Erster deutscher TV-Sender für Muslime

21 November 2016

Die islamische Ahmadiyya-Gemeinde ist seit einiger Zeit mit dem ersten deutschen TV-Sender für Muslime auf Sendung. Mit dem Live-Format »Islam verstehen« wollen die Ahmadiyyas ihrem Ziel, der Errichtung eines Kalifats und somit der »Vorherrschaft des Islam« ein Stück näher kommen.   

MTA Live-Sendung der Ahmadyias - (Bild: Screenshot Youtube)

MTA Live-Sendung der Ahmadiyya Muslime – rechts: Salman Tyyab – Ex-Stern Redakteur (Bild: Screenshot Youtube)

Die Truppe des erste deutschen TV-Sender für Muslime mit dem vielsagenden Titel »Islam verstehen«, setzt sich aus Salman Tyyab, ehemals bei Stern-TV in der Redaktion und als Stern-Reporter in Sachen »Flüchtlinge« unterwegs, einem muslimischen Moderator und zwei Imamen, allesamt mit korrekt sitzender Kopfbedeckung der Ahmadiyya-Muslim behutet, zusammen.

Der nichtkommerzielle Sender MTA, der die  Live-Sendung in Frankfurt produziert,  wurde von der muslimische Ahmadiyya-Muslim-Jamaat-Gemeinde (AMJ) ursprünglich ins Leben gerufen, damit »geflüchteten Mitglieder in der ganzen Welt das Freitagsgebet aus der Moschee live verfolgen konnten«.

Muslimische Extremisten produzieren ein »Programm gegen Extremismus«

Nun hat sich die AMJ, die der deutschen Gesellschaft als Vertreter eines angeblichen Reformislams verkauft wird, darauf verlegt, durch die deutschsprachige Sendung den »Deutschen die Angst vor dem Islam zu nehmen«. Die Sendung erfahre – auch von Nicht-Muslimen- einen enormen Zuspruch. Belege dafür können allerdings im zugehörigen Facebookauftritt nur schwer gefunden werden.

Die Frankfurter Allgemeine verkauft ihren Lesern das muslimische TV-Format gar als ein »Programm gegen Extremismus« und begnügt sich im betreffenden Artikel damit – wie bereits in früheren FAZ-Artikeln geschehen – auf die angeblich ausnehmende Toleranz der AMJ hinzuweisen. Im Facebookauftritt der MTA-Sendung würden die Ahmadiyyas sogar »fremdenfeindliche Kommentare« stehen lassen, so die FAZ. Solche Kommentare seien ganz normal, meint Tyyab. Viele Deutsche könnten einfach Muslime und Islamisten nicht unterscheiden. Der umtriebige Ex-Stern-Redakteur Tyyab ist sich sicher:  »Wer den Islam kennt, hat keine Angst mehr, seinen muslimischen Nachbarn kennenzulernen«.

Ahmadiyya-Gemeinde: Der Wolf im islamischen Schafspelz

Wer sich jedoch hinter dem muslimischen Nachbarn und dessen Ahmadiyya-Muslim-Jamaat-Gemeinde verbirgt und welches Ansinnen die Gemeinde verfolgt, darüber schweigt sich der muslimische Neumoderator samt FAZ indes aus.

Die angebliche islamische AMJ-Reformbewegung definiert als Endziel, wie die meisten gläubigen Muslime, die Errichtung eines Kalifats. Die islamische Sondergemeinschaft, die sich in den 1880er-Jahren in Indien gründete und nach ihrem Führer Mirza Ghulam Ahmad benannt ist, zählt sich offiziell zur Umma – also zur Gemeinschaft der Muslime – und fühlt sich den islamischen Rechtsquellen – Koran, Sunna und Hadith – fest verbunden.

Kritiker stufen die AMJ als eine militante Bewegung ein, die innerhalb von 300 Jahren den Sieg ihres Islams über alle anderen Religionen anstrebt. Durch die weltweite Ausbreitung besitzt die Ahmadiyya Muslim Jamaat nach eigenen Angaben über 200 Millionen Mitglieder und ist in 190 Ländern mit 14 000 Kalifats-Stützpunkten, genannt Moscheen, vertreten. Für Deutschland wurde 1989 – anlässlich des 100. Jubiläums der Ahmadiyya –das 100-Moscheen-Projekt ausgerufen. Für Europa wünschte sich der Kalif den Bau von 2500 Moscheen bis 1999.

