„Migrationskrise“ hält Bundespolizei in Atem: Im vergangenen Jahr wurden 436.387 Straftaten registriert

Die Bundespolizei hat im vergangenen Jahr 436.387 Straftaten registriert: Ein Anstieg von 31,6 Prozent zum Vorjahr. Der größte Zuwachs wurde mit 151,6 Prozent bei den Straftaten gegen das Aufenthalts- und Asylverfahrensgesetz sowie das Freizügigkeitsgesetz der EU verzeichnet. Insgesamt sind das 171.477 Fälle.
Polizei am Kölner Hauptbahnhof Foto: Sascha Schuermann/Getty Images

Die Bundespolizei hat im vergangenen Jahr 436.387 Straftaten registriert: Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Anstieg von 31,6 Prozent. Diese Bilanz enthält der Jahresbericht 2015 der Bundespolizei, aus dem die „Welt“ vorab zitiert. Für den Anstieg bei den Straftaten gibt es demnach vor allem zwei Gründe: Die Diebstahlsdelikte nahmen um 11,9 Prozent auf 57.146 Fälle zu.

Der Großteil wurde auf Bahnhöfen und in Zügen verübt. Beim Taschendiebstahl verzeichnete die Bundespolizei ein Plus von 5,1 Prozent auf 19.296 Fälle. Der größte Zuwachs wurde allerdings mit 151,6 Prozent bei den Straftaten gegen das Aufenthalts- und Asylverfahrensgesetz sowie das Freizügigkeitsgesetz der EU verzeichnet. Insgesamt sind das 171.477 Fälle.

In seinem Vorwort des Berichts spricht Bundespolizeipräsident Dieter Romann von einer „Migrationskrise“, die die Bundespolizei in Atem gehalten habe. Man habe insgesamt 865.374 Asylsuchende bei der unerlaubten Einreise festgestellt. Der Tag mit der höchsten Zahl war demnach der 12. September 2015.

Allein an diesem Tag kamen rund 14.000 Asylsuchende nach Deutschland. Den ersten Platz bei den unerlaubten Einreisen belegen laut dem Bericht die Syrer. Exakt 73.920 stellte die Bundespolizei fest, damit hat sich die Zahl mehr als vervierfacht (2014 waren es noch 14.389). Hohe Zahlen gab es auch bei Afghanen (mit 38.750 illegalen Einreisen) und Irakern (22.394). Sie weisen laut den Polizeiangaben die höchsten Steigerungsraten auf. Außerdem beklagt der Bericht ein „Vollzugsdefizit“ bei Abschiebungen abgelehnter Asylbewerber.

Gleichwohl erhöhte sich die Zahl der Rückführungen in die Heimatländer von 13.851 auf 22.369. Der Großteil der Menschen wurde mit Flugzeugen abgeschoben, meist in die Balkanstaaten Albanien, Kosovo, Mazedonien und Serbien. (dts)

http://www.epochtimes.de/

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