dort begann umgehend die Auszählung, eine Stunde später wurden auch im Westen die Wahlurnen geöffnet.

Rund 55,3 Millionen Türken hatten bei der Abstimmung über eine umstrittene Verfassungsänderung zur Stärkung der Macht von Präsident Recep Tayyip Erdogan die Wahl zwischen Hayir (Nein) und Evet (Ja). Es wird mit einer hohen Beteiligung sowie einem knappen Ausgang gerechnet, weshalb das genaue Endergebnis wohl erst nach Auszählung aller Stimmen vorliegen wird.

Die Opposition warnt, dass die Reform Demokratie, Gewaltenteilung und die Unabhängigkeit der Justiz schwächen würde. Die Regierung dagegen verspricht, dass das Präsidialsystem dem Land mehr Stabilität und Sicherheit bringen werde. Der Wahlkampf war von einer starken Mobilisierung beider Lager geprägt, hat aber zugleich das Land polarisiert.

Die Abstimmung selbst verlief weitgehend ohne Zwischenfälle, doch beklagten internationale Wahlbeobachter, dass ihnen wiederholt Zugang zu Wahllokalen verweigert worden sei. Bei einer Schießerei vor einem Wahllokal in einer Schule bei Diyarbakir wurden drei Menschen getötet, wie die Nachrichtenagentur Dogan berichtete. Offenbar handelte es sich aber um einen Familienstreit.

Nach Auszählung von 80 Prozent der Stimmen zeichnete sich ein Erfolg des Ja-Lagers ab

https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de

Aufruhr in Ostdeutschland – „Wir kommen von unten“

17.04.2017    https://deutsch.rt.com

Aufruhr in Ostdeutschland - „Wir kommen von unten“

Haldenslebener protestieren für die Rückkehr ihrer Bürgermeisterin
Ein Streit um eine aufmüpfige Bürgermeisterin wird in einer sachsen-anhaltischen Provinzstadt zum Kampf gegen die herrschende Politik.

von Susan Bonath

In Haldensleben in der sachsen-anhaltischen Börde will das politische Establishment eine unbequeme Bürgermeisterin los werden. Seit ihrer Wahl vor fast zwei Jahren schießen Kommunalpolitiker, Unternehmer, Beamte und deren Anhang aus allen Rohren gegen sie. Die Bürgerinitiative FÜR Haldensleben spricht von einem Stadtstreich. Unter Häme und Anfeindungen stemmt sie sich dagegen. Was von den lokalen Medien als „Rathausstreit“ bezeichnet wird, ist für sie längst zum Kampf von unten gegen oben geworden.

Die gespaltene Stadt

Alte Fachwerkhäuser säumen die gepflasterte Einkaufsmeile im Stadtkern. Bald werden wieder Blumenampeln die Straßenlaternen zieren. Eine Händlerin schmettert ein Hallo zu einer Gruppe Passanten, die im Dönerimbiss verschwindet. Es gibt eine Drogerie, einen Friseur, einen Optiker, einen Elektroladen, einen Eispavillon. Doch einige Geschäfte stehen leer. Man hat das Gefühl: Wer sich hier halten will, braucht ein gutes Gespür für das, was die Leute wirklich brauchen. Die verkehrsfreie Piste endet an einer Straße. Auf dem Marktplatz gegenüber parken Autos. Ein reitender Roland bewacht das friedlich wirkende Rathaus.

Der Frieden trügt. Die Kreisstadt mit knapp 20.000 Einwohnern sei weit davon entfernt, meint eine Passantin. Sie schimpft gleich los: „Was sich der Stadtrat hier leistet, ist ungeheuerlich.“ Der müsse abtreten, fordert sie. Ein Mann gesellt sich hinzu: „Die Blenkle muss auch weg, die ist nicht tragbar.“ Woher er das weiß? „Ich lese Zeitung“, erklärt er. „Komm, hör auf, die lügen doch alle“, gebietet ihm seine Ehefrau, die hinter ihm auftaucht, zornig Einhalt. „Blenkle ist in Ordnung, die hatte gar keine Chance.“ Ihr Mann funkelt sie kampflüstern an. Die Passantin wittert einen aufkeimenden Ehestreit. Sie hebt die Hände und geht.

