US-Wahl: Eine Niederlage für den Journalismus

Von: Ferdinand Knauß | WirtschaftsWoche

10. Nov. 2016

Das Entsetzen über Trumps Sieg zeigt, dass der Journalismus in den USA wie in Deutschland den Kontakt zur Gesellschaft verliert. Ein offener Blick auf die Gründe des Volkszorns tun not, kommentiert EurActivs Medienpartner „WirtschaftsWoche“.

„Im Moment sind die Menschen hier in einer Schockstarre….“, sagte die USA-Korrespondentin des Nachrichtensenders N-TV am Morgen nach der Wahl Donald Trumps zum nächsten amerikanischen Präsidenten. Ähnlich hätte man vermutlich auch die Stimmung in Deutschland beschreiben können.

Zumindest im unmittelbaren Umfeld derjenigen Menschen, die über Wahlen berichten, wird das auch zutreffend sein. Aber die Aussage der NTV-Journalistin ist natürlich trotzdem falsch. Denn „die Menschen“ in Amerika haben bekanntlich Trump gewählt. Und diese Menschen freuen sich vermutlich – oder empfinden zumindest Genugtuung. Vermutlich auch ein gar nicht so unbeträchtlicher Teil der Deutschen, der Franzosen und anderer Nationen.

Gerade wir Journalisten können oder wollen dieses Wahlergebnis kaum fassen. Vermutlich auch, weil wir zwar über Trump schreiben, aber kaum jemals mit seinen Anhängern sprechen. Für französische Journalisten und den Front National gilt das ähnlich wie für deutsche und die AfD. In westlichen Gesellschaften hat sich ein Graben aufgetan und die große Mehrheit der Journalisten steht auf derselben Seite – da wo auch die politischen Eliten stehen.

Diese Diskrepanz zwischen dem medialen Urteil und der Wahlentscheidung der Mehrheit der Amerikaner ist ein wichtiger Teil des Ereignisses, dessen Zeugen wir geworden sind. Vielleicht berührt es sogar dessen Kern. Ein Kollege vom „Stern“ schreibt: „Offensichtlich blicken wir, die liberalen Eliten, es schlicht nicht mehr. … Der Siegeszug der Populisten zeigt, dass sich die politische Tektonik verschoben hat, ohne dass wir es mitgekriegt oder auch nur um Ansatz begriffen hätten.

Da hat der Kollege zweifellos recht. Nicht nur das politische, sondern auch das publizistische Establishment hat offensichtlich den Draht zu einem großen Teil der Gesellschaft verloren. In Amerika ist es, wie diese Nacht gezeigt hat, die Mehrheit.

Den Draht verloren haben allerdings auch die Demoskopen. Ihre Vorhersagen werden immer unzuverlässiger – in den USA wie in Europa. Die falschen Voraussagen für den Sieg des Remain-Lagers in Großbritannien und jetzt Clintons in den USA dürften Indizien dafür sein, dass die Befragten ahnen, welche Antwort dem Demoskopen sympathischer ist. Man spricht vom „Shy Trump Effekt“.

Wenn eine Machtelite an Autorität verliert und neue Wettbewerber auftreten, die ihr die Macht streitig machen, so muss man die Gründe dafür vernünftigerweise bei den bisherigen Eliten suchen. Sollte man meinen. Doch ganz offensichtlich haben die überkommenen politischen Eliten die Bürger in einem Ausmaß enttäuscht, das sie bislang nicht wirklich wahrgenommen haben.

Was den Washingtoner Eliten, deren Inkarnation nun einmal Hillary Clinton ist, zum Verhängnis wurde und die politischen Kreise in anderen westlichen Hauptstädten ebenso existentiell gefährdet, ist ein Mangel an grundlegendem Selbstzweifel und Bereitschaft zur offenen Selbstkritik innerhalb dieser Eliten.

