Die geheime Regierung: John Pilger über Wesen und Funktion der „Lügenpresse“

8.11.2016 • 11:01 Uhr

Die geheime Regierung:  John Pilger über Wesen und Funktion der "Lügenpresse"

Der australische Medienexperte John Pilger befasste sich auf dem Blog „The New Matilda“ mit Mechanismen der Propaganda. Welchen Anteil haben gesteuerte Medien an den verheerenden Kriegen der jüngeren Zeit? RT Deutsch dokumentiert den Text.

Die Empörung unter den Betroffenen ist stets groß, wenn aufgebrachte Demonstranten oder empörte Kommentatoren die Leitmedien als „Lügenpresse“ zu schmähen.

John Pilger würde sich diesen Schmähbegriff, der mittlerweile sogar Eingang in den US-amerikanischen Sprachgebrauch gefunden hat, nie zu eigen machen. Dennoch weist er auf eine mögliche Quelle des tiefen Misstrauens hin, denen sich die liberalen Mainstream-Medien immer öfter ausgesetzt sehen.

Dieses reicht nicht zuletzt zurück in die Zeit vor dem US-Einmarsch im Irak im Jahre 2003. RT Deutsch dokumentiert Pilgers Beitrag auf „The New Matilda“:

Der amerikanische Journalist Edward Bernays wird oft als der Mann beschrieben, der die moderne Propaganda erfunden hat. Als Neffe Sigmund Freuds, des Pioniers der Psychoanalyse, war es Bernays, der den Begriff „Public Relations“ [ursprünglicher Ausdruck für Propaganda] als Euphemismus für die Meinungsmache und deren Täuschungen prägte.

Im Jahr 1929 überredete er Feministinnen dazu, Zigaretten für Frauen zu promoten, indem sie bei der New Yorker Osterparade rauchten – ein Verhalten, das damals noch als unerhört angesehen wurde. Eine Feministin, Ruth Booth, erklärte dazu: „Frauen! Entzündet eine weitere Fackel der Freiheit! Bekämpft dieses sexuelle Tabu!“

Bernays Einfluss ging weit über die Werbung hinaus. Sein größter Erfolg war seine Rolle bei der Überzeugung der amerikanischen Öffentlichkeit, sich den Schlächtereien des Ersten Weltkriegs anzuschließen. Das Geheimnis, so sagte er, bestehe darin, „die Zustimmung der Menschen zu erlangen“, um diese „nach unserem Willen zu kontrollieren und zu regieren, ohne dass es ihnen überhaupt bewusst wird“.

Er beschrieb dies als die „wahre herrschende Macht in unserer Gesellschaft“ und nannte es eine „unsichtbare Regierung“. Heute ist die unsichtbare Regierung mächtiger und unbekannter als je zuvor. In meiner Karriere als Journalist und Filmemacher habe ich nie erlebt, dass Propaganda sich dermaßen in unser Leben einschleicht, wie sie es jetzt tut und dass sie dabei auch noch einfach hingenommen wird.

Stellen Sie sich zwei Städte vor: Beide sind durch die Streitkräfte der Regierung ihres Landes belagert. Beide Städte sind von Fanatikern besetzt, die schreckliche Gräueltaten, wie das Köpfen von Menschen, begehen. Aber es gibt einen entscheidenden Unterschied: Hinsichtlich der einen Belagerung werden die Regierungssoldaten von eingebetteten westlichen Reportern als Befreier beschrieben, die enthusiastisch über ihre Schlachten und Luftangriffe berichten. Es gibt Titelseitenbilder dieser heldenhaften Soldaten, die ein Victory-Zeichen für den Sieg entbieten. Zivile Opfer finden kaum Erwähnung.

In der zweiten Stadt – in einem benachbarten Land – passiert fast genau das Gleiche. Regierungskräfte belagern eine Stadt, die von Fanatikern des gleichen Typs kontrolliert wird.
Der Unterschied ist aber, dass hier diese Fanatiker von den USA und Großbritannien unterstützt, beworben und bewaffnet werden. Sie verfügen sogar über ein Medienzentrum, das von Großbritannien und den USA finanziert wird. Ein anderer Unterschied ist, dass die Regierungssoldaten, die diese Stadt belagern, die Bösewichte sind, die für die Angriffe und die Bombardierungen der Stadt – die genau dieselben sind wie jene, die die „guten“ Soldaten in der ersten Stadt durchführen – verurteilt werden.

