„Reichsbürger“ schießt bei Razzia in Franken auf Polizisten

Bei einer Razzia in Georgensgmünd in Franken hat ein Anhänger der rechtsextremen „Reichsbürger“ auf Polizisten geschossen.
Ein Mann posiert mit seinem «Deutsches Reich Reisepass» für den Fotografen. Foto: Patrick Seeger/Illustration/dpa

Ein sogenannter Reichsbürger hat bei einer Razzia in Georgensgmünd bei Nürnberg auf vier Polizisten geschossen und sie zum Teil schwer verletzt.

Wie das bayerische Innenministerium mitteilte, sollten die legalen Waffen des 49-Jährigen am Mittwoch wegen Unzuverlässigkeit sichergestellt werden. Dabei eröffnete der Mann sofort das Feuer auf die Beamten. Der Täter konnte leicht verletzt festgenommen werden. Zur Unterstützung waren Spezialeinheiten der Polizei am Tatort.

Pressekonferenz noch heute Vormittag

Innenminister Joachim Herrmann (CSU) will dazu am späten Vormittag in Roth bei einer Pressekonferenz über den aktuellen Ermittlungsstand und die Reichsbürgerszene informieren.

„Reichsbürger“ erkennen die Bundesrepublik Deutschland nicht als Staat an. Stattdessen behaupten sie, das Deutsche Reich bestehe bis heute fort. Häufig legen sie dabei die Grenzen von 1937 zugrunde. Vor diesem Hintergrund sprechen sie dem Grundgesetz, Behörden und Gerichten die Legitimität ab und akzeptieren amtliche Bescheide nicht. Etliche Akteure sind nach Einschätzung von Verfassungsschützern auch in der rechtsextremen Szene aktiv. Zahlen nennt das Bundesamt für Verfassungsschutz nicht. (dpa/afp/dk)

http://www.epochtimes.de/

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