Und als ein Teil dieser selbstunkritischen Eliten erscheint auch der mediale Komplex. Der Aufstieg der so genannten Populisten wurde nicht als das erkannt, was er im Kern ist, nämlich ein Aufstand gegen das Establishment. Statt die Gründe im offensichtlichen Versagen der Regierenden zu suchen, stürzte man sich auf die Rüpel selbst.

NACH DEN QUELLEN DES ZORNS SUCHEN

Der Wunsch sie bloßzustellen, sie als boshaft und gefährlich zu entlarven, obsiegte meist über die unbequeme Aufgabe, nach den ökonomischen und anderen Gründen des Zorns ihrer Wähler zu forschen. Was nicht heißen soll, dass die Bloßgestellten nicht tatsächlich boshaft und gefährlich sein können.

Offenbar waren all die von Journalisten offen gelegten Makel Trumps nicht entscheidend für den Wählerwillen. Entscheidend war offenbar vielmehr das Versagen der etablierten Eliten, gegenüber denen sich Trump als radikale Alternative präsentierte.

Warum ist das so? Einer Antwort darauf kommt man vielleicht mit Hilfe der Indexing-Hypothese des amerikanischen Medienwissenschaftlers Lance Bennett näher. Er hat gezeigt, dass sich die Ansichten von Journalisten an der Bandbreite der Positionen im etablierten politischen Betrieb orientieren. Grundlegende Kritik von außerhalb des Establishments bleibt weitgehend außen vor. Es liegt in der Natur der Sache, dass der Indexing-Effekt umso problematischer wird, je kleiner das Spektrum der im politischen Establishment vertretenen Positionen und je größer die Diskrepanz zu den in der breiten Bevölkerung vertretenen Positionen ist.

Indexing, also die Orientierung an den politisch tonangebenden Eliten ist eine dauernde Versuchung und Gefahr für den Journalismus. Denn es macht die Kritiker genauso blind für Probleme und Gefahren außerhalb des eigenen Sichtfelds wie diejenigen, die zu kritisieren ihre Aufgabe ist. Die Balance zwischen berufsbedingter Nähe zu den Mächtigen und kritischer Distanz zu finden, ist und bleibt eine Daueraufgabe.

Zu der kritischen Distanz gehört aber auch, sich nicht mit dämonisierenden und pädagogischen Erklärungen für das Phänomen Trump oder die Erfolge des Front National in Frankreich oder der AfD zu begnügen. Denn sie sind nicht durch den irrationalen Hass provinzieller Hinterwäldler auf Einwanderer zu erklären. Das sind sozialpsychologische Folgen, nicht Ursachen.

Nach den Quellen des antielitären Zorns zu suchen und sie zu kartieren, bleibt eine noch längst nicht erfüllte Aufgabe für eine kritische Öffentlichkeit. Aufklärung tut not. Über die benennbaren, aber selten in der Öffentlichkeit benannten Probleme und durchaus begründeten, keineswegs irrationalen Ängste weiter Bevölkerungsteile. Über ein instabiles Weltwirtschaftssystem, das ihnen und ihren Nachkommen zunehmende Unsicherheit verheißt und einer kleinen Schicht den Löwenanteil der noch erwirtschafteten Zuwächse. Aufklärung also über die Auflösungserscheinungen politischer und ökonomischer Ordnungen, die mit dem Wahlsieg Trumps noch offenkundiger geworden sind.

http://www.euractiv.de/

DIE WELTWEITE UND SYSTEMATISCHE VERGIFTUNG DURCH FLUORID – TEIL I

Avatar von rositha13Gesundheits-EinMalEins

(Admin: Ich wärme hier noch einmal dieses Thema auf – es gibt noch allzuviele Leute, die das einfach nicht wissen – oder verstehen wollen!)