Verwirrend? Nicht wirklich. Das ist der grundlegende Doppelstandard, der das Wesen der Propaganda ausmacht. Ich beziehe mich natürlich auf die aktuelle Belagerung der Stadt Mossul durch die Regierungskräfte des Iraks, die von den Vereinigten Staaten und Großbritannien unterstützt werden, und auf die Belagerung von Aleppo durch die syrischen Regierungskräfte, die von Russland unterstützt werden. Die eine ist gut; die andere ist böse.

Was selten berichtet wird, ist, dass beide Städte nicht von Fanatikern besetzt oder vom Krieg verwüstet worden wären, hätten Großbritannien und die USA 2003 nicht den Irak überfallen. Diese kriminelle Unternehmung war komplett auf Lügen aufgebaut und die Stimmungsmache im Vorfeld war der Propaganda, die jetzt unser Verständnis des Bürgerkrieges in Syrien verzerrt, auffallend ähnlich.

Ohne diese als „News“ verkleidete, von Trommelwirbel begleitete Propaganda würde dieser monströse IS, die Al-Qaida oder al-Nusra oder auch der Rest der dschihadistischen Banden nicht existieren, und die Menschen in Syrien müssten heute nicht um ihr Leben kämpfen.

Einige erinnern sich vielleicht an eine Reihe von BBC-Reportern, die sich vor die Kamera stellten und Blair für das „verteidigten“, was sich später als das Verbrechen des Jahrhunderts herausstellte. Die amerikanischen Fernsehsender rechtfertigten George W. Bush auf dieselbe Art. Fox News brachte Henry Kissinger [vor die Kameras], um Colin Powells „Fälschungen“ [etwa die Giftgas-Lüge] zu propagieren.

Noch im selben Jahr, kurz nach der Invasion, habe ich ein Interview mit Charles Lewis, dem renommierten amerikanischen Investigativ-Journalisten, in Washington geführt. Ich fragte ihn, was geschehen wäre, wenn die freien Medien in der Welt ernsthaft das angezweifelt hätten, was sich später als plumpe Propaganda herausstellen sollte? Er antwortete, dass, wenn Journalisten ihre Arbeit getan hätten, „es eine reale Chance gegeben [hätte], dass wir nicht in den Krieg im Irak gezogen wären“.

Es war eine schockierende Aussage, und eine, die als solche von anderen berühmten Journalisten unterstützt wurde, denen ich die gleiche Frage stellte – Dan Rather von CBS, David Rose von The Observer und Journalisten und Produzenten von BBC, die anonym bleiben wollten.

Also anders ausgedrückt, bedeutet das: Hätten Journalisten ihre Arbeit erledigt, hätten sie die Propaganda infrage gestellt und untersucht, anstatt sie zu verstärken, würden Hunderttausende von Männern, Frauen und Kindern heute noch leben, und es gäbe keinen IS und keine Belagerung von Aleppo oder Mossul. Es hätte auch am 7. Juli 2005 nicht diese Gräueltaten in der Londoner U-Bahn gegeben. Millionen von Menschen hätten nicht fliehen müssen und es gäbe somit auch keines dieser fürchterlichen Flüchtlingscamps.

Nachdem es vergangenen November zu diesen terroristischen Gräueltaten in Paris gekommen war, hat Präsident Francois Hollande sofort Flugzeuge entsandt, um Syrien zu bombardieren – und wenig überraschend folgte mehr Terrorismus, als Resultat von Hollandes Wortspenden, wonach Frankreich sich „im Krieg“ befände und „keine Gnade“ zeigen würde. In Wahrheit füttern die staatliche und die dschihadistische Gewalt einander, nur traut sich kein Staatsoberhaupt, das auszusprechen.

Wenn die Wahrheit durch das Schweigen ersetzt wird, wird das Schweigen zur Lüge“, sagte einst der sowjetische Dissident Jewgeni Jewtuschenko.

Die Angriffe auf den Irak, auf Libyen und auf Syrien geschahen, weil die Staatsoberhäupter in diesen Ländern keine Marionetten des Westens waren. Die Menschenrechtsakten eines Saddam Hussein oder eines Gaddafi waren dabei irrelevant. Es ging darum, dass sie den Befehlen [des Westens] nicht gehorchten und ihnen nicht die Kontrolle über ihr Land gaben.

