Tribunal in Den Haag: Monsanto auf der Anklagebank

(Admin: Was dabei wohl herauskommt!? Wahrscheinlich werden die Eigentümer mit einem Bußgled belegt, falls sie überhaupt bestraft werden, und das bezahlen sie aus der Portokasse, ganz gleich, wie hoch die Summe sein mag.)

Bild: Flickr / John Novotny CC-BY 2.0

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Gerade erst von Bayer aufgekauft, darf sich der Gentech-Konzern Monsanto in wenigen Tagen wegen „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ vor dem Tribunal in Den Haag verantworten.

Von Marco Maier

Kann man auch einen Konzern wegen „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ vor das internationale Tribunal in Den Haag zerren? Offenbar schon. Am 14. Oktober 2016 beginnt die offizielle Verhandlung und am 15. und 16. Oktober sollen am Institut für soziale Studien (ISS) Anhörungen stattfinden, bei denen fünf Richter 30 Zeugen und Experten aus fünf Kontinenten zuhören werden. DieHoffnung der Ankläger ist es, endlich einen international anerkannten Richterspruch zu erhalten, der dem Treiben von Monsanto & Co vernünftige Grenzen setzt.

Das Ziel des Tribunal ist es, eine gesetzliche Meinung zu den Umwelt- und Gesundheitsschäden festzustellen, welche durch den multinationalen Agrar-, Chemie- und Gentech-Konzern Monsanto verursacht wurden. Zudem soll damit ein Präzedenzfall geschaffen werden, der auch für zukünftige Klagen gegen Monsanto und andere solcher Konzerne wegweisend ist. Denn der Konzern steht hierbei als einer der Hauptverursacher auch stellvertretend für die anderen Unternehmen, die eine ähnliche Praxis vollziehen.

Derzeit ist es beinahe unmöglich, Klagen gegen Unternehmen wie Monsanto