Die Fluorid-Lüge

Freie Wissenschaftler sowie Forscher aus der ganzen Welt lassen sich nicht mehr durch schmutziges Geld und Drohungen Mundtot machen, denn was viele Menschen noch immer nicht wissen ist, wie skrupellos die verantwortlichen Machthaber mit unserer Gesundheit umgehen. Schließlich geht um viel Geld und um Macht … durch die Zurückhaltung von Wissen, jenes Wissen, welches mit dem natürlichen Entwicklungsprozess unseres Bewusstseins in Zusammenhang steht! Ist Ihnen klar welches geistige Potential bisher durch Fluorid unterdrückt wurde … und ganz besonders, welche Erkrankungen viele von uns niemals bekommen hätten?!

So sind noch immer Millionen von Menschen in dem Glauben Fluorid mache die Zähne hart und würde uns gegen zuckrige Angriffe schützen. Die meisten Menschen sind auch in dem Glauben, dass die Moderne Wissenschaft doch alles über solche „Heilmittel“ wisse…

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UNFASSBAR!!! Deutschland steht kurz vor dem Untergang

John Kassebaum 2

Veröffentlicht am 28.09.2016

Beschreibung

Kriegsministerin von der Leyen gegen die USA

Avatar von UnbekanntTerraherz

In dieser Wutrede über die Kriegsministerin Ursula von der Leyen wird aufgezeigt, wie wichtig ihr das Angriffsbündnis NATO ist, dass sie es als Wertegemeinsachft betrachtet und dass sie nicht mit Russland „kuscheln“ will und die USA vor so einem Dialog mit Russland warnt.

Frank Geppert

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Freiburg: „Südländer“ verprügeln Mann (51) – Stunden später ist er tot

Ein 51-jähriger Mann pinkelt an einen Baum. Dabei wird er von jungen Südländern bemerkt, die ihn daraufhin beleidigen und tätlich angreifen. Als er nach Hause kommt, erklärt er seinem Sohn, dass er Schmerzen im Oberkörper habe. Noch am selben Tag stirbt der Mann.
Tatort Foto: Polizei Freiburg

Am 15. Oktober erschien ein junger Mann auf dem Polizeirevier Freiburg und teilte mit, dass sein drei Tage zuvor verstorbener Vater (51) am selben Tag zwischen 15 und 16 Uhr offenbar eine Auseinandersetzung mit mehreren Personen hatte.

Den Schilderungen habe sein Vater im Bereich der Johanneskirche in Freiburg seine Notdurft verrichtet. Dies bemerkten vier Männer mit südländischem Aussehen, wie ihm sein Vater vor seinem Tod erzählte. Diese hätten ihn zunächst beleidigt und dann körperlich angegriffen.

Opfer erliegt inneren Verletzungen

Der Vater klagte gegenüber seinem Sohn über starke Schmerzen im Oberkörperbereich. Ein Arzt oder die Polizei wurden aber nicht hinzugezogen.

Am 19. Oktober ergab die rechtsmedizinische Untersuchung, dass der Mann „aller Wahrscheinlichkeit nach an den Folgen des körperlichen Übergriffs verstorben“ sei, so der Polizeibericht.

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen und bittet Zeugen, die Hinweise zu den Tätern und zum Geschehen geben können, sich unter Telefon 0761 / 882 – 5777 zu melden.

Flugblatt der Polizei Foto: Polizei Freiburg

Wenig Informationen

Obwohl sich die Tat am hellen Nachmittag auf einem öffentlichen Platz zutrug, sind bisher nur vereinzelte Hinweise auf das Geschehen eingegangen. Außerdem sprachen die Zeugen „durchweg nur von drei Tätern“, so die Polizei. Auch war eine Konkretisierung der vagen Täterbeschreibungen nicht möglich. Seit dem 8. November wurde nun ein entsprechendes Flugblatt ausgegeben und im Nahbereich des Tatorts und in den dortigen Behörden ausgehängt.

Täterbeschreibung:

Täter 1-3:

Alter: etwa 30 Jahre
Statur: einer auffallend schlank
Aussehen: südländisch

Täter 4:

Alter: Anfang bis Mitte 50
Statur: leicht untersetzt
Aussehen: südländisch

http://www.epochtimes.de/

Mensch – übernimm Verantwortung!

Widerstand ist ein Grundrecht!

