Gratwanderung: Unsere Zukunft am Scheideweg

 Gesellschaft in der Retrospektive

Unsere liebe gute alte Seele, ja, wenn wir sie doch nur besser verstehen könnten, dann wären wir um einiges „reicher“. Dann würde dieses kleine „Ding“ uns auch so manches Mal nicht so sehr piesacken oder „belastend“ erscheinen. Vieles macht sie uns schwer. Die entscheidenden Fragen sind dann meist, „Warum kann sie nur so viel in einem anrichten?“ oder „Warum ist man dann doch wiederum in der Lage, so viel mit ihr auszuhalten?“.

Su.S.

Unsere Seele, unser „wertvollstes Stück“ und mein Lieblingsthema, die wir bis heute und wohl NIE so ganz verstehen werden (können), wenn man sich ihrer nicht endlich ganz bewusst wird, warum und wozu wir diesen wertvollen „Kern“ eigentlich überhaupt „in uns“ haben. Wir, als denkendes Individuum, dürfen und sollten daher nicht weiterhin zulassen, immer mehr „abzustumpfen“, denn das wäre fatal. Fatal auch für unsere Zukunft. Es ist für unserer aller Zukunft so immens wichtig, dass wir „wach“ und sensibel bleiben und nicht, wie die meisten wohl denken oder annehmen, hart und unantastbar zu sein. Das mag dem ersten Anschein nach wohl so sein, gerade wenn man sich die heutigen Lebensbedingungen zu Gemüte führt. Dem ist aber nicht so, es ist ein Trugschluss sondergleichen und spielt geradezu hervorragend denjenigen in den Händen, die mit unserer Gesellschaft nichts Gutes im Schilde führen!

Warum das so ist, möchte ich Ihnen im Folgenden erläutern. Zurück deshalb zum Ausgangspunkt, zu unserer Seele.

Warum also bereitet uns dieser kleine „Kern“ nur allzu oft auch Kummer, aber auch genauso Freude? Und warum können wir diesen Kern nicht jederzeit dann so annehmen, wie er sich uns gerade gibt und zeigt, mal glücklich und mal traurig? All das, was „in uns“ ist, das sind wir selbst, und wenn wir das in unserer ganzen Bandbreite der Gefühle akzeptieren würden, könnten wir wesentlich „befreiter“ damit sein. Wir könnten dann wieder ganz bewusst Situationen aufnehmen, wahrnehmen und bewerten.

Wir alle möchten im Grunde unser Glück auf Erden erfahren. Wir wünschen uns, dass wir hier auf Erden das sein können, was wir sein möchten, und nichts anderes. Wir möchten alle „wir selbst“ sein und uns irgendwann verwirklichen. Und während wir noch darüber nachdenken, eröffnen sich vor unseren Augen bereits so manche große Täler, in die wir unser Glück am liebsten sofort hineinlegen würden, mit der Hoffnung verbunden, damit auch „eins sein“ zu können, mit uns selbst und mit unserer Umgebung. Aber wann waren wir tatsächlich wirklich mal ganz „wir selbst“? Wann haben wir das letze Mal nur genau DAS getan, was ausschließlich uns selbst glücklich gemacht hat? Haben Sie mal darüber nachgedacht und sich das gefragt? Ich denke, dass wohl die meisten Menschen in der heutigen Zeit eben nur das tun, was von ihnen direkt oder indirekt (ab)verlangt wird und von dem sie denken oder auch wissen, es für andere tun zu müssen.

Könnten wir denn über unser Handeln noch selbst und völlig frei bestimmen, wenn wir denn ganz bewusst wollten? Warum ist es so schwer, den allgemeinen Anforderungen in unserer Umgebung zu widerstehen und zu widerstreben? Haben wir tatsächlich noch die innere Kraft, aus unserem Denken heraus, ganz frei und losgelöst selbst zu entscheiden, ohne dass Vorwürfe oder Erwartungshaltungen von anderen Menschen dahinter stehen?

Nein! Ein ganz klares Nein! Alles, was wir erfahren, alles, was wir tagtäglich erleben und sehen, alles, was wir letztendlich „sind“, wird nur noch von äußeren Einflüssen, von Vorgaben bestimmt! Das ist der Preis der zivilisierten Gesellschaft. Das ist unser eigener hochbezahlter Preis dafür, den wir tagtäglich bezahlen.

Wer bestimmt denn, dass wir so denken, wie wir denken und folglich so fühlen, wie wir fühlen? Unsere Gesellschaft ist es, einzig und alleine die Gesellschaft – und das sind letztendlich wir alle zusammen. Jeder Einzelne von uns entscheidet mit darüber, wie sich eine Gesellschaft entwickelt. Über ihre Werte und Normen, über Form, Farbe und Anspruch darin. Wir gestalten sie alle ( direkt oder indirekt) mit und beschließen, darin zu leben. Und wenn wir nicht mehr verstehen wollen, dass auch ein kleiner, aber wichtiger Anteil eben darin liegt, wieder „egoistischer“ zu sein, auch an sich selbst mal wieder zu denken, sich einfach liebevoll „um sich selbst zu kümmern“, sich Ziele zu setzen und Wünsche zu erfüllen, dann werden wir über kurz oder lang auch nicht mehr innerlich in der Lage sein, um überhaupt noch andere Dinge wahrzunehmen oder zu erkennen. Wir werden nicht mehr die nötige Kraft aufbringen können, um zu realisieren, was um uns herum eigentlich „passiert“. Unser Bewusstsein für unsere Umwelt schaltet seinen Empfang mangels positiver Empfindungen auf „Standby“ und wir werden somit unweigerlich nicht erst übermorgen, sondern vielleicht schon morgen an einem Abgrund unserer eigenen schönen Träume stehen. An einem Abgrund – so tief wie der tiefste Ozean, und aus dem man alleine aus eigener Kraft auch so schnell nicht wieder herauskommen wird. Ein Szenario, an das ich, ehrlich gesagt, erst gar nicht denken möchte. Ich frage mich allerdings, was morgen sein wird, wenn alles (und nicht nur auf Deutschland bezogen) nicht mehr so sein wird, wie es einstmals war bzw. wie wir es jetzt noch kennen und kannten. Wie wir es gewohnt waren, auch zum Teil aus unserer noch „guten alten Zeit“? Ich frage mich, wie es wohl sein wird, wenn man plötzlich alles verliert, obwohl man doch dachte, „alles zu haben“?

