USA: Aktivist will Internetdaten aller Abgeordneten kaufen und offenlegen – Spenden explodieren

Ein Aktivist aus US-Bundesstaat Tennessee möchte die Daten der Internetnutzung von US-Senatoren und -Repräsentanten legal kaufen und veröffentlichen. Nach seinem Spendenaufruf sprudeln die Gelder nur so.
HAMBURG, GERMANY - DECEMBER 28:  Participant hold their laptops in front of an illuminated wall at the annual Chaos Computer Club (CCC) computer hackers' congress, called 29C3, on December 28, 2012 in Hamburg, Germany. The 29th Chaos Communication Congress (29C3) attracts hundreds of participants worldwide annually to engage in workshops and lectures discussing the role of technology in society and its future. (Photo by Patrick Lux/Getty Images)

„Ich plane, die Internet-History aller Abgeordneten und Manager sowie derer Familien zu kaufen, und sie auf searchinternethistory.com [verfügbar zu machen]“, schreibt der US-Aktivist McElhaney. Zur Finanzierung des Datenkaufs startete er einen Spendenaufruf auf gofundme.com. Dies berichtet „heise.de“.

Der Datenaktivist schreibt weiter: „Alles, von ihren medizinischen über ihre pornographischen bis zu ihren finanziellen [Informationen], und über ihre Seitensprünge. Alles, was sie sich angesehen haben, wonach sie gesucht haben, oder was sie im Internet aufgerufen haben, wird jetzt für jedermann verfügbar sein, um es zu durchleuchten.“

Statt 10.000 bereits 100.000 Dollar gespendet

Mit seinem Aufruf um Spenden traf der Mann offenbar den Nerv der Zeit. Denn bereits nach drei Tagen stand seine Kasse bei 100.000 Dollar. Der immense Zuspruch im Internet führte schließlich dazu, dass der Server von searchinternethistory.com zusammenbrach. Die Seite soll deswegen nun auf ein Content Delivery Netzwerk umziehen.

In den USA dürfen Netzbetreiber die Online-Aktivitäten ihrer Nutzer samt deren Bewegungsmustern überwachen, speichern, auswerten und verkaufen. Obwohl die Regulierungsbehörde FCC dies von einer Zustimmung der Anschlussinhaber abhängig machen wollte, stoppte der US-Gesetzgeber die Datenschutzvorschrift.

„Lasst uns den Spieß umdrehen“

Nun will der Aktivist aus Chattanooga den Abgeordneten zeigen, wie die Suppe schmeckt, die sie den Netizens eingebrockt haben.

Wie McElhaney betont, tritt er selbst für Datenschutz und Netzneutralität ein. Doch mit dieser Aktion möchte er den Abgeordneten den Spiegel vorhalten: „Lasst uns den Spieß umdrehen. Lasst uns DEREN History kaufen und verfügbar machen“, schreibt er.

http://www.epochtimes.de/

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