11.11.2016 | Autor

Wir (DE) sind kurz vor einer offenen bürokratischen Diktatur!

Wirtschaftlicher Niedergang ist unausweichlich!

Prof. Schachtschneider in aller Kürze zum Ernst der Lage

https://youtu.be/QphTxFQKl70

Kommi Steve G.

„Gekaufte Politiker und gewaehlte Politiker von Politik und Wirtschaft, siehe Bruessel, das neue Berlin vom Dritten Reich, da hilft nur Widerstand, bevor die Banken alles dicht machen, wie heute in Berlin und am 11.11. in Prag

Was können wir jetzt noch tun, um das Schlimmste zu verhindern?

Wie lange werden diese Männer noch so offen sprechen können?

Sie (die EUliten) haben sich bereits das Recht geschaffen, diejenigen zu ermorden, welche widerstreben!

https://youtu.be/7vu1FolgTNQ

Das Wort „Demokratie“ ist Opium für das Volk, also lebt das Volk in einer Illusion von Demokratie, während die Diktatur im Hintergrund herrscht.

https://youtu.be/7PMYX4BqKxg

Auch dies geschieht unter politischer Kontrolle!

Wissen ist Macht und schafft Bewusstsein – weißt du um die Geschichtslügen über DE?

Das Ende der deutschen KOLLEKTIVSCHULD (!!!)

https://youtu.be/2VrrRPR0jJQ

Min.24 > Ahmadineschad ist ein Wissender!

http://bewusstseinsreise.net/widerstand-ist-ein-grundrecht/

https://rundertischdgf.wordpress.com/2016/08/27/heiko-maas-gibt-das-unschuldslamm-mein-team-hat-in-meinem-namen-linksextreme-verfassungsfeindliche-band-gelobt/

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Bildquelle: Sreenshot  https://www.youtube.com/watch?v=22RKuXAYR7c

Avatar von Senatssekretär FREISTAAT DANZIGbehindertvertriebentessarzblog

https://rundertischdgf.wordpress.com/2016/08/27/heiko-maas-gibt-das-unschuldslamm-mein-team-hat-in-meinem-namen-linksextreme-verfassungsfeindliche-band-gelobt/

Jaja, bis zu Melde, keine Verantwortung, mit Beratern aus der Knast – und Terroristen! Leider ein jeder ohne Verbindung zum Volk und Familie! Das Legat fehlt auch! DANK an Erfurter!

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Das gelobte Land

Ein  Flüchtling flieht in die Türkei,
Kriegt einen Apfel und ein Ei.
Da er das viel zu wenig fand,
Floh er drauf nach Griechenland.

Dort gab’s am Tag zwei Euro zehn,
Auch davon lebt man nicht bequem.
Drum flieht er mit den ganzen Horden
Weiter schnell in Richtung Norden.

Aber auch die Mazedonen
Wollen ihn nicht recht entlohnen.
Ob denn da wohl die Bulgaren
Etwas großzügiger waren?

Leider nicht; und die Rumänen
Woll’n ihn auch nicht gern verwöhnen.
Drum flieht er nach Ungarn weiter;
Doch auch die sind geizig, leider!

Nichts wie weg nach Österreich!
Dort gibt’s hundert Euro gleich.
Man kann als Flüchtling dort gut leben –
Sollt‘ er da noch weiter streben?

Doch erhält er guten Rat:
Mehr noch gibt’s im deutschen Staat!
Und in Deutschland wird sein Hoffen
Noch bei weitem übertroffen:

Essen, Trinken, Taschengeld,
Um alles ist es gut bestellt.
Die Monatskarte für den Bus
Ist gratis, wie der Netzanschluss.

Neue Zähne gibt’s für lau
Auch noch für die Ehefrau.
Deutschkurs, Traumatherapie,
Und „Willkommen“! rufen sie.

Die jungen Frau’n sind ganz beglückt
Und hoffen, dass er gut bestückt.
Im Gratis-Flirtkurs lernt er dann:
Wie macht man die am besten an?

