Beweise für Organraub in China: Hochkarätiges Ermittler-Forum am 28. Oktober in Berlin + Video

Beweise für Chinas staatlich betriebenen Organraub werden am Freitag bei einem hochkarätigen Experten-Forum in Berlin vorgestellt. Hauptredner ist Dr. Wang Zhiyuan, der seit 2006 als verdeckter Ermittler zahlreiche Täter am Telefon interviewte. Auch Investigativjournalist Ethan Gutmann ist dabei.
Die Ärzteorganisation Doctors Against Forced Organ Harvesting (DAFOH) überreichte 25.000 Unterschriften, um gegen den Organraub in China zu appellieren.   Foto: NTD Television

China ist offiziell zweitgrößter Transplantations-Standort der Welt und besitzt kein Spender-System nach westlichem Standard. Die Organspende-Bereitschaft ist dort kulturell bedingt sehr gering. Seit 16 Jahren fanden dort jedoch bis zu 100.000 Transplantationen jährlich statt, so eine neue Studie. Der Boom, der seit dem Jahr 2000 fast wie aus dem Nichts einsetzte, ist laut Experten nur durch Massenmord zu erklären.

Am 28. Oktober referieren im Hotel Albrechtshof in Berlin-Mitte von 13.30 bis 17.30 internationale Ermittler, allen voran Zhiyuan Wang, Ex-Krankenhaus-Arzt aus China und heutiger Präsident der WOIPFG (World Organization to Investigate the Persecution of Falun). Er sammelte seit zehn Jahren Beweise und interviewte als verdeckter Ermittler am Telefon zahlreiche Täter, die ihm erstaunlich bereitwillig Auskunft gaben. Für ihn gibt es keinen Zweifel daran, dass der Organraub ein Staatsverbrechen ist, an dem sich zahlreiche staatliche Institutionen beteiligen und von dem alle hochrangigen Funktionäre wissen.

Außer Wang sprechen: Charles Lee, Arzt, US-Bürger und Überlebender chinesischer Arbeitslager, Ethan Gutmann, Investigativ-Journalist und Arne Schwarz, der die Verstrickung des Westens in illegale klinische Studien in China untersuchte, und weitere Redner. Für Simultanübersetzung ist gesorgt. Persönliche Gespräche mit den Ermittlern sind im Anschluss möglich.

Auch Deutschland ist verstrickt

Mindestens 700 Kliniken sind in China ins Transplantations-Business involviert. Auch mit Deutschland gibt es zahlreiche Verstrickungen, durch Forschung und Ausbildung von Ärzten. Diese Verbindung wird beim WOIPFG-Forum näher betrachtet werden.

Nach 1999 kam es in China zu einigen abnormalen Phänomenen – dazu gehören das exponentielle Wachstum der Organtransplantations-Branche und extrem kurze Wartezeiten für Empfänger. Während man im Westen 2-3 Jahre auf ein passendes Organ warten muss, dauert dies in China nur zwei Wochen.

Und die extrem hohe Zahl der „Notoperationen“ macht stutzig: Chinas Register für Lebertransplantationen verzeichnete von April 2005 bis Ende 2006 eine Quote von Notoperationen bei 26,6 Prozent, d.h. ein passendes Organ wurde innerhalb von 72 Stunden gefunden.

In der Doku „Irrefutable Evidence“ erwähnt Dr. Wang Zhiyuan mehrere Transplantations-Fälle, die von chinesischen Medien dokumentiert wurden und die klare Hinweise enthalten, dass für die Organe gemordet wurde.

Organ auf Bestellung? Mord auf Bestellung!

Als Huang Jiefu, Chinas Ex-Vize-Gesundheitsminister und Vorsitzender des Nationalen Organspende und Transplantations-Komitees, im September 2005 in Urumqi erstmals eine autologe Lebertransplantation durchführen ließ, wollte er dazu zwei Ersatzlebern bereit haben. Diese ließ er innerhalb von 24 Stunden tausende Kilometer weit aus anderen Landesteilen Chinas anliefern. Da eine Leber nach Entnahme nur 15 Stunden lang verwendbar ist, mussten lebende Spender „angeliefert“ und in Urumqi getötet worden sein, folgerte Dr. Wang Zhiyuan. Anders ist der Ablauf der gut dokumentierten Ereignisse nicht zu erklären.

Huang Jiefu selbst sagte laut WOIPFG im März 2013: „Im vergangenen Jahr habe ich 500 Lebertransplantationen durchgeführt. Die in Guangzhou im November [2012] war die erste freiwillige Organspende eines Bürgers.“ Dies wirft die Frage auf, wer die übrigen unfreiwilligen Opfer waren.

Am 18. Februar wurden in Fuzhou fünf Lebern gleichzeitig beschafft und transplantiert. Der Fall und die Berichte darüber wurden von der WOIPFG in Screenshots dokumentiert.

Auch Operations-Protokolle von Ärzten, die im chinesischen Internet offen einsehbar sind, geben Erschreckendes preis: Ein solches Dokument ist einsehbar von Wu Jian vom Yanan Hospital in Kunming. Er erhielt von 2008 bis 2009 eine Fortbildung am Deutschen Herzzentrum Berlin. Der Chirurg beschreibt eine Organentnahme-Prozedur, die mit einer Anästhesie und Intubation im OP beginnt. Am Detail der künstlichen Beatmung wird erkennbar, dass es sich nicht um einen Gehirntoten handelte, sondern um eine Person bei Bewusstsein, die selbstständig atmete, als sie in den OP kam. Das Beatmungsgerät wurde erst nach der Anästhesie angeschlossen und die Routine-Vorbereitungen zur OP getroffen. In China kennt das Gesetz übrigens keinerlei Definition des Gehirntods.

Internationales Forum über erzwungene Organentnahmen in China

28. Oktober 2016, 13.30 Uhr – 16.30 Uhr, Hotel Albrechtshof, Bankettsaal ‚Jochen Klepper‘ Albrechtstraße 8, 10117 Berlin

Organisator: World Organization to Investigate the Persecution of Falun Gong

Konferenzsprache: Deutsch, Englisch und Chinesisch mit Simultanübersetzung

http://www.epochtimes.de/

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