Ein Fall für Verschwörungstheorien: Serie von Todesfällen russischer Diplomaten und ein ominöser Brief

3. März 2017

Spätestens mit dem Tod des russischen Spitzendiplomaten Witaly Tschurkin fragen sich internationale Medien, was von der unheimlichen Serie nicht geklärter Todesfälle regierungsfreundlicher Politiker aus Russland zu halten ist. Die Suche nach einem Muster hinter den angehäuften ‚Herzproblemen’ ergab bisher keine relevanten Deutungen. Hier die Fakten:

Zeitleiste von Todesfälle in den letzten vier Monaten:

8. November 2016

Am Morgen des US-Wahltages wurde der russische Diplomat Sergej Kriwow (63), bewusstlos auf dem Fußboden des russischen Konsulats in New York mit einer Kopfverletzung aufgefunden. Zuerst hieß es, Herr Kriwow sei vom Dach gefallen. Später erklärte die russische Botschaft, er sei an einem Herzinfarkt gestorben.

BuzzFeed berichtete, dass drei Monate später die Verfasser des Obduktionsberichts immer noch unsicher sind, wie er genau gestorben ist. Kriwow soll in der Botschaft in New York für Gegenspionage zuständig gewesen sein.

19. Dezember 2016

Russlands Botschafter in die Türkei, Andrej Karlow (62), wurde auf einer Fotoausstellung in Ankara ermordet. Dem Diplomaten wurde während seiner Eröffnungsrede von einem türkischen Polizisten in den Rücken geschossen.

An demselben Tag wurde der Diplomat Peter Polschikow (56), in seiner Moskauer Wohnung erschossen. Man fand die Tatwaffe vor Ort, aber die genauen Umstände seines Todes werden noch untersucht. Polschikow arbeitete im russischen Außenministerium in der Südamerika-Abteilung.

  1. Dezember 2016

Ex-KGB Chef Oleg Erowinkin (61), wurde am zweiten Weihnachtsfeiertag tot hinter seinem Auto in Moskau gefunden. Medienberichten zufolge, ging man ursprünglich von einem Mord aus. Später hieß es, er sei an einem Herzinfarkt gestorben. Erowinkin wird mit dem ehemaligen englischen MI 6-Spion Christopher Steele in Zusammenhang gebracht. Steele ist der Verfasser des umstrittenen Trump-Dossiers.

  1. Januar 2017

Der russische Konsul in Athen, Andrej Malanin (55), wurde tot auf dem Badezimmerboden seiner Wohnung von einem Botschaftsmitarbeiter gefunden. Die griechische Polizei fand „keine Beweise für einen Einbruch“. Weitere Untersuchungen dauern an. Malanin arbeitete in Athen während einer Zeit von sich verbessernden Beziehungen zwischen Griechenland und Russland, als Griechenland von der EU und NATO zunehmend kritisiert wurde.

  1. Januar 2017

Russlands Botschafter in Indien, Alexander Kadakin (67), ist gemäß der indischen Zeitung The Hindi nach einer „kurzen Krankheit“  gestorben. Er solle sich schon seit ein paar Wochen unwohl gefühlt haben. Laut Reuters soll Kadakin an einem Herzversagen gestorben sein. Weitere Details seien nicht bekannt.

  1. Februar 2017

Russlands UN-Botschafter, Witaly Tschurkin (oberes Foto – 64), verstarb plötzlich in New York an Herzversagen. Ein den Fall prüfender Mediziner hat allerdings vorgeschlagen, einen Vergiftungstest durchzuführen.

Bereits im November 2015 war Michail Lesin, einer der Gründungsväter der russischen Mediengruppe RT, in einem Washingtoner Hotelzimmer mit bisher ungeklärter Todesursache ums Leben gekommen (Tochter von Michael Jackson hat einen ungeheuerlichen Verdacht, warum ihr Vater starb).