Kinder, Vettern und Cousinen,
Onkel, Tanten, Konkubinen,
Mutti Merkel lädt sie alle ein,
Sollen auch willkommen sein.

„Familiennachzug“ wird’s genannt,
Ist bald im Orient bekannt.
In Strömen fließt das Kindergeld,
Das Nächste kommt bald auf die Welt.

In Schule und im Kindergarten
Kann man die Neuen kaum erwarten.
Deutsche gibt’s dort nur noch wenig,
Da fühlt man sich gleich wie ein König!

Und so sagt sich der Migrant:
Hier ist das gelobte Land!
Deutsches Geld und deutsche Frauen,
Unverhüllt, schön anzuschauen,
Was kann ich noch mehr begehren?
Will hier leben, mich vermehren!

Nein, wir werden euch nicht köpfen,
Könnten euch ja sonst nicht schröpfen!
Selbst die dummen Christenpfaffen
Sammeln Geld für uns, die Affen!

Ohne Arbeit gutes Leben,
Wo könnt‘ es das sonst noch geben?
Vom Amt kommt Miete und Hartz IV –
Angela, wir danken Dir!
(Gefunden im Internet, Verfasser unbekannt,

Übermittel von I. Stegner mit Gruss von Kunibertikus

Die neue Demut – Selbstkasteiung in den Mainstreammedien nach Trump-Erfolg

Deutsche Zeitungen auf einem Verkaufsständer, Berlin, Deutschland, 16. April 2014.

Deutsche Zeitungen auf einem Verkaufsständer, Berlin, Deutschland, 16. April 2014.
Einsicht ist der erste Schritt zur Besserung, sagt der Volksmund. Einen Tag nach dem überraschenden Sieg Donald Trumps bei den US-Präsidentschaftswahlen entdecken die Mainstreammedien plötzlich ihr Herz für „die da unten“ und für die „Unvernünftigen“.

von Timo Kirez

England entscheidet sich gegen die Europäische Union, Amerika wählt Donald Trump zum Präsidenten. Beide Male wurden die Mainstreammedien auf dem falschen Fuß erwischt. „Wie konnte das nur passieren?“, war die einhellige, reflexartige Reaktion. Nachdem sich der Pulverdampf des Wahlkampfs verzogen hat und alle kummervollen Tweets und Facebook-Posts abgeschickt worden sind, kehrt nun tatsächlich so etwas wie Demut ein.

„Es könnte sein, dass das an uns liegt. Wir haben die Hinweise nicht übersehen, wir haben sie ignoriert“, schrieb zum Beispiel Elisabeth Raether in der Zeit, und zwar schon im August, als Donald Trump die Vorwahlen für sich entscheiden konnte.

In der Online-Ausgabe des jetzt-Magazins der Süddeutschen Zeitung lässt Philipp Matheis in einem Kommentar wissen, dass die „Komfortzone“ verlassen werden müsse.

Und selbst die Wirtschaftswoche, die nun nicht gerade für klassenkämpferische Töne bekannt ist, schreibt, „dass der Journalismus in Amerika wie hierzulande den Draht zu weiten Teilen der Gesellschaft verloren hat. Kritische Distanz zu den Eliten und ein offener Blick auf die Gründe des Volkszorns tun not.“

Das eigentlich Erstaunliche an diesen Reaktionen ist jedoch, dass so getan wird, als ob diese Entwicklungen praktisch über Nacht, wie ein unerwartetes Erdbeben, die Welt erschüttert haben. Dabei gärt und brodelt es schon Jahrzehnten in Deutschland und in der Welt. Doch war man sich in den Beletagen des Journalismus oft zu schade, um sich in die vermeintlich trostlosen Niederungen der Wirklichkeit zu begeben. Das rächt sich jetzt.

