Die künstliche Gebärmutter ist da! Lämmer wachsen in einer „Tasche“ – als nächstes Menschen – This Fluid-Filled Bag Lets Lambs Develop Outside the Womb. Humans Are Next.

Von: https://netzfrauen.org/

Sie ist da,  die „Künstliche Gebärmutter“.  Sie sieht aus, wie ein großer Gefrierbeutel. Ärzte im Kinderkrankenhaus von Philadelphia arbeiten mit Lämmern, die 23 Wochen alt sind, um die „künstliche Gebärmutter“ zu testen.

Im Juli 2016 berichteten wir über die künstlichen Gebärmütter. Die Technik trägt den Namen Ektogenese und steht für das Aufziehen eines Fötus außerhalb des menschlichen Körpers in einem künstlichen Mutterleib. Die Erzeugung der Kinder soll ohne Sexualität und ohne Eltern stattfinden. Ausschlaggebend für diese Recherche war ein Video, welches eine künstliche Gebärmutter zeigte. Siehe: „Schöne neue Welt“ – Die künstliche Gebärmutter – Maschine statt Mama ist Realität!

Im Dezember 2016 folgte dann Gentechnik 2.0 – Das gentechnisch veränderte Designerbaby – Großbritannien: nach Mensch-Tier-Embryonen jetzt auch Drei-Eltern-Babys

Die Erzeugung der Kinder soll ohne Sexualität und ohne Eltern stattfinden, am besten in Fabriken. Konzerne würden diese Aufgabe in Zukunft übernehmen. Genau das verlangte die führende britische Bioethikerin Anna Smajdor von der Universität East Anglia. Sie behauptet, Schwangerschaft und die Kindsgeburt seien sehr schmerzvoll, riskant und sozial einschränkend für Frauen. Da fragen wir uns, wie die Frauen es in all den Jahrtausenden zuvor geschafft haben, Kinder zu bekommen. Obwohl die Wissenschaft bereits eine künstliche Gebärmutter entwickelt hat und ein Patent aus dem Jahre 1955 existiert, verlangte sie öffentliche Fördermittel, um eine künstliche Gebärmutter entwickeln zu können. Sie fand einen Geldgeber in dem Wellcome Trust, nach der Bill-&-Melinda-Gates-Foundation mit 27 Milliarden Dollar Vermögen die zweitreichste Stiftung der Welt und private Hauptgeldquelle für die Forschung im Bereich Biomedizin. Der Rat der Gouverneure in dieser Stiftung bestimmt die breite Struktur der Asset-Management-Vereinbarungen des Wellcome Trust. Es dürfte auch keinen mehr wundern, wenn Goldman Sachs und Blackrock dabei wären.

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Doch jetzt kommt diese Erfindung aus den USA und zwar von einem Ärzteteam aus Philadelphia. Sie präsentierten ihre Erfindung in der aktuellen Ausgabe  des Fachblatts Nature Communications. Es sei dem Team um den Neonatologen Adam Flake gelungen, frühgeborene Lämmchen in einer Art künstlicher Gebärmutter heranwachsen zu lassen – einem „Bio-Bag“, wie die Forscher es nennen.

Die Gebärmutter, genannt „Biobag“, ist eine Plastiktüte mit Flüssigkeit gefüllt, um die Bedingungen innerhalb eines Uterus zu imitieren. Ein Baby, das zu früh geboren wurde, könnte ein paar Wochen in dieser Tasche verbringen und durch Kunststoffröhrchen  über die Nabelschnur mit einem externen Gerät mit Sauerstoff versorgt werden. Danach würde das Baby aus der „künstlichen Gebärmutter“ genommen und an einem Beatmungsgerät angeschlossen werden. Dieses solange , bis das Baby selbstständig atmen kann.

Was uns doch etwas wundert, denn Maschinelle Beatmung von Frühchen sollte wo immer möglich vermieden werden. Ich selber habe zwei Frühchen, eines in der 28.Wochen geboren und das andere wurde in der 34. Woche geboren. Allerdings sind beide jetzt schon über 30 Jahre alt.