Warum fällt es uns Menschen bloß so schwer, rechtzeitig im Vorfeld etwas zu erkennen und entsprechend einzulenken/zu handeln, bevor vielleicht alles zu spät ist?

Liegt es alleine nur daran, dass wir im „Hier und Jetzt“ leben und uns dessen nicht mehr genügend bewusst sind, was morgen geschehen kann oder geschehen wird? Alles hat irgendwann seinen Preis, selbst die „Macht der Gewohnheit“.

Ich hoffe deshalb, dass wieder allgemein mehr Bewusstsein erlangt werden kann, in jeder Hinsicht, insbesondere aber natürlich für unsere so wichtige Seele. Denn mit ihr „fällt“ oder „steht“ der Mensch. Eine stabile Seele macht uns lebendig und aktiv. Sind das nun eigentlich realisierbare Wünsche von mir? Ja, ich denke und hoffe schon! Mir ist bewusst, dass wir alle im „Hier und Jetzt“ leben und dieses auch noch wertzuschätzen wissen. Was wäre also eine Zukunft für uns, die nicht mehr stabil ist? Sie wäre wohl nichts weiter als ein Albtraum.

Bleiben wir lieber unserem Wunsche treu, so viel wie möglich an Glück in unserem Leben zu erfahren, und begeben uns  deshalb zuallererst hierfür wieder zurück auf den Pfad „zu uns selbst“… kostenfrei und relativ überschaubar.

Deshalb, lassen Sie sich nicht verbiegen und bleiben sich treu!

https://buergerstimme.com/

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7 Kommentare zu “Gratwanderung: Unsere Zukunft am Scheideweg

  1. Vielen Dank, liebe Rositha für diesen wundervollen Beitrag. Ja, unsere Seele, dieses kleine Ding, wie du sie nennst, ist ewige Begleiterin unseres Daseins, doch ewig wechselhaft in der Art und Weise, mit uns zu gehen. Oft Freundin, die es versteht, Freude in unser Herz zu bringen, dann ist sie wieder nur schmerzhaft zu ertragen. Und ab und an hält sie uns zum Narren, dann spielt sie mit uns. Doch dieses wertvolle „Feuer“ in uns, hält uns am Leben, verhindert mit ihrer Vielfalt, das wir in den Sog des dahin dämmern gelangen. Auf diese Art bleiben wir auf der Suche nach dem Glück, nach dem Weg ins Morgen. Oft meinten wir diesen schon gefunden zu haben, es war immer ein Teilstück dessen, was wir scheinbar nie ganz finden werden, aber ein wertvolles Stück vom „Ganzen“. Dieses Treiben unserer Seele erhält uns die Hoffnung, macht uns immer wieder Mut. Macht uns dieses kleine „Biest“ glücklich ? Ich glaube schon, so werden wir ja zu ewigen Glückssuchern, und machen uns weiter auf die Suche nach der Wahrheit des Lebens. Sie schläfert uns nicht ein, sie hält uns wach – am Leben. Dieses kleine „Ding“ versteht es, das große Glück in kleinen Etappen auf unsere Wegstrecke zu verteilen, damit wir es Stück für Stück erleben dürfen. Oft wirft sie mal einen Knüppel auf den Pfad, damit wir erkennen lernen, wohin wollen wir gehen. Unsere Seele nimmt uns voll in Anspruch, wollen wir das vermissen – ich denke nicht. Nur so werden wir zu Menschen, die lebhaft teilhaben an der Existenz einer Gesellschaft, jeder gibt sich so gut es geht ein, ins Geschehen. Unser Weg ist immer eine Gratwanderung, Stets voller Fragen, die Antwort hält unsere Seele oft verborgen, nicht aus Bosheit, wir sollen mit ihr in Kontakt bleiben. Zur Belohnung gibt es so manche Antwort. Unsere Zukunft steht wahrlich am Scheideweg, wir selbst entscheiden, lassen wir den Absturz zu, oder nicht. Doch wir haben diese wunderbare Begleiterin in uns, lehnen wir uns an einen Baum in freier Natur, weit ab vom Alltag, und öffnen uns dieser edlen. Sie wird uns Antwort geben, wenn wir sie ernst nehmen, als Teil von uns annehmen. Es ist ein großer Vorteil eine Seele in sich zu spüren, es macht uns reich gegenüber von Seelenlosen, die nur den Mammon als Wert sehen. Wir sind reich an edlen Träumen, ein jeder, der in Erfüllung geht ist ein Geschenk. Durch unsere Seele werden wir gefordert, Glück und Unglück mit gleicher Kraft zu meistern, dies macht das Kleine „Ding“ zum echten Kleinod unseres Lebens.

    Ganglerie

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