ORF: „Soko Donau“ sucht nach dem liebsten Flüchtling und dem grauslichsten Österreicher

(Admin: Die deutschen Sokos sind ähnlich aufgebaut. Immer wieder geht es in den Drehbüchern um fremdenfeindliche Deutsche und ausländische Opfer, weil es schließlich so zu sein hat. Andersherum ist es nicht möglich und soll genauso in die Köpfe der Zuschauer gedroschen werden. Diese Manipulation nenne ich Gehirnwäsche.)

Was ORF-Kameras aufnehmen, muss nicht immer der Realität entsprechen, wenn Gutmenschen am Regiepult sitzen. Foto: Reinraum / wikipedia.org (PD-self)

Was ORF-Kameras aufnehmen, muss nicht immer der Realität entsprechen, wenn Gutmenschen am Regiepult sitzen.
Foto: Reinraum / wikipedia.org (PD-self)
26. Oktober 2016 – 5:22

Wirklich außergewöhnlich waren die Kurz-Krimis aus der österreichischen Serie „Soko Donau“ nie, aber zumindest manchmal kurzweilige Durchschnittsware. Mittlerweile scheint man allerdings der Meinung zu sein, in die Krimis politisch-korrekt-ideologische Botschaften vermangeln zu müssen, und zwar mit der Holzhammermethode.

So ging es in der jüngsten Folge („Die verlorenen Kinder“) um einen Mord im Migrantenmilieu. Eine Sozialarbeiterin in einem Flüchtlings-Wohnprojekt wird erschlagen aufgefunden. Oberstleutnant Helmuth Nowak (Gregor Seberg) kannte die Ermordete und schwärmt den Kollegen alsbald von deren tollem Engagement für die armen Verfolgten vor.

Rassistischer Nachbar lenkt Verdacht auf „Neger“

Bereits beim ersten Lokalaugenschein im Haus entpuppt sich ein österreichischer Nachbar (etwas überzeichnet dargestellt vom Kabarettisten Thomas Maurer) als böser Rassist, der den Freund der Toten, einen „Neger“, für den Mörder hält. Natürlich ist der Herr Frühpensionist und heißt Petrovic. Später wird ihm noch ein versuchter Versicherungsbetrug (mit einem Fahrrad) nachgewiesen, der ihm nur nachgesehen wird, wenn er den Flüchtlingen 1.000 Euro spendet. Wie die Polizei das halt so macht.

Sensibelchen Nowak überredet seinen Chef Otto Dirnberger (Dietrich Siegl) dazu, als getarnter Sozialarbeiter in dem Heim zu ermitteln, „weil diese Leute sind sowas von traumatisiert, wenn die nur das Wort Polizei hören, machen’s zu und sagen uns gar nix“. Und so gibt sich der Herr Krimineser einfach als Sozialarbeiter aus und lernt so bald alle Flüchtlinge kennen. Wie das halt bei einer Mordermittlung so üblich ist.

Die Heimbewohner sind durchwegs saubere, freundliche, wohlgestaltete, gut Deutsch sprechende und strebsame Menschen, die alle fürchterliche Schicksale hinter sich haben und trotzdem noch lächeln können. Besonders fies lesen sich in den Akten die Schikanen der bösen Behörden, die nichts Besseres zu tun haben, als Familien auseinander zu reißen und wahllos Abschiebungen anzuzetteln.

Verschlagen und fremdenfeindlich – wie die Österreicher halt so sind

Als eine österreichische Frau mit einem Waschkorb voller vermeintlicher Spenden erscheint, schmeißt der wackere Nowak sie hinaus: „Das ist lauter Abfall, und wir sind hier keine Mülldeponie. Entsorgen’s ihnen Mist selber!“, entlarvt er auch diese Einheimische als verschlagenen, fremdenfeindlichen Kretin. Wie die Österreicher halt so sind.