 

WikiLeaks enthüllt John McCains illegale Anfrage nach Wahlkampfgeldern beim russischen Botschafter, der am Montag in New York plötzlich verstarb

Die John McCain-Russland Saga ist soeben noch bizarrer geworden. Senator John McCain sprach 2008, als er Präsidentschaftskandidat war – direkt und illegal – den russischen UN Botschafter Witaly Tschurkin an, und bat ihn dem McCain/Sarah Palin Kandidatenpaar der Republikaner Geld zu spenden, wie es in Dokumenten heisst, die heute von WikiLeaks veröffentlicht wurden.

Seit der Präsidentschaftswahl im November 2016 warf Senator McCain Russland vor, sich in die US Politik einzumischen und für Präsident Donald Trumps erfolgreiche Kandidatur verantwortlich zu sein. Ironischerweise war es McCain selbst, der von Russland wollte, dass es sich in die Präsidentschaftswahl von 2008 einmischt, indem er den russischen Botschafter um Wahlkampfspenden bat.

Was diese Geschichte noch etwas verrückter werden lässt, ist dass die Nachrichtenseite True Pundit vor kurzem die russische Botschaft in New York kontaktierte, um einen Kommentar von Botschafter Tschurkin zu McCains unorthodoxer schriftlicher Anfrage zu bekommen. Am Dienstag allerdings berichteten diplomatische Mitarbeiter, dass Botschafter Tschurkin am Montag Abend plötzlich in der Botschaft starb. NBC News hat den Tod als verdächtig berichtet.

Was aber bleibt ist, dass Tschurkin und die Russische Regierung in der Zeit von McCains Präsidentschaftskandidatur als Antwort auf seine Anfrage einen knappen Brief und eine offizielle Stellungnahme an den führenden US Senator schickten:

„Wir haben von Senator John McCain einen Brief erhalten, in dem er um finanzielle Mittel für seine Präsidentschaftskampagne bittet.

In diesem Zusammenhang möchten wir klarstellen, dass russische Vertreter der Botschaft der russischen Föderation bei den Vereinten Nationen oder Mitglieder der Russischen Regierung keine politischen Aktivitäten im Ausland finanzieren.“

Die russischen Offiziellen wussten ganz offensichtlich, dass McCains Anfrage nach US Recht illegal war, nach dem es ausländischen Regierungen verboten ist, Präsidentschaftskandidaten Geld oder Hilfe zur Verfügung zu stellen und es auch für US Präsidentschaftskandidaten verboten ist, im Ausland um Hilfe zu bitten (Ermordeten CIA, MI5 und Südafrika den UN-Generalsekretär?).

 

Offenbar wusste McCain dies nicht oder er ignorierte die Rechtslage, als er den Brief am 29. September verschickte, der direkt und persönlich an Tschurkin in der russischen Botschaft in der 67. Strasse in Manhattan gerichtet war (Mysteriöse Zusammenhänge – Teil 1: Seltsame Todesumstände von US-Präsidenten9.

McCain meinte zu den Russen, dass sie mit allen geläufigen Kreditkarten 5.000 Dollar oder mehr spenden könnten. Es sei gesagt, dass McCains Brief sich wie ein normaler Wahlkampfspendenaufruf liest und sehr wahrscheinlich unbemerkt geblieben wäre, hätte Churkin nicht die Gelegenheit ergriffen und eine offizielle Stellungnahme durch die russische Regierung veröffentlicht […]

Literatur:

Denn sie wussten zu viel …: Mysteriöse Todesfälle und ihre wahren Hintergründe von Andreas von Rétyi

Der Fall Barschel von Yesim Zolan

Die wahren Mörder von J.F.Kennedy und Marilyn Monroe von Jörg Bloem

MAKE THAT CHANGE: Michael Jackson: Botschaft und Schicksal eines spirituellen Revolutionärs. von Armin Risi

Video:

http://www.pravda-tv.com

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