Nord-Korea: Wie wahrscheinlich ist ein Krieg? Und wie würde dieser geführt werden?

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Bildquelle: https://www.pi-news.net/

Von: https://www.konjunktion.info

Der Kabarettist Volker Pispers brachte es in einem seiner letzten Programme auf den Punkt: Als Regierung holt man immer wieder ein gern genutztes Gespenst aus dem Wandschrank, um damit bei Bedarf die eigenen Interessen verfolgen zu können.

Ein solches „Gespenst aus dem Wandschrank“ ist für die USA Nord-Korea, das aufgrund seiner Geschichte, seiner Lage und seiner politischen Struktur immer dann herausgezogen wird, wenn es darum geht größere, geopolitische Spannungen zu erzeugen.

Und auch Donald Trump nutzt das „Gespenst aus dem Wandschrank“. Die Kriegsrhetorik, die wir seit kurzem gegenüber Nord-Korea vernehmen müssen, dürfte in dieser Form seit der zweiten illegalen Invasion des Iraks nicht mehr „gehört“ worden sein. Nicht nur Syrien, auch Nord-Korea ist eines jener Länder, die man seitens des Imperiums bei Bedarf benutzt, um Chaos zu stiften, Ängste zu schüren und ökonomische Instabilitäten zu schaffen.

Warum ausgerechnet jetzt die Raketentests von Kim Jung-Un zum Problem werden, obwohl dieser bzw. sein Vater gefühlt seit Jahrzehnten diese Tests durchführt, ist für mich nicht nachvollziehbar. Außer ich gehe auf das eingangs erwähnte „Gespenst aus dem Wandschrank“ zurück. Dass es seitens der Trump-Administration Gerüchte gibt, dass die USA mit 50.000 Soldaten in Syrien eingreifen und dass man präventiv gegen Nord-Korea vorgehen will, passt daher für mich ins große Bild.

Nortdkoreas Führer – Bildquelle: Wikipedia / Jgaray, Nicor, Coronades03, P388388, Oppashi, Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0 International

Natürlich ist und war Nord-Korea immer wieder Thema in den „Demokratie bringenden Hauptstädten des Westens“. Aber dieses mal fühlt es sich anders an. Die Wahrscheinlichkeit, dass Trump Nord-Korea zu seinem ersten, echten, eigenen Krieg macht, ist in den letzten Tagen größer geworden. Gerade weil Trump unter dem Banner der Konservativen läuft und egal, was er tut oder bereits im Falle Syriens getan hat, er wird für die Medien und die politische Opposition weltweit immer ein Konservativer bleiben – selbst wenn er alles erdenkliche tut, das nicht einmal im Ansatz mit konservativen Werten in Einklang zu bringen ist.

Rhetorik ist oftmals in den Köpfen der Massen wirkungsvoller als aktives Handeln. Daher wird ALLES was Trump tun wird, als Ergebnis einer „nationalistischen konservativen Ideologie“ gelten. Ein Geschenk für das Establishment, dass dadurch Tabuthemen transportieren und durchsetzen kann, die bislang undenkbar waren. Und weil man gleichzeitig damit die Konservativen und Freiheitsliebenden in die Verantwortung nehmen kann.

Dass die Anhänger Trumps dann sagen werden, dass Trump nicht wie ein Konservativer handelt, wird nichts nützen. Diese Menschen vergessen die Denkprozesse der Menschen. Egal, wie sehr sich die Konservativen und Freiheitsliebenden von Trump distanzieren werden, sobald dieser noch „globalistischer“ vorgeht, werden diese Rufe nicht gehört werden. Denn die Hochleistungspresse hat in den letzten Monaten alles erdenkliche dafür getan, dass Menschen, die eine andere Einstellung zum Thema Globalisierung, Agenda 2030 oder Nationalstaaten haben, in die Ecke „Trump-Anhänger“ gepackt werden. Und dieser Vorgang ging schon los, bevor Trump zum US-Präsidenten gewählt wurde.

Der US-Vizepräsident Mike Pence sagte vor wenigen Tagen in Japan, dass die USA bereit sind gegen Nord-Korea militärisch vorzugehen. Was den USA noch fehlen dürfte, ist die klassische False Flag Operation als Rechtfertigungsgrund – quasi ein neuer Tonkin-Zwischenfall. Die Präsenz der US-Flotte vor den Küsten Koreas wird die Spannungen eher befeuern als reduzieren und die Wahrscheinlichkeit einer offenen Konfrontation nimmt zu. Doch Nord-Korea ist nicht Afghanistan oder der Irak.

Bitte hier weiterlesen:

https://www.konjunktion.info/2017/04/nord-korea-wie-wahrscheinlichkeit-ist-ein-krieg-und-wie-wuerde-dieser-gefuehrt-werden/


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