
Rettungssanitäter in Hamburg.Foto: Bodo Marks/dpa
„Als ich mich umdrehte stand der Patient hinter mir, hat sich die Kette vom Hals gerissen und hatte seinen Kettenanhänger, was so ein Adler war, zwischen den Fingern.“ Damit habe die Person versucht auf den Hals des Sanitäters einzustechen, berichtet das „Hamburg Journal“ des NDR.
Dass es sich bei solchen Angriffen auf Rettungskräfte nicht um Einzelfälle handelt, zeigt die Studie der Kriminologin Lara Jania Dressler. Sie befragte 500 Hamburger Feuerwehrleute.
90 Prozent der Übergriffe nicht angezeigt
Demnach wurden in 2014 40 Strafanzeigen erstattet. Tatsächlich gab es aber insgesamt 1590 Übergriffe. Anders gesagt, wurden über 90 Prozent der Fälle gar nicht erst angezeigt. Nicht aber, weil es sich dabei um sogenannte Bagatelldelikte handelt, erklärt Dressler. Die Retter werden geschubst, geschlagen, getreten, mit Waffen bedroht und angegriffen oder bestohlen.
Die Dunkelziffer sei schockierend sagt Daniel Dahlke von Feuerwehr-Gewerkschaft und Berufsverband. Damit habe er nicht gerechnet.
Zwar würden alle dokumentierten Fälle zur Anzeige gebracht, wie Feuerwehrsprecher Jan Ole Unger betont. Und bei der Dokumentation sei Hamburg Vorreiter. Allerdings scheinen die Feuerwehrleute nur die schlimmste Fälle melden, was mehrere Gründe habe.
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