Eine Bürgermeisterwahl vor zwei Jahren hat die Stadtbewohner gespalten, heißt es. Es geht um Interessen, politische und ideologische Lager. „Daran sind Freundschaften zerbrochen“, erklärt eine Rentnerin. Die im nördlichen Sachsen-Anhalt verbreitete Tageszeitung Volksstimme gibt der parteilosen Regina Blenkle die alleinige Schuld. Die neue Bürgermeisterin sei „Die Unruhestifterin“, titelte das Blatt am 21. März und widmete ihr eine ganze Seite. Sie ließ Unternehmer jammern, die sich vernachlässigt fühlen. Sie zitierte drei Stadtangestellte, die Blenkle für eine Zumutung halten. Eine ehemalige Stadträtin durfte eine alte Privatfehde mit ihr aus ihrer Sicht ausbreiten.

Die Aufrührerin

Still war Regina Blenkle nie. Mehr als 20 Jahre mischte die heute 56jährige vor ihrer Wahl die Kommune als Stadträtin auf. Wo es ging, kritisierte sie ihren Amtsvorgänger Norbert Eichler. 25 Jahre saß der CDU-Mann an der Stadtspitze. Blenkle forderte Transparenz, stellte unermüdlich Anträge. Auf einen Sozialpass zum Beispiel oder kostenloses Obst für Kita- und Schulkinder. Nichts davon brachte sie durch. Ihre Gegenspieler seit Jahren sind die Fraktionen der CDU, SPD und Linkspartei. Sie stellen die knappe Mehrheit im Rat. Der Volksmund spricht von einer »Groko«. Auch der AfD-Stadtrat stimmt meist mit ihr gemeinsam.

Früher einmal versuchte sich Blenkle in der PDS. Deren Politiker waren ihr zu angepasst, zu obrigkeitshörig. Auch darum trat sie Ende der 1990er mit Pauken und Trompeten aus. Das verzieh ihr die heutige Linkspartei nie. Blenkle stand alleine da, als sie die streikenden SKET-Mitarbeiter unterstützte und später die Anti-Hartz-IV-Proteste.

„Sie ist eine Aufrührerin derer, die keine Lobby haben“, beschreibt sie ein früherer Mitstreiter.

Land und Stadt in CDU-Hand

Mit „oben“ hatte Blenkle noch nie viel am Hut. Dort sitzt in Sachsen-Anhalt die CDU seit der „Wende“ fest im Sattel. Auch, als sie kurzzeitig nicht mitregierte, zog sie viele Fäden. Ihr Netzwerk spinnt sich durch das Land. Sie ist in zwei millionenschwere Fördermittelaffären verstrickt, mischte im ostdeutschen Müllskandal mit, hatte ihre Finger bei den gefälschte Briefwahlen in der Altmarkstadt Stendal zu ihren Gunsten im Spiel.

Im Niedriglohnland an der Mittelelbe gibt sich die CDU als Wirtschaftsförderer. Die Partei des Aufschwungs will sie sein. Vom ökonomischen Aufschwung merken auch in Haldensleben viele Menschen jedoch nichts, weiß ein Mitglied der Initiative. Mit dem Otto-Versand, der seit langem in der Kreisstadt ansässig ist, brüstet sich Altbürgermeister Eichler, der im Rathaus weiterhin ein und aus geht, bis heute. Doch das Gros der rund 3.000 Beschäftigten muss dort für kaum 1.000 Euro netto im Monat in Schichten schuften. Die Hochregallager in Haldensleben hat der Multimilliardär Michael Otto ausgegliedert in seine 100prozentige Tochterfirma Hermes. Viele Leiharbeiter packen dort Pakete.

Die CDU im Kreistag privatisierte 2006 auch das Kreiskrankenhaus von Haldensleben. Ein Bürgerbegehren, damals noch mitinitiiert von der Linkspartei, würgte sie wegen angeblicher formaler Fehler ab. Als das Gericht feststellte, dass diese nicht existierten, war es zu spät. Zuerst verleibte sich der SANA-Konzern die Klinik ein, später ging sie an Ameos.

Seit über einem Jahr gibt es keine Kinderstation, keinen Kreißsaal und keine Frauenheilkunde mehr im gesamten Kreis. Der Kindernotdienst wurde eingestampft. Mütter müssen nach Magdeburg oder in die Altmark ausweichen. Beides liegt etwa 30 Kilometer entfernt. Mangels öffentlichem Nahverkehr bedeutet das für Autolose eine Weltreise. Vergeblich hatte die neue Bürgermeisterin das zu verhindern versucht. Eine von ihr einberufene Versammlung half nichts. Es war eine Angelegenheit des CDU-dominierten Landkreises.

