Oppermann: Erfolg von Macron für Kampf gegen AfD nutzen – Führung Macrons und Le Pens bestätigt

SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann sei „sehr zuversichtlich“, dass sich Präsidentschaftskandidat Macron auch in der Stichwahl in zwei Wochen durchsetzen werde. „Nun gilt es in Deutschland dafür zu kämpfen, dass die immer weiter nach rechts driftende AfD nicht in den Bundestag einzieht.“
Präsidentschaftswahlen 2017 in Frankreich. Foto: ERIC FEFERBERG/AFP/Getty Images

SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann sieht den Erfolg des linksliberalen Präsidentschaftskandidaten Emmanuel Macron im ersten Wahlgang in Frankreich auch als Auftrag für die Parteien in Deutschland.

„Nach den Niederländern haben nun auch die Franzosen den Europafeinden mehrheitlich eine Absage erteilt: Europa wählt europäisch“, sagte Oppermann.

Er sei „sehr zuversichtlich“, dass sich Macron auch in der Stichwahl in zwei Wochen durchsetzen werde. „Nun gilt es in Deutschland dafür zu kämpfen, dass die immer weiter nach rechts driftende AfD nicht in den Bundestag einzieht.“

Führung Macrons und Le Pens nach fast vollständiger Auszählung bestätigt

Unterdessen haben sich die Stimmenanteile von Emmanuel Macron und Marine Le Pen bei der ersten Runde der Präsidentschaftswahl in Frankreich verfestigt. Nach Auszählung von 97 Prozent der Stimmen gab das Innenministerium in Paris den Anteil des 39-jährigen parteilosen Ex-Wirtschaftsministers am Montagmorgen mit knapp 23,9 Prozent an. Die 48-jährige Front-National-Chefin lag bei gut 21,4 Prozent. Macron und Le Pen ziehen damit in die Stichwahl am 7. Mai ein.

Die Stimmenanteile der beiden Nächstplatzierten lagen auch am Montagmorgen knapp unter 20 Prozent. Der Konservative François Fillon erhielt demnach gut 19,9 Prozent der Stimmen, der Linkspartei-Gründer Jean-Luc Mélenchon gut 19,6 Prozent. Laut Innenministerium waren mehr als 46.891.000 Stimmen ausgezählt. Die Wahlbeteiligung lag bei gut 78 Prozent. Das amtliche Endergebnis wurde nicht mehr für Montag erwartet.

Macron, der erst vor einem Jahr seine Bewegung „En Marche!“ (In Bewegung!) gegründet hatte, präsentiert sich als neue Kraft der Mitte jenseits der „System“-Parteien des rechten und linken Lagers. Er hat jetzt beste Chancen, der jüngste Präsident in Frankreichs Geschichte zu werden. Laut am Sonntagabend veröffentlichten Umfragen würde er Le Pen in der Stichwahl mit mehr als 60 Prozent der Stimmen schlagen. (afp/dpa)

http://www.epochtimes.de

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