Hohe Fehlerquote in der Amadeu-Antonio-Statistik über »rechte Gewalt«

28 Oktober 2016

Die linkspolitische, spinnennetzartig verzweigte Amadeu-Antonio-Stiftung soll bei der statistischen Benennung angeblicher »flüchtlingsfeindliche Vorfälle« eine massive Fehlerquote aufweisen. Diese liege bei der Überprüfung für Bielefeld bei 80, eventuell sogar bei 100 Prozent.

Die "rote Viky" - Anetta Kahane- ehemaliger Stasispitzel und heute Vorsitzende der Antonio Amadeu Stiftung ((Bild: seysd shahaboddin vajedi, Quelle: Wikipedia, Rechte: CC BY-SA 4.0-Lizenz, Original: Siehe Link)

Die als gemeinnützig anerkannte, weit im linkspolitischen Spektrum stehende Amadeu-Antonio-Stiftung, deren Vorsitzende Anetta Kahane Stasi-Zuträgerin war, soll laut der Neuen Westfälischen (NW) bei ihrer Statistiken über angeblich »flüchtlingsfeindliche Vorfälle« in der Bundesrepublik mit massiv falschen Zahlen hantieren.

Fehlerquote liegt bei 80, eventuell sogar bei 100 Prozent

Der verlängerte Arm von Heiko Maas (SPD), der den Justizminister gegen seinen Kampf gegen »Hassbotschaften« im Netz tatkräftig unterstützt, hat mit dem ebenfalls linkslastigen Verein Pro Asyl im Internet eine Karte eingerichtet, auf der fremdenfeindlichen Übergriffe dokumentiert werden. NW unterzog diese einem sogenannten Faktencheck und kam zu einem, für die finanzstarke Amadeu-Antonio-Stiftung, blamablen Ergebnis: Eine Überprüfung der aufgezählten Fälle für Bielefeld ergibt: Die Fehlerquote liegt bei 80, eventuell sogar bei 100 Prozent.

Für Bielefeld führt die Stiftung, der aus Reihen der Kritiker Denunziation mit Staatsgeld vorgeworfen wird, in ihrer Karte drei unter »sonstige Angriffe« aufgelisteten Fälle sowie einen Brandanschlag und einen tätlichen Übergriff auf. Nach Überprüfung der Angaben durch die NW zog der zuständige Redakteur den Schluss: »Die Amadeu-Antonio-Stiftung mit Sitz in Berlin listet fünf Vorfälle in Bielefeld auf, liegt dabei aber komplett daneben. «

Denn: Der aufgeführte tätliche Übergriff fand in Paderborn und nicht in Bielefeld statt. Die angebliche Brandstiftung stellte sich als ein Feuer im Waschkeller der Unterkunft heraus, der mutmaßlich durch Bewohner der Unterkunft zu verantworten war. Ein weiterer Fall war ein Verstoß gegen das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und hatte nichts mit den sogenannten Flüchtlingen zu tun. Nur ein Vorfall könnte – und das auch nur theoretisch – als »flüchtlingsfeindlich« bezeichnet werden. Betrunkene hatten an zwei Unterkünften an der Paderborner Straße Blumenkübel umgeworfen und Böller gezündet.

Auf Rückfragen bekräftigte der zuständige Stiftungsmitarbeiter, die Statistik nur aufgrund von offiziellen Quellen erstellt und dabei so gewissenhaft wie möglich gearbeitet zu haben.

IM »Victoria«, Heiko Mass verlängerter Arm

Die Amadeu-Antonio-Stiftung, die von Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) in seine Task Force zur Bekämpfung und Säuberung des Internets von sogenannten »Hassbotschaften« herangezogen wurde (metropolico berichtete), erhielt von 2008 bis 2014 laut eigenem Internetauftritt fast 6,2 Millionen Euro an Zuschüssen, insbesondere vom Bundesfamilienministerium. Im genannten Zeitraum erzielte die Stiftung einen Gesamtüberschuss von circa 455.000 Euro was die unwillkürlich die Frage aufwirft, weshalb bei solch hohen Gewinnen der Staat Zuschüsse an eine Stiftung vergibt.

An der Stasi-Vergangenheit von  Kahane scheint sich der »Kämpfer gegen Rechts« ebenfalls nicht zu stören. Anetta Kahane war von 1974 bis 1982 unter dem Decknamen »Victoria« als Inoffizieller Mitarbeiterin des Ministerium für Staatssicherheit (MfS) tätig. Kahane von ihrem damaliger Führungsoffizier bei der Stasi als »ehrlich und zuverlässig« beschrieben, wurde attestiert, dass sie gleich zu Beginn ihrer Tätigkeit beim MfS »Personen belastet« habe. 1982 brach Kahane die Zusammenarbeit mit dem MfS ab, worauf sie als Dolmetscherin von der Reisekaderliste gestrichen wurde. 1986 stellte sie einen Ausreiseantrag, um dann ab 1991 im wiedervereinigten Deutschland verschiedene interkulturelle Projekte zu initiieren.