Das gleiche Schicksal erwartete Slobodan Milosevic, nachdem dieser sich geweigert hatte, ein „Abkommen“ zu unterzeichnen, das die Besetzung Serbiens und dessen Umwandlung in eine Marktwirtschaft bedeutet hätte. Seine Leute wurden bombardiert und er wurde in Den Haag angeklagt. Eine Unabhängigkeit dieser Art wird [vom Westen] nicht toleriert.

Wie WikiLeaks aufgedeckt hat, wurde der syrische Präsident Bashar al-Assad angegriffen, nachdem er im Jahr 2009 eine Ölpipeline abgelehnt hatte, die durch sein Land von Katar nach Europa führen sollte. Von diesem Augenblick an plante die CIA, die Regierung Syriens mithilfe dschihadistischer Fanatiker zu zerstören – den gleichen Fanatikern, die derzeit die Menschen in Mossul und im östlichen Aleppo als Geiseln halten.

Warum sieht man das nicht in den Nachrichten? Der ehemalige britische Diplomat Carne Ross, der für die Sanktionen gegen den Irak mitverantwortlich war, sagte zu mir:

Wir fütterten die Journalisten mit halbwahren und geschönten Informationen, oder wir stellten sie kalt. So hat das funktioniert.

Der mittelalterliche Schützling des Westens, Saudi-Arabien, an den die USA und Großbritannien Waffen in Milliardenhöhe verkaufen, zerstört derzeit den Jemen, ein Land, dem es so schlecht geht, dass man bereits von guten Zeiten spricht, wenn nur die Hälfte der Kinder unterernährt ist.

Schauen Sie auf YouTube und Sie werden die massiven Bombardements, mit „unseren“ Bomben, sehen, die die Saudis gegen bitterarme Dörfer sowie Hochzeiten und Beerdigungen durchführen. Die Explosionen sehen aus wie kleine Atombomben. Die Bombenschützen in Saudi-Arabien arbeiten eng mit britischen Offizieren zusammen. Auch diese Tatsache ist nicht in den Abendnachrichten zu sehen.

Propaganda ist am effektivsten, wenn unsere Zustimmung von denjenigen erzeugt wird, die über ausgezeichnete Ausbildungen verfügen – etwa durch Leute von Oxford, Cambridge, Harvard oder Columbia. Oder durch solche mit Karrieren bei der BBC, dem Guardian, der New York Times und der Washington Post. Diese Organisationen sind bekannt als die liberalen Medien. Sie präsentieren sich als aufgeklärte, fortschrittliche Tribune des moralischen Zeitgeistes. Sie sind anti-rassistisch, pro-feministisch und pro-LGBT. Und sie lieben den Krieg!

Während sie für den Feminismus sprechen, unterstützen sie räuberische Kriege, die unzähligen Frauen ihre Rechte, einschließlich des Rechts auf Leben, verweigern. Im Jahr 2011 wurde Libyen, damals ein moderner Staat, unter dem Vorwand zerstört, dass Muammar Gaddafi im Begriff war, sein eigenes Volk abzuschlachten. Das war die unaufhörliche Nachricht, für die es keine Beweise gab. Es war eine Lüge.

In Wahrheit wollten Großbritannien, Europa und die USA in Libyen, dem größten Ölproduzenten in Afrika, das durchsetzen, was sie einen „Regimewechsel“ nennen. Gaddafis Einfluss auf dem Kontinent und vor allem seine Unabhängigkeit waren nicht tolerierbar.
So endete er mit einem Messer in seinem Rücken, ermordet von Fanatikern, die von den USA, Großbritannien und Frankreich unterstützt wurden. Hillary Clinton jubelte über seinen grausamen Tod vor der Kamera und erklärte: „We came, we saw, he died!“ [Ha, ha, ha]

Die Zerstörung von Libyen war ein Medientriumph. Als die Kriegstrommeln schlugen, schrieb Jonathan Freedland im Guardian:

Obwohl die Risiken sehr real sind, gibt es gute Gründe für eine Intervention.