Ganz wurde bislang das Ansinnen noch nicht erreicht, trotzdem kann die streng-muslimische AMJ auf beträchtliche Erfolge zurück blicken. Die Ahmadiyya-Vereinigung erhielt die rechtliche Gleichstellung durch die hessische Landesregierung. Seit Mitte Juni 2013 war damit erstmalig in Deutschland eine muslimische Vereinigung als Körperschaft des öffentlichen Rechts anerkannt und ist seither berechtigt, eigene Steuern zu erheben, islamische Friedhöfe zu betreiben und bekenntnisorientierten islamischen Religionsunterricht an hessischen Grundschulen zu begleiten.

Ahmadiyya-Gemeinde: Beim besten Willen kein Partner eines demokratischen Rechtsstaates

Die die Giordano-Bruno-Stiftung (GBS), in deren Beirat 2011 Hamed Abdel-Samad berufen wurde, kritisierte die rechtliche Gleichstellung der AMJ und verdeutlicht, dass die AMJ -um die »Vorherrschaft des Islam« Wirklichkeit werden zu lassen, erhebliche Missionsanstrengungen unternimmt. Der Missionseifer der Ahmadiyya gründet sich in der Vision ihres Führers von der »Eroberung Europas für den Islam«. Die GBS macht klar, dass »eine religiöse Gruppierung, die als zentrale Überzeugungen die Aussage bezieht sich in ihrer Kritik unter anderem auf eine der zentralen Glaubensaussagen der AMJ-Gemeinde: »Wer Allah verlässt, ist ein Insekt und kein Mensch!« offen propagiert, beim besten Willen kein Partner eines demokratischen Rechtsstaates sein kann«.

Die bekannte SPD-Politikerin Lale Akgün forderte in einem Fernsehbeitrag von Report Mainz, dass die Politik dadurch, dass sie auf das Propagandainstrument »Reformislam« durch die Ahmadiyya-Gemeinde hereingefallen sei und diese dann zum Partner erklärt habe, über viele Verfehlungen einfach hinweggesehen habe.

Die 2010 verstorbene Erziehungswissenschaftlerin Dr. Hiltrud Schröter befasste sich erschöpfend mit der AMJ und resümierte, dass die Gemeine eine Doppelstrategie anwende:  Anpassung und Integration einerseits, Machterweiterung der Führung andererseits. Der Ahmadiyya-Islam sei eine Politreligion und eine Herrschafts- und Gehorsamsreligion, die mit »Legalitätstaktik«, Doppelstrategie und Finanzkraft eine islamische Ordnung im Sinne ihrer herrschenden Dynastie errichten will. Dazu gehören der schnelle Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit wie auch die weltweite Propaganda in den Medien, besonders in MTA, Muslim Television Ahmadiyya, dem eigenen Satellitenfernsehen weltweit. Deutschland ist die Basis für die Missionierung beziehungsweise Eroberung, so Dr. Hiltrud Schröter.

Thüringer AfD klagt nach abgelehntem Bürgerbegehren gegen die Stadt Erfurt

Die AMJ plant in Erfurt den Bau eine Moschee mit Minarett und Kuppel im Erfurter Stadtteil Marbach. Dagegen formierte sich eine Bürgerbewegung , dessen Ansinnen von der AfD unterstützt und mit einem Bürgerbegehren begleitet wurde. Die Stadt Erfurt hatte diesen Antrag Ende Juli abgelehnt. Zur Begründung hieß es , der Antrag sei nach der Thüringer Kommunalordnung unzulässig, da gesetzwidrige Ziele verfolgt würden und widerspreche dem Bauplanungsrecht.

Gegen das abgelehnte Bürgerbegehren legte die Initiatoren des Bürgerbegehrens, der Parlamentarische Geschäftsführer Stefan Möller (AfD) und die AfD-Landtagsabgeordneten Corinna Herold, Anfang November Klage beim Verwaltungsgericht Weimar ein. Der Antrag auf ein neues Bürgerbegehren wurde bereits Mitte August gestellt. (BS)

http://www.metropolico.org/

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