Aufmucken der Abgehängten

Blenkles Sieg 2015 war ein Albtraum für die CDU-Spitze in Haldensleben. Sie hatte „den Parteienfilz auflösen“ und „alle Bürger mitnehmen“ wollen. Sie wollte die Geschäfte ihres Amtsvorgängers prüfen: Verträge für ein Industriegebiet und einen millionenschweren Citytunnel zum Beispiel. Sie warnte vor einem finanziellen Ruin der Stadt. Das Geld wollte sie lieber für soziales und Kultur ausgeben.

Doch in der Stichwahl gegen den von der CDU als Eichler-Nachfolger ins Rennen geschickten bisherigen Vizebürgermeister Henning Konrad Otto machte sie das Rennen. Sie schaffte das Unmögliche: Die „kleinen Leute“ zu mobilisieren. Es war ihr Aufmucken gegen eine Politik, die sie längst aus dem Fokus verloren hatte, aber gegen jene, die sich im Speckgürtel zwischen der Volkswagen-Stadt Wolfsburg und der Landeshauptstadt Magdeburg im Laufe der Jahre in schicken Eigenheimsiedlungen niedergelassen hatten.

Die Demonstranten zieht es direkt vors Rathaus.

Hetze und eine tote Ratte

„Das werden sie mir nie verzeihen; jetzt geht’s erst richtig los“, wusste Blenkle schon bei ihrem Amtsantritt. Die neue Bürgermeisterin zog in ein Rathaus ein, das Amtsvorgänger über Jahrzehnte mit treuen Anhängern bestückt hatte. Viele kannten sich aus DDR-Zeiten, saßen schon damals in Gremien. Für westdeutsche Demokratieerklärer gab es ein paar Leitungsfunktionen.

„Man hat der Bürgermeisterin nicht die kleinste Chance gelassen und von Anfang an aktiv gegen sie gearbeitet“, weiß eine Stadträtin aus Blenkles Fraktion der Freien unabhängigen Wählergemeinschaft.

Auf Facebook schossen Hetzseiten gegen Blenkle aus dem virtuellen Universum. Stadträte, Unternehmer, kommunale und Landesbedienstete mischen bis heute darin mit, überschütten sie fast täglich mit Häme und beleidigen ihre vermeintlichen Anhänger.

So dichtete SPD-Stadtrat Günter Dannenberg etwa das ehemalige Reichsarbeitsdienstlied der NSDAP in ein Schmählied um. Unbekannte beschädigten das Auto eines Stadtangestellten, der mit ihr zusammen gearbeitet haben soll. Wenige Monate nach ihrer Wahl fand Blenkle eine tote Ratte an ihrer Haustür. Zu dieser Zeit stand bereits fest: Die Groko aus CDU, SPD und Linken wollte ein Disziplinarverfahren gegen sie durchsetzen. Dafür hatten Ihre Gegner eine ganze Liste von Vorwürfen zusammengestellt.

Aus dem Rathaus verbannt

So habe die Bürgermeisterin Beschäftigte versetzt, unliebsame Mitarbeiter eingestellt und Vizebürgermeister Otto geschasst, hieß es. Otto arbeitet inzwischen in gleicher Position im niedersächsischen Helmstedt. Dort versteht er sich mit der Linkspartei weniger gut als zuvor in Haldensleben. Seit er eine Stadträtin aus ihren Reihen mit falschen Vorwürfen belegt hat, läuft dort ein Disziplinarverfahren gegen ihn.

Das Verfahren im „Fall Blenkle“ betreut derweil eine Abgesandte von Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht (CDU). Viele glauben, dass er „mit drin hängt“. Manche sprechen von einem Putsch. Ergebnisse lieferte Stahlknechts Mitarbeiterin bis heute nicht. Die Volksstimme zitierte kürzlich einen Sprecher seines Ministeriums:

„Wir prüfen ernsthaft die Amtsenthebung“

Zugeschlagen hat der Stadtrat trotzdem: Anfang Februar beschloss er mit den Stimmen der „Groko“-Mehrheit, die Bürgermeisterin zu suspendieren. Er erteilte Blenkle Hausverbot. Sie wehrt sich juristisch, wartet auf ein Urteil. „Ich rechne damit, dass das nicht durchgeht“, ist sie überzeugt. Mehr will sie nicht sagen, um das Verfahren nicht zu gefährden. Ihr Anwalt habe ihr dazu geraten. Sie hält sich daran und lächelt siegessicher. Doch der Zorn über ihren Rauswurf steht ihr ins Gesicht geschrieben.