Intervention – was für ein höfliches, gutartiges, Wort des Guardians, dessen wirkliche Bedeutung für Libyen jedoch in Tod und Zerstörung bestand.

Nach eigenen Angaben startete die Nato 9.700 Luftangriffe auf Libyen, von denen mehr als ein Drittel auf zivile Ziele ausgerichtet war. Dazu gehörten Raketen mit Uran-Sprengköpfen. Betrachten Sie einfach die Fotos von den Trümmern von Misrata und Sirte und den Massengräbern, die vom Roten Kreuz freigelegt wurden. Den Unicef-Bericht über die getöteten Kinder, der besagt, dass „die meisten [von ihnen] unter 10 Jahre alt waren“. Als direkte Konsequenz davon wurde Sirte zur libyschen Hauptstadt des IS.

Die Ukraine markiert einen weiteren Medientriumph. Respektable liberale Zeitungen wie die New York Times, die Washington Post und der Guardian sowie Mainstream-Sender wie die BBC, NBC, CBS und CNN haben eine entscheidende Rolle dabei gespielt, dass ihre Zuschauer einen neuen und gefährlichen Kalten Krieg akzeptierten.

Alle haben die Ereignisse in der Ukraine falsch, einseitig und als einen bösartigen Akt Russlands dargestellt, dabei war der Staatsstreich in der Ukraine im Jahr 2014 tatsächlich das Werk der Vereinigten Staaten, unterstützt von Deutschland und der NATO.

Diese Umkehrung der Realität ist so durchdringend, dass Washingtons militärische Einschüchterung Russlands keine Meldung wert ist. Sie wird unter einer Schmieren- und Schreckenskampagne der gleichen Art verborgen, mit der ich im ersten Kalten Krieg aufgewachsen bin.

Die Russen kommen wieder, um uns zu holen, angeführt von einem anderen Stalin, den The Economist als den Teufel darstellt. Die Unterdrückung der Wahrheit über die Ukraine ist einer der umfassendsten Nachrichten-Blackouts, an die ich mich erinnern kann. Die Faschisten, die den Putsch in Kiew entworfen haben, sind vom selben Schlag wie jene, die die Nazi-Invasion der Sowjetunion im Jahre 1941 unterstützt hatten. Bei aller Angst über den Aufstieg des faschistischen Antisemitismus in Europa erwähnt kein Staatsoberhaupt die Faschisten in der Ukraine – außer Wladimir Putin, aber der zählt nicht.

Viele in den westlichen Medien haben zudem hart daran gearbeitet, die ethnische russischsprachige Bevölkerung der Ukraine als Außenseiter in ihrem eigenen Land und als Agenten Moskaus darzustellen, fast nie als ukrainische Bürger, die nach einer Föderation innerhalb der Ukraine streben und gegen einen fremd-orchestrierten Putsch gegen ihre gewählte Regierung Widerstand leisten.

Es herrscht fast eine Euphorie darüber, wie bei einem Klassentreffen von Kriegstreibern. Die Trommelschläger der Washington Post, die den Krieg mit Russland anheizten, sind die gleichen Redakteure, die die Lüge veröffentlicht hatten, dass Saddam Hussein über Massenvernichtungswaffen verfüge.

Für die meisten von uns ist auch die derzeitige US-amerikanische Präsidentschaftskampagne eine Medienfreakshow, in der Donald Trump der Erzfeind ist. Aber Trump wird von den Mächtigen in den Vereinigten Staaten nicht seines  widerspenstigen Verhaltens und seiner Meinungen wegen gehasst, sondern aus anderen Gründen. Für die unsichtbare Regierung in Washington ist der unberechenbare Trump ein Hindernis für den amerikanischen Gestaltungsplan des 21. Jahrhunderts. Es geht darum, die Dominanz der Vereinigten Staaten aufrechtzuerhalten und in diesem Zusammenhang Russland und, wenn möglich, auch China zu unterwerfen.

Für die Militaristen in Washington ist das eigentliche Problem an Trump, dass er in seinen lichten Momenten keinen Krieg mit Russland zu haben wollen scheint. Er will mit dem russischen Präsidenten sprechen, nicht gegen ihn kämpfen. Er sagt, er will auch mit dem Präsidenten von China sprechen.

