Donald Trump: Wahlversprechen ade – wohl keine Strafverfolgung von Hillary Clinton

Man kann sich nicht darauf verlassen, dass das, was vor den Wahlen gesagt wird, auch wirklich nach den Wahlen gilt. Und wir müssen damit rechnen, dass das in verschiedenen Weisen sich wiederholen kann. – Angela Merkel, Bundeskanzlerin im Jahre 2008

Donald Trump - Wikipedia / Michael Vadon

Donald Trump – Wikipedia / Michael Vadon

Das einleitende Zitat könnte so auch der neue US-Präsident Donald Trump in den nächsten Tagen und Wochen sagen. Hat er in vielen Bereichen die Stimmung und Meinung der Bevölkerung aufgegriffen, um seinen Wahlkampf zu betreiben, so entfernt er sich mit Siebenmeilenstiefeln von den dort getroffenen Aussagen.

Die neueste „Entwicklung im Fall Hillary Clinton“ ist, dass Trump eines seiner Hauptthemen seines Wahlkampfs wohl nicht mehr verfolgen will: die Strafverfolgung der ehemaligen US-Außenministerin. Eigentlich keine Überraschung – auch wenn man die bisherige Auswahl seiner Kabinettsmitglieder betrachtet und seine angepassten Aussagen, um so die USA vermeintlich wieder zu „einen“. Vielleicht war aber Clinton auch nie eine politische Gegnerin, sondern nur Mittel zum Zweck, um ihn (ganz im Sinne der Internationalisten/Globalisten/Eliten) ins Oval Officehieven zu können.

Ich denke, wenn der gewählte Präsident, der auch der Chef deiner Partei ist, Ihnen sagt, bevor er überhaupt vereidigt wurde, dass er diese Anklagen nicht weiterverfolgen will, [dann] sendet er den Mitgliedern eine sehr starke Botschaft in Ton und Inhalt. Und ich denke, Hillary Clinton muss sich noch mit der Tatsache auseinandersetzen, dass die Mehrheit der Amerikaner sie nicht ehrlich und vertrauenswürdig findet. Aber wenn Donald Trump ihr bei der Heilung helfen kann, dann ist das vielleicht eine gute Sache. – Kellyanne Conway, Wahlkampfmanagerin Trumps

(I think when the President-elect, who’s also the head of your party, tells you before he’s even inaugurated that he doesn’t wish to pursue these charges, it sends a very strong message, tone, and content to the members. And I think Hillary Clinton still has to face the fact that the majority of Americans don’t find her to be honest and trustworthy. But if Donald Trump can help her heal, then perhaps that is a good thing. – Kellyanne Conway, Trump campaign manager)

Bereits gestern ging ich kurz auf ein Interview von Henry Kissinger mit CNN ein, wo er Trump bzgl. seiner Wahlversprechen beisprang und Trumps Einknicken quasi entschuldigte:

Man sollte nicht darauf bestehen, [Trump] auf Positionen festzunageln, die er im Wahlkampf eingenommen hatte.

(One should not insist on nailing [Trump] into positions that he had taken in the campaign.)

Man könnte fast meinen, dass das Interview Kissingers abgesprochen war, wenn man sich die weiteren Äußerungen von Trumps Wahlkampfmanagerin Conway ansieht:

Ich denke, er denkt an viele verschiedene Dinge, während er sich darauf vorbereitet der Präsident der Vereinigten Staaten zu werden, und Dinge, die wie während der Kampagne gesagt klingen, sind nicht unter ihnen.

(Look, I think, he’s thinking of many different things as he prepares to become the president of the United States, and things that sound like the campaign aren’t among them. )

Schon kurz nach seinem Sieg schwenkte Trump in seiner Rhetorik um, als er bei seiner Siegesrede Hillary Clinton als Kämpferin bezeichnete und die Menschen ihr Dankbarkeit schulden würden.

Vielleicht fangen manche Alternative Medien jetzt endlich damit an ihre „Besoffenheit über den Sieg Trumps“ abzulegen und ihn kritisch zu hinterfragen wie sie es auch bei einer Clinton getan haben und hätten.

