Freiburg: Syrer (29) achtfach vor Gericht – sexuelle Nötigung von Kindern, Nachstellung und versuchte Entziehung Minderjähriger

Ein 29-jähriger Mohamed S., ein syrischer Flüchtling aus Damaskus, der im Frühjahr Freiburg in Atem hielt und dort in rund vier Wochen in acht Fällen zehn Kinder in sexueller Absicht angegangen hatte, stand nun in Freiburg vor Gericht. In dem für großes Aufsehen sorgenden Fall wurde auch die Polizei kritisiert. Sie hatte trotz vorliegendem Foto des Täters zehn Tage auf die Veröffentlichung gewartet. In dieser Zeit machte sich der Syrer an weitere vier Kinder heran. Das Urteil wird am Freitag erwartet.
Symbolbild Foto: Public Domain

Die Anklagepunkte gegen den 29-jährigen Syrer wiegen schwer. Die Anklage beläuft sich auf zehn Fälle von „sexuellem Missbrauch von Kindern, sexueller Nötigung, Nachstellung und versuchter Entziehung Minderjähriger“. Er soll in den Monaten März und April 2016 in acht Fällen zehn Kinder in sexueller Absicht angegangen haben.

Der Fall wurde vor der Jugendschutzkammer des Landgerichts Freiburg verhandelt.

Geständnis des Angeklagten

Am Montag vor Gericht zeigte sich der Syrer geständig und bat um die Möglichkeit einer Therapie, er bedauere sehr, was passiert sei, so Mohamed S.

Das Geständnis des Täters ermöglichte eine Verständigung gemäß der Strafprozessordnung. Staatsanwältin Nikola Nowak forderte einen „Strafkorridor“ mit einer Gesamtstraffe von zwei Jahren und neun Monaten, der Angeklagte stimmte zu. Dadurch wurde den Mädchen eine Aussage vor Gericht erspart, so Richter Stefan Bürgelin. Den Syrer erwartet damit auf jeden Fall eine Haftstrafe ohne Bewährung, so die „Badische Zeitung“.

Das Urteil wird am Freitag erwartet.

Ständig auf Opfer-Suche

In allen Fällen hatten die Kinder das Glück, dass die Eltern in der Nähe waren und rechtzeitig eingreifen konnten. In zwei Fällen dürfte der Mann dennoch bleibende Erinnerungen bei seinen Opfern hinterlassen haben.

Der mutmaßliche Täter lebte bis zu seiner Festnahme in einer Asylunterkunft im Markgräflerland. Er suchte sich seine Opfer in Freiburg und im etwa 30 Kilometer davon entfernten Müllheim. Der erste Fall ereignete sich am 17. März in einem Freiburger Geschäft am Bertoldsbrunnen. Der tatverdächtige Flüchtling berührte dort ein neunjähriges Kind unsittlich.

Bedrängung eines 11-jährigen syrischen Mädchens

Knapp zwei Wochen später bedrängte er eine Elfjährige in einer Mühlheimer Asylunterkunft und ließ erst von dem Mädchen ab, als dessen Vater einschritt und die Polizei alarmierte. Dieser Fall wurde von der Anklage nach der gerichtlichen Verständigung fallen gelassen.

Der Angeklagte hatte in diesem Fall dem Mädchen mehrfach nachgestellt. Er verfolgte die 11-Jährige auf dem Schulweg, fasste sie am Arm und sagte, dass er sie entführen und heiraten wolle. Das verängstigte Kind wandte sich Schutz suchend an seine Lehrerinnen, konnte diesen aber mangels Sprachkenntnissen das Problem nicht richtig schildern.

Am Abend des Ostersonntags, am 27. März, suchte er das syrische Mädchen in dessen Unterkunft im Flüchtlingsheim auf. Dort alarmierte der Vater des Kindes die Polizei, die einen Platzverweis aussprach, berichtete die „Badische Zeitung“.

http://www.epochtimes.de/

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