Statt sich konstruktiv und auf Augenhöhe mit den als „dumm“ und „ungebildet“ abqualifizierten Menschen auseinanderzusetzen, sonnte man sich lange im trügerischen Schein der eigenen moralischen Überlegenheit. Was dabei besonders schmerzt, ist die Ignoranz und Arroganz der sogenannten „linksliberalen“ Intelligenzija.

Es ist ein Zynismus sondergleichen, dass ausgerechnet diejenigen, die vorgeben, sich für die „Schwachen“ und „Abgehängten“ einzusetzen, kaum ihren Würgereiz unterdrücken können, wenn sie auf den „Mann auf der Straße“ blicken. In den perwollweichen Wohlfühlwolken der sozialen Netzwerke, wo Algorithmen alles „Peinliche“ und „Verstörende“ herausfiltern, lebt es sich eben wunderbar ungestört.

Und man fühlt sich als Elite, in der Politik und auch in den Medien. Im Stern heißt es:

Offensichtlich blicken wir, die liberalen Eliten, es schlicht nicht mehr […] Der Siegeszug der Populisten zeigt, dass sich die politische Tektonik verschoben hat, ohne dass wir es mitgekriegt oder auch nur im Ansatz begriffen hätten.

Und selbst in der Welt lässt sich lesen:

Die deutsche Politik wie die Publizistik stehen vor den Scherben ihrer Weltanschauung, ihnen ist der Bezug zur Realität verloren gegangen. Der Schlag ist härter als noch beim Brexit. Er scheint vielen noch verrückter.

Es ist erstaunlich, dass es für so viel Einsicht und Reue erst einen Donald Trump gebraucht hat.

Die Frage mag erlaubt sein, was diese selbsterklärten Eliten die letzten Jahrzehnte so getrieben und gelesen haben. Wer nur ein wenig neugierig ist, hätte schon durch die Lektüre von Soziologen wie Zygmunt Bauman oder Ulrich Beck sehr früh eine Idee davon bekommen können, was auf uns zukommt. Buchtitel wie „Die Krise der Politik. Fluch und Chance einer neuen Öffentlichkeit“, Bauman, 1999, oder „Risikogesellschaft“, Beck, 1986, lesen sich heute wie tagesaktuelle Schlagzeilen.

Jetzt, wo man nicht mehr draufhauen und abkanzeln mag, sucht man offenbar den Dialog. So schreibt die Wirtschaftswoche weiter:

Gerade wir Journalisten können oder wollen dieses Ergebnis kaum fassen. Vermutlich auch, weil wir zwar über Trump schreiben, aber kaum jemals mit seinen Anhängern sprechen. Für französische Journalisten und den Front National gilt das ähnlich wie für deutsche und die AfD.

Mit anderen Worten: Das, was man immer wieder mal, etwa im Zuge von Live-Streams der Pegida-Demonstrationen, auch RT Deutsch vorgeworfen hat, nämlich einfach nur die Wirklichkeit abzulichten, wird jetzt zum neuen Mantra der Mainstreammedien erklärt. Sinkende Auflagenzahlen und wegbrechende Werbeeinnahmen mögen ihr Übriges zum Sinneswandel beigetragen haben.

Dass es sich lohnt, erstmal zuzuhören, bevor man die Keule auspackt, ist im Übrigen keine besonders neue Erkenntnis. Schon der liberale Historiker Ludwig Häußler schrieb im 19. Jahrhundert:

Haben wir einmal jenen Zustand erlangt, wo sich alle Elemente, auch die der Opposition, ohne Nachteil für das Ganze entfalten können, – was bis jetzt nur im Krieg der Fall ist, – so wird auch eine Fülle von Kräften, die zuvor nur auflösend auf das Ganze einwirken konnten, einen normalen und wohltätigen Einfluss ausüben.

Doch das letzte Wort sei ausnahmsweise der Welt überlassen:

Die Dinge werden anders, und wir mit ihnen. Das ist auch eine Chance, wenn wir dazulernen und die Abgehängten anhören und ernst nehmen, ohne sie abzuwerten.

Wir werden Sie beim Wort nehmen, liebe Kolleginnen und Kollegen!

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