In der ersten Debatte mit Hillary Clinton versprach Trump, dass er keinen atomaren Erstschlag bei einem Konflikt durchführen würde. Er sagte: „Ich würde sicher keinen Erstschlag veranlassen. Sobald die nukleare Antwort kommt, ist es vorbei.“ Das kam nicht in den Nachrichten.

Ist das wirklich seine Meinung? Wer weiß? Oft widerspricht er sich auch selbst. Aber klar ist, dass Trump als eine ernsthafte Bedrohung für den Status quo wahrgenommen wird, der von der großen nationalen Sicherheits-Maschinerie aufrechterhalten wird, die über die Vereinigten Staaten herrscht, unabhängig davon, wer im Weißen Haus sitzt. Die CIA will ihn geschlagen sehen. Das Pentagon will ihn geschlagen sehen. Die Medien wollen ihn geschlagen sehen. Selbst seine eigene Partei will ihn geschlagen sehen. Er ist eine Bedrohung für die Herrscher der Welt – anders als Clinton, die keinen Zweifel daran gelassen hat, dass sie bereit ist, gegen die Atommächte Russland und China in den Krieg zu ziehen.

Clinton hat das Format dazu und sie rühmt sich des Öfteren auch damit. Ihre Leistungen sind wirklich beeindruckend. Als Senatorin unterstützte sie das Blutbad im Irak. Als sie 2008 gegen Obama kandidierte, drohte sie, den Iran „völlig auszulöschen“. Als Staatssekretärin stimmte sie der Zerstörung der Regierungen in Libyen und Honduras zu und startete die Hetzkampagne gegen China.

Nun hat sie sich Syrien verpflichtet und unterstützt in Syrien eine Flugverbots-Zone – eine direkte Provokation eines Krieges mit Russland. Clinton kann die gefährlichste Präsidentin der Vereinigten Staaten werden, die es zu meinen Lebzeiten gab – und was diesen Titel anbelangt, gibt es wirklich starke Konkurrenz.

Ohne auch nur einen Beweis zu haben, hat sie Russland beschuldigt, Trump zu unterstützen und ihre E-Mails zu hacken. Die veröffentlichten E-Mails von WikiLeaks zeigen uns, dass das, was Clinton in privaten Reden für die Reichen und Mächtigen von sich gibt, das krasse Gegenteil von dem ist, was sie in der Öffentlichkeit sagt.

Deshalb ist es ihr auch so wichtig, Julian Assange zu bedrohen und ihn zum Schweigen zu bringen. Als Herausgeber von WikiLeaks kennt Assange die Wahrheit. Und lassen Sie mich Ihnen versichern, denjenigen, die sich Sorgen machen: Ihm geht es gut, und WikiLeaks arbeitet hervorragend.

Heute ist der größte amerikanische Truppenaufmarsch seit dem Zweiten Weltkrieg im Gange – im Kaukasus und in Osteuropa, an der Grenze zu Russland, in Asien und im Pazifik, wo China das Ziel ist.

Denken Sie daran, wenn der Präsidentschaftswahl-Zirkus sein Finale am 8. November erreicht. Wenn die Gewinnerin Clinton heißt und ein griechischer Chor von ahnungslosen Kommentatoren ihre Krönung als einen großen Fortschritt für die Frauen feiert. Niemand wird Clintons Opfer erwähnen: Die Frauen Syriens, die Frauen des Iraks, die Frauen von Libyen. Keiner wird die zivilen Verteidigungsübungen in Russland erwähnen. Niemand wird sich an Edward Bernays „Fackeln der Freiheit“ erinnern.

George Bushs Pressesprecher hat einst die Medien „mitschuldige Wegbereiter“ genannt. Diese Erkenntnis kommt von einem leitenden Beamten in einer Regierung, deren Lügen, denen erst durch die Medien ermöglicht wurde, Wirkung zu entfalten, soviel Leid verursacht haben. Diese Beschreibung ist eine Warnung aus der Geschichte.

Im Jahre 1946 erklärte die Staatsanwaltschaft des Nürnberger Tribunals:

Vor jeder größeren Aggression haben sie eine Pressekampagne eingeleitet, die ihre Opfer schwächen und das deutsche Volk psychologisch auf den Angriff vorbereiten sollte. Im Propaganda-System waren die Tagespresse und das Radio die wichtigsten Waffen.

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