 
Quellen:
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6 thoughts on “Donald Trump: Wahlversprechen ade – wohl keine Strafverfolgung von Hillary Clinton

  1. “ (…) Schon kurz nach seinem Sieg schwenkte Trump in seiner Rhetorik um, als er bei seiner Siegesrede Hillary Clinton als Kämpferin bezeichnete und die Menschen ihr Dankbarkeit schulden würden.
    Vielleicht fangen manche Alternative Medien jetzt endlich damit an ihre „Besoffenheit über den Sieg Trumps“ abzulegen und ihn kritisch zu hinterfragen wie sie es auch bei einer Clinton getan haben und hätten.“

    Zitat Ende.

    Genau so sieht es aus. Wieder mal ein sehr guter Beitrag von Konjunktion.info, eine meiner aktuellen Lieblingsseiten.
    Folgendes Gespräch passt auch sehr gut in diesen Zusammenhang:

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      • Gutes Thema! Da schreib ich evtl bald mal mehr zu. Bin grad zu erschöpft.
        Nur so viel schonmal: Habe da gestern einen höchst interessanten Kommentar von M. Petritsch auf ASR bzgl Hörstel gelesen. Hörstel wiederum hat letztens ganz gut gegen Elsässer und Jebsen geschossen, welche wiederum ja auch schon länger keine Freunde mehr sind.
        Das Teile und Herrsche- Prinzip macht auch vor dem alternativen Mainstream nicht halt.

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          • Hab vorhin mal bei den Kommentaren unter dem von Dir erwähnten Video (Kulturstudio) nachgeschaut, aber nicht viel Relevantes gefunden. Aber die Clips werden ja unter verschiedenen Kanälen hochgeladen. Evtl hattest Du ein anderes und damit auch andere Kommentare gesehen.
            Einer schrieb jedenfalls, Freeman sei „kontrollierte Opposition“ und das kann ich mir auch gut vorstellen. Seine Putin/Russland-Parteinahme ist meines Erachtens etwas sehr viel des Guten und dass er (genau wie Elsässer) bei den Bataclan-Anschlägen nichts von False-Flag wissen wollte, fand ich auch verdächtig. Ebenso, dass er nun, wie einige andere vom alternativen Mainstream ebenfalls, einen auf „Trump-Fanboy“ macht.

            In dem Kommentar auf ASR, den ich oben erwähnte, schreibt Petritsch, er habe Hörstel vor einiger Zeit 10.000 € geliehen und dann als Antwort nur noch seine Bescheinigung über Privatinsolvenz erhalten und danach nie wieder was von ihm gehört. Er warnt vor ihm als jemanden, der nur nehmen will und nicht geben.

            Tja, kann man jetzt, wie so vieles andere auch, glauben oder nicht bzw liegt die Wahrheit ja auch oft in der Mitte.
            Aufgrund seiner (aktuellen) Äußerungen und Positionen scheint mir Christoph Hörstel jedenfalls eher vertrauenerweckender und glaubwürdiger zu sein als Petritsch, Elsässer und Co
            Habe ihm 2011 am Rande einer „9-11“-Demo in Karlsruhe übrigens mal kurz die Hand geschüttelt und ein paar Worte gewechselt und da wirkte er auf mich sehr authentisch und volksnah.
            Elsässer und Janich habe ich auch schon persönlich kennengelernt. Die „Hand ins Feuer legen“ würde ich jedenfalls für niemanden der erwähnten Personen.

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            • Ja, die Sendung war von Kulturstudio auf einem anderen Kanal gepostet.
              Sei es, wie es sei, ich bin einfach vorsichtig und wenn bestimmte Aussagen zu konträr meinen Überzeugungen oder meiner Intuition laufen, dann lasse ich es lieber weg.
              Ich will alles, nur kein Desinformant sein, wobei man das nie ganz ausschließen kann.
              Solche Aussagen zu veröffentlichen wie der Petritsch, dient nur dazu, jemanden zu denunzieren, das ist aber privat, dazu müßte man dann Hörstels Aussagen auch hören.

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