Für ihre staatsfinanzierte Tätigkeit erhielt sie im selben Jahr die Theodor-Heuss-Medaille. 2002 kam dann noch der mit 10.000 Euro dotierte Moses-Mendelson-Preis für Engagement gegen »Ausländerfeindlichkeit und Rechtsextremismus« hinzu. Kahane – alias die „rote Vicki“ – wurden noch vor dem Bekanntwerden ihrer Stasi-Tätigkeiten weitere Belobigungen zuteil. Nach Bekanntwerden ihrer IM-Tätigkeit wurde ihr die Stelle der Ausländerbeauftragte im Berliner Senat nicht mehr angeboten. Es wurde kommuniziert, dass  Kahane für den Posten nicht mehr zur Verfügung stehe. Seither besetzt Anetta Kahane den Vorsitz der Amadeu Antonio Stiftung.

Neben der intensiven Zuwendung durch das Bundesfamilienministerium können Frau Kahane und ihre Stiftung auf ein breites Unterstützernetz zurückgreifen.

Medien – Politik – Wirtschaft und Kirche: Ein breites Unterstützernetz

Medial steht ihr die Wochenzeitung »Die Zeit« zur Seite, dessen Journalisten, Frau Andrea Böhm» im Stiftungsrat der Amadeu-Antonio-Stiftung sitzt. Zudem ist die Zeit offizieller Partner der Stiftung.

Wissenswert hier: Die Zeit, wie der Tagesspiegel und die Berliner Zeitung gehören allesamt dem Holtzbrinck-Verlag an und zeichnen sich nicht durch konstruktive Kritik gegenüber der Amadeu-Antonio-Stiftung aus. Ebenso besteht mit dem »Stern« eine Kooperation. Ebenso hat Petra Lidschreiber, früher RBB-Chefredakteurin, jetzt RBB-Redaktionsleiterin Mittel- und Osteuropa, auf dem Stiftungsstuhl Platz genommen.

Aus den Reihen der Politik darf sich die Stiftung über die Unterstützung des Ex-Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse (SPD) – er ist Schirmherr ihrer Stiftung –  Rita Süssmuth (CDU) und Cem Özdemir (Grüne) freuen. Bei einzelnen Projekten springt denn auch Bundeskanzlerin Angela Merkel als Schirmherrin ein, die sich wie die genannten Politiker, nicht an der Stasi-Vergangenheit der Stiftungsvorsitzenden Kahane zu stören scheinen.

Von der Wirtschaft, die gerne und willig den »Kampf gegen Rechts« mitkämpft, erfährt die Amadeu-Antonio-Stiftung erhebliche finanzielle Unterstützung. SAP und Generali oder die New York Ford Foundation stehen hier in vorderster Front. Erhebliche Zuwendung kommt aus der gemeinnützigen Unternehmensstiftung, der  Freudenberg-Stiftung. Die Freudenberg-Stiftung wiederum finanziert unter anderem zusammen mit der Volkswagen-, Bertelsmann- und Vodafone-Stiftung den »Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration“«. Und auch hier die personelle Verwebung: Pia Gerber, Geschäftsführerin der Freudenberg-Stiftung ist zugleich stellvertretende Vorsitzende der Amadeu-Antonio-Stiftung. Vorsitzende des genannten Sachverständigenrats war Christine Langenfeld. Langenfeld wurde Mitte des Jahres als Richterin zum Bundesverfassungsgericht berufen. Mit der Freudenberg-Stiftung eng verbunden ist wiederum die Robert-Bosch-Stiftung, die über das Bundesprogramm „»Toleranz fördern – Kompetenz stärken« eine Broschüre der Amadeu-Antonio-Stiftung über Neonazi-Kampagnen in sozialen Netzwerken finanziert.

Von Kirchlicher Seite engagiert sich in hohem Maße die Kirchenjugend für die Amadeu-Antonio-Stiftung. Ebenfalls mit dabei: der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland (aej), die wie die Stiftung selbst großzügige Zuwendung vom Bundesfamilienministerium erfährt.

»Wie ein Spinnennetz, das sich über das ganze Land gelegt hat«

Und damit schließe sich der Kreis von der ersten (Abgeordnete), zweiten (Regierung) und vierten Gewalt (Medien) über die Wirtschaft zur dritten Gewalt (Gerichte). Alle vereint im Kampf gegen Andersdenkende – miteinander und untereinander vernetzt. Wie ein Spinnennetz, das sich über das ganze Land gelegt hat. Und mittenmang die Amadeu-Antonio-Stiftung in der Hauptstadt Berlin, so Ansgar Neuhof in seinem fundierten Artikel zum Thema » Amadeu-Antonio-Stiftung – Denunziation und Zersetzung mit Staatsknete « im der aktuellen Ausgabe von Eigentümlich Frei (ef).  (SB)

http://www.metropolico.org/

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