Zu früh geborene Kinder erleiden häufig ein so genanntes Atemnotsyndrom. Eine maschinelle Beatmung zur Behandlung hat den großen Nachteil, dass sie das empfindliche Lungengewebe von Neugeborenen überdehnen und damit schädigen kann. So entwickelt etwa jedes fünfte, vor der 33. Schwangerschaftswoche geborene Baby als Folge der maschinellen Beatmung eine chronische Lungenkrankheit, die so genannte Bronchopulmonale Dysplasie (BPD). Dies lässt sich vermeiden, wenn anstelle einer Intubation eine Maskenbeatmung mit leichtem Überdruck (CPAP) erfolgt. Dazu raten die Lungenärzte der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP). Quelle www.lungenaerzte-im-netz.de 

Das Mädchen, welches in der 34. Woche geboren wurde, lag kurz im Wärmebett, aber auch nur weil sie Gelbsucht hatte. Das Mädchen welches in der 28.Woche geboren wurde, bekam Maskenbeatmung. Das Mädchen, welches in der 28.Woche geboren wurde, hatte Gehirnbluten und es war eine sehr schwere Zeit. Man wollte das Kind bereits in der 25. Woche holen, da Mutter vor Kind gilt. Ich bin froh, dass ich es bis zur 28.Woche geschafft habe, denn je länger ein Kind im Gebärmutter ist, umso besser. Es dauerte noch bis zur eigentlichen Geburtstermin, bis ich das Kind endlich mit nach Hause nehmen konnte. Jeder Tag, wo wir um das Leben des Kindes gekämpft haben, hat sich gelohnt. Auch konnte die anfängliche spastische Behinderung später durch Krankengymnastik behoben werden. Wie sagten aber die Ärzte, es käme nicht auf das Gewicht des Kindes an, sondern wir „reif“ die Lunge sei. 

Ob meine Tochter aber vor der 28.Woche überlebt hätte, wage ich zu bezweifeln. Es war so schon schwierig genug, sie durch zu bringen. Aber wie schon geschrieben, es war vor 30 Jahren und die Technik geht immer weiter.  Doch wir haben auch bereits so viele Berichte geschrieben, wo wir uns fragen, braucht man irgendwann überhaupt noch Menschen für die Fortpflanzung, denn auch das ist mittlerweile möglich. Siehe Frankenstein 5.0 – Frische Embryozellen für Frauen ab 50 aus der Petrischale und erste britische Lizenz zur Erstellung von Designerbabys

Künstliche Gebärmutter

Dr. Alan Flake, ein pädiatrischer und fetaler Chirurg im Kinderkrankenhaus von Philadelphia, testete verschiedene Varianten des Biobags, mit vorzeitig geborene Lämmer, deren Ergebnisse in dieser Woche in Nature Communications beschrieben wurde.  Die überlebten Lämmer, die außerhalb ihrer Mutter nicht alleine hätten leben können, verbrachten bis  zu vier Wochen in den Taschen. Nachdem sie „fertig entwickelt“ waren, funktionierten ihre Lungen gut – ähnlich von normalen Lämmern ihres Alters, sagte Flake.

Die Forscher nahmen nicht, wie in den vorherigen BioBag eine Pumpe, um den Kreislauf der sauerstoffhaltigen Flüssigkeit anzutreiben. Außerdem beschichteten die Forscher, um weniger Blutverdünner geben zu müssen, die Oberfläche der mechanischen Teile mit Blutverdünner. Blutverdünner erhöhen die Gefahr, von Blutungen im Gehirn der Tiere.

Keine dieser künstlichen Gebärmutter sind für Babys in Kliniken verfügbar und bis zu menschlichen Versuchen dauern es etwa noch drei Jahre, so die Wissenschaftler. 

In dem modernsten Gerät, das in der Studie von Flake getestet wurde, verbrachten acht Lämmer drei bis vier Wochen in einem persönlichen Biobags. Dann wurden sie aus den Taschen genommen und auf mechanische Beatmungsgeräte für etwa 12 Stunden gelegt, bevor sie zum Studium euthanasiert wurden, sagte Flake. Einige Lämmer wurden länger am leben gehalten und sind nicht Teil dieser Studie.

Ob ein solcher Ansatz für menschliche Säuglinge funktionieren und ob die Eltern es akzeptieren würden,  bleibt eine offene Frage. Manche fragen sich, ob die Optik eines Babys in einer Tasche die Eltern erschrecken könnte, so ein Bericht in statnews.com. Flakes Team hat das Gerät patentiert und befindet sich mit der Food and Drug Administration in Verhandlung, um eine präklinische Studie bei Tieren als Vorstufe für einen Versuch beim Menschen zu planen.

Quelle: https://netzfrauen.org/2017/04/27/51837/

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