Zum Drüberstreuen kommen dann boshafte uniformierte Kollegen mitten in der Nacht und versuchen, arme Flüchtlinge abzuholen. Diese wissen nämlich nicht, dass der gemeine Mann vom Asylamt ihnen falsche Versprechungen gemacht hat und ihre Abschiebe-Bescheide gar nicht aufgehoben wurden. Wie das österreichische Beamte halt so tun.

Krimineser Nowak und der Ober-Sozialarbeiter können die Verfolgten aber vor der Polizei verstecken – wie das richtige Krimineser auch gern tun. Und der Chef, ein erfahrener Jurist, formuliert derweil blütenreine Asylbescheide für die armen, betrogenen Schutzsuchenden – wie das Polizeichefs auf der ganzen Welt halt so tun.

Nachdem sich der Freund der Toten, der „Neger“, als in Österreich geborener Sohn eines gambischen Arztes im AKH und dessen Stationsschwester entpuppt hat und natürlich auch selbst studiert, um einmal ein Leben in selbst erwirtschaftetem Wohlstand zu führen, wird rasch klar, dass so kein Mörder aussieht (oder aussehen darf).

Flüchtlingsmädchen wird von bösen Polizisten erpresst

Die Lösung passt zum Rest des Filmes: Ein „unbegleitetes minderjähriges“ Flüchtlingsmädchen, das aussieht wie 20, aber natürlich erst 14 ist, verrät Nowaks Kollegin Penny Lanz (Lilian Klebow, die natürlich frauensolidarisch-einfühlsam vorgeht), dass der hinterfotzige Asylbeamte sie mit dem Asylbescheid erpresst hat, um sie zu schweinischen Sex-Fotos zu zwingen.

Als die Soko-Donau-Kriminiser, jetzt wieder ganz strenge Kieberer, denn den lüsternen Beamten in dessen großzügigem Haus antreffen, entpuppt sich der als übergewichtiges Muttersöhnchen, der seine kranke, aber herrische Mama pflegen muss und sich vor den nackerten Flüchtlingsmädchen heimlich einen herunterholt, weil er sich keine richtige Frau ansprechen traut. Wie die Österreicher halt so sind,

Und damit auch wirklich alle banalen Klischees erfüllt werden, gesteht er schließlich den Mord: Die Sozialarbeiterin war ihm auf die Schliche gekommen und wollte seine Karriere ruinieren. Also musste sie sterben.

Glückliche Flüchtlinge tanzen um Geschenke

Am Schluss tanzen lustige Flüchtlinge glücklich um einen Haufen üppiger Geburtstagsgeschenke herum und danken ihrem wie ein Hutschpferd grinsenden Retter Nowak und dessen Kollegen, vor denen plötzlich keinerlei trauma-bedingte Angst mehr besteht. Wie das richtige Flüchtlingsleben halt so spielt.

Stellenweise hatte man bei dem Filmchen den Eindruck einer Persiflage – aber einer unbeabsichtigen. Dass eine dermaßen an den Haaren herbeigezogene Klischee-Orgie aus den Händen völlig abgehobener Mega-Gutmenschen überhaupt gedreht wird, müsste eigentlich den Presserat, die Journalistengewerkschaft und den Rechnungshof wegen Volksverhetzung, Rufschädigung am Beruf des Filmgestalters und zweckwidriger Steuergeldverwendung auf den Plan rufen.

Dass ein solcher Unsinn dann auch noch auf Sendung geht, gibt ein erschreckendes Zeugnis darüber ab, wie konsequent sich die ORF-Programmchefs schon von der Realität und vom Berufsethos verabschiedet haben. Würde ein Automechaniker so werkeln, hätten die Autos die Räder am Dach, und er wäre seinen Job los.

Der Artikel von Werner Grotte ist am 25. Oktober 2016 auf der Internetseite www.orf-watch.at erschienen, auf der renommierte Journalisten es sich zur Aufgabe gesetzt haben, eine unabhängige Kontrolle des ORF und seines Gebührenmonopols auszuüben.

https://www.unzensuriert.at

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