Urteil im Fall einer Vergewaltigung eines 10-jährigen aufgehoben (Wien)

AntiProPaganda

Veröffentlicht am 26.10.2016

Ausschnitt aus russischen Nachrichten vom 26.10.16. Ein Bericht über Vergewaltigung in Hallenbad (Österreich).

Am 2. Dezember des Vorjahres soll der Angeklagte den Buben laut Anklage im Theresienbad in Wien-Meidling vergewaltigt haben. Beim Prozessauftakt Ende April hatte er zugegeben, den Schüler an der Hand gepackt, in eine WC-Kabine gedrängt, die Tür von innen verriegelt und sich an ihm vergangen zu haben.

Der Angeklagte war noch im Hallenbad festgenommen worden. Der Bub hatte sich an den Bademeister gewandt, der die Polizei verständigte. Bereits in seiner ersten Befragung durch die Polizei legte der 20-Jährige ein Geständnis ab und sagte laut Protokoll, er sei seinen „Gelüsten nachgegangen“. Er habe „seit vier Monaten keinen Sex mehr gehabt“. Auf die Frage der Beamten, ob es nicht auch im Irak verboten sei, mit zehnjährigen Buben Sex zu haben, antwortete der Flüchtling: „So etwas ist in jedem Land der Welt verboten“. Der beinahe noch jugendlich wirkende Angeklagte hatte im Irak als Taxifahrer gearbeitet. Im September 2013 heiratete er, seine Frau bekam bald danach ein Kind. Im August 2015 entschied er sich, den Irak zu verlassen, um für sich und seine Familie etwas aufzubauen.

laut Oberste Gerichtshof hätte das Erstgericht feststellen müssen, ob der Täter gedacht hat, dass das Opfer mit der sexuellen Handlung einverstanden ist. Also ob der Angeklagte den Vorsatz hatte, gegen den Willen des Buben zu handeln. Dieser Vorsatz wurde nicht ausreichend festgestellt – daher hob der OGH den Schuldspruch wegen Vergewaltigung auf.

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