In einem ersten Verfahren gab das Gericht Blenkle bereits Anfang März Recht. Der Stadtrat hatte vor Monaten ihre Rechte als Bürgermeisterin massiv beschnitten. Er habe wohl, kommentierte Richter Uwe Haack „seine Allzuständigkeit mit Allmacht verwechselt“.

Die Bürgerinitiative glaubt, Blenkles Stellvertreterin Sabine Wendler lebe derweil die Allmacht weiter aus. „Es passiert jetzt genau das, was man der Bürgermeisterin vorgeworfen hat“, erläutert ein Personalratsmitglied. Der Mann sitzt derzeit beurlaubt zu Hause. Die Stadtverwaltung will eine fristlose Kündigung gegen ihn juristisch durchsetzen. Weitere Angestellte, die Blenkle zu wohlgesonnen waren, seien versetzt worden. Er ist überzeugt: „Es geht um Rachsucht.“

Leichen im Keller

„Es war klar, dass die keine Bürgermeisterin haben wollen, die drauf und dran war, alte Leichen der CDU-Führung auszugraben“, ist sich eine Mitstreiterin der Initiative sicher. „Demokratisch geht anders“, betont auch deren Sprecher Jan Hoffman. „Die einfachen Leute hier  haben diese Posse bis obenhin satt.“ Seit Jahren sei es in Haldensleben nicht mehr um Politik gegangen.

Die jüngsten Ratssitzungen, auf YouTube zu sehen, bestätigen das. Es geht um Personalsachen, um Eitelkeiten und Rechthaben. Anträge der „Groko“ werden durchgewunken, die andere Seite mit höhnischem Gelächter bedacht. Ratsvorsitzender Guido Henke (Die Linke) fährt der Bürgermeisterin alle paar Minuten über den Mund, entreißt ihr das Mikrofon. Ein CDU-Mitglied beharrt darauf, sie ab sofort nicht mehr Bürgermeisterin, sondern Hauptverwaltungsbeamtin zu nennen. Und so weiter.

Mit Vorwürfen hält sich Blenkle aber nicht zurück. Sie bezichtigt „Groko“-Stadträte, Bauaufträge an Firmen von Familienmitgliedern zuzuschieben und zitiert aus Akten. Sie fordert Altbürgermeister Eichler auf, aus dem Aufsichtsrat der stadteigenen Wohnungsbaugesellschaft zu verschwinden. „Er mischt noch überall mit, geht im Rathaus ein und aus, als wäre er noch im Amt“, schimpft Regina Blenkle. Dafür erntet sie Buhrufe.

Seit ihrer Suspendierung macht die Bürgerinitiative mobil. Hunderte Unterschriften hat sie gegen den „Stadtstreich“ gesammelt. Eine Übergabe an den Landkreis scheiterte, obwohl er die Kommunalaufsicht über Städte und Gemeinden hat. Landrat Hans Walker (CDU) will sich „nicht einmischen“. Innenminister Stahlknecht will die Sache ebenso den Beteiligten überlassen. „Wir kommen da nicht durch“, sagt Hoffman.

Lokalpresse schießt aus allen Rohren

Am 7. April rückt Hoffman zusammen mit einigen Frauen und Männern Stühle und Tische im EHFA – Ein Haus für Alle. In dem öffentlichen Gebäude darf die Initiative immerhin einen Raum nutzen. Sie hat einen „Runden Tisch“ geplant. Ihre Idee, die Fronten an diesem zu platzieren, um eine Lösung zu finden, scheitert. Keiner der eingeladenen Gegenspieler erscheint.

Die „Groko“ hat in einer offiziellen gemeinsamen Presseerklärung abgesagt. Eine andere Bürgerinitiative, die seit mehr als einem Jahr gegen Blenkle mobil macht, verhöhnt Hoffman und seine Mitstreiter auf Facebook. Die Volksstimme schimpft seine Gruppe einen „Wolf im Schafspelz“. Es gehe nicht um eine Einigung, sondern wohl um Lobeshymnen auf Blenkle, behauptet das Blatt und setzt mit einem abgedruckten Leserbrief noch eins drauf. Darin unterstellt ein Unternehmensmanager der Bürgermeisterin und der Initiative gar, kriminell zu handeln.

Der Schreiber bezieht sich auf einen Aktendiebstahl aus dem Rathaus, der vier Tage nach Blenkles Suspendierung aufgefallen sein soll. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen unbekannt. Die geschasste Bürgermeisterin bestreitet, Akten aus dem Rathaus getragen zu haben. „Es gilt die Unschuldsvermutung“, schreibt die Bürgerinitiative in einer Beschwerde an den Presserat. Und: „Trotz aller Meinungsfreiheit dürfen Medien auch in Leserbriefen keine rufschädigenden, unbelegten Tatsachenbehauptungen aufstellen.“

Den „kleinen Leuten“ eine Stimme geben

Am Ende sitzen nur etwa 30 Leute in dem Raum im EHFA, darunter drei Stadträte. Trotzdem diskutieren sie fast drei Stunden. Als eine Anwohnerin über die Medienberichterstattung klagt, macht sich die Redakteurin der Volksstimme aus dem Staub. Trotzdem wertet Hoffman dies als ersten Erfolg. „Wir haben sehr gute Gespräche geführt“, freut er sich. Er habe erkannt:

Viele fühlen sich schon lange nicht mehr ernst genommen.“

Aber es herrsche Verwirrung. Durch die Berichterstattung. Durch Mundpropaganda. Ist Blenkle wirklich so unfähig, wie die Medien es suggerieren? „Wahrscheinlich trauen sich viele aus Angst vor Hass oder Problemen mit dem Job nicht zu, sich einzumischen, glaubt ein Mitstreiter.

„Der Runde Tisch hat Weichen für uns gestellt“, blickt Hoffman indes voraus. Seine Initiative will nun Anliegen der Bürger sammeln. Themen wie Integration, soziale Gerechtigkeit, Senioren, Jugend und Kultur gehörten auf die Tagesordnung, meint er. Wenn sich der Stadtrat nicht damit beschäftige und man überall in Parteien und Behörden auf taube Ohren stoße, müsse es anders gehen. „Wir kommen von unten“, erklärt Hoffman kämpferisch. Man wolle den „kleinen Leuten“ eine Stimme geben, der Stadt Anträge auf den Tisch legen. Immer wieder, wenn es sein muss.

Kein Frieden mit den Provinzeliten

Ob Blenkle gehen muss oder bleiben kann, entscheidet nun das Verwaltungsgericht. Das Disziplinarverfahren werde wohl im Mai abgeschlossen, heißt es aus dem Innenministerium. Eins steht schon jetzt fest: Frieden zwischen denen „von unten“ und den Provinzeliten wird es so schnell in Haldensleben nicht mehr geben. Auch nicht zwischen Blenkle und der politisch seltsamen Stadtrats-“Groko“.

Für den Fall ihrer Rückkehr mobilisieren ihre Gegner unterdessen schon einmal im Internet. In einem Statement drohen sie der aufmüpfigen Bürgermeisterin persönlich:

Sollten Sie wirklich ins Rathaus zurückkehren, der Kampf gegen Sie wird weitergehen.“

Nach Türkei-Referendum: Recep Tayyip Erdogan will Todesstrafe auf Tagesordnung setzen

Das habe ich gerade bei gmx entdeckt – einen Kommentar erspare ich mir!

Bild zu Recep Tayyip Erdogan

Aktualisiert am 16. April 2017, 22:26 Uhr

Nach dem von ihm reklamierten Sieg beim Verfassungsreferendum will Staatschef Recep Tayyip Erdogan die Wiedereinführung der Todesstrafe in der Türkei auf die Tagesordnung setzen. Das werde seine „erste Aufgabe“ sein, kündigte Erdogan in Istanbul vor begeisterten Anhängern an.

„Wir haben viel zu tun, wir haben noch viel zu erledigen in diesem Land“, sagte Erdogan. Als er fortfuhr: „So Gott will, wird die erste Aufgabe sein…“ unterbrach ihn die Menge mit: „Todesstrafe, Todesstrafe“.

Wenn er dafür nicht die nötige Unterstützung im Parlament bekomme, „dann machen wir eben auch dazu eine Volksabstimmung“, bekräftigte Erdogan.

Der Staatschef hatte eine Wiedereinführung der Todesstrafe nach dem Putschversuch vom Juli 2016 ins Spiel gebracht. Dafür wäre eine Zweidrittelmehrheit im Parlament nötig.

Eine 60-Prozent-Mehrheit würde ein Referendum ermöglichen. Die EU hat angekündigt, dass der Beitrittsprozess der Türkei beendet würde, sollte dort die Todesstrafe wieder eingeführt werden.

Erdogan: Eine „historische Entscheidung“

Bereits vor dem Auftritt vor der Menge hatte Erdogan das „Ja“-Lager zum Sieger des Referendums erklärt. Das Volk habe eine „historische Entscheidung“ getroffen und der Verfassungsänderung zur Einführung eines Präsidialsystems zugestimmt.

Dieses System würde Erdogan mit deutlich mehr Macht ausstatten. Nach den Reformen wird der Präsident nicht nur Staats-, sondern auch Regierungschef.

Nach inoffiziellen Angaben staatlicher Medien vom späten Sonntagabend lag der „Ja“-Anteil nach Auszählung von 99,45 Prozent der Stimmen bei 51,37 Prozent.© dpa

Bild zu Türkei, Referendum
Türkei-Referendum: „Ja“-Lager um Recep Tayyip Erdogan gewinnt Abstimmung über Verfassungsreform knapp

Das Referendum in der Türkei wurde zum spannenden Kopf-an-Kopf-Rennen. Das „Ja“-Lager um Präsident Recep Tayyip Erdogan sprach frühzeitig von einem Sieg – dieser wurde am späten Abend von der Wahlkommission bestätigt.

Warum ein großer Umbruch noch 2017 bevorsteht

Genderwahn: Medienwissenschaftler haben Kinderbücher im Visier

Medienwissenschaft: Fällt das Märchen "Hänsel und Gretel" bald dem Genderwahn zum Opfer? Foto: Alexander Zick / Wikimedia (PD)

Medienwissenschaft: Fällt das Märchen „Hänsel und Gretel“ bald dem Genderwahn zum Opfer?
Foto: Alexander Zick / Wikimedia (PD)
15. April 2017 – 9:30

Der Genderwahn macht auch vor der Medienwissenschaft nicht Halt. Ein Forschungsprojekt an der Fachhochschule St. Pölten (Niederösterreich) unter dem Titel „TraEx – Transmedia Extensions. Geschlechtssensibles Erzählen für Kinder“ hat es sich zum wissenschaftlichen Ziel gesetzt, ein „spezifisches Potential von transmedialen Erzählformen für die gendersensible Formatentwicklung“ zu finden.

Kindermedien entlang von „Geschlechtergrenzen“

Das Ergebnis dieser medienwissenschaftlichen Genderstudie aus St.Pölten:

Märkte für Kindermedien sind in hohem Maße entlang von Geschlechtergrenzen segmentiert. So weiß man aus einschlägigen Untersuchungen, dass Mädchen häufiger Bücher lesen und öfter Radio hören. Rosa Ponys und Prinzessinnen auf der einen Seite, furchterregende Monster und rote Rennautos auf der anderen sind die deutlichsten Beispiele.

Mädchen und Buben: Getrennte Zielgruppen werden abgeschafft 

Der Ansatz der St. Pöltner Medienwissenschaftler ist, dass es zukünftig keine getrennten Zielgruppen, sprich Mädchen oder Buben, geben soll. Mädchen- und Bubengeschichten, Mädchen- und Bubenbücher sollen also laut gendersensibler Medienwissenschaft abgeschafft werden:

Zu den Leitlinien gehören unter anderem das Vermeiden einer getrennten Zielgruppenansprache für Mädchen und Buben sowie das Vermeiden der Verwendung geschlechtsspezifischer, insbesondere frauenfeindlicher, Klischees beim Gestalten von Charakteren, zudem eine Stereotypen vermeidende grafische Gestaltung.

Um quasi eine totale Umsetzung des Genderkonzepts bei Kinderbüchern und ihren Inhalten umzusetzen, soll dies transmedial passieren:

Bei transmedialen Formen des Erzählens entsteht der Erzählkosmos erst aus der Zusammenschau aller Medien. Nur dann lässt sich die gesamte Geschichte erfassen. Transmediale Formate bieten aus unserer Sicht große Potentiale für die gendersensible Gestaltung von Kindermedien. Doch derzeit gibt es noch kaum transmediale Produkte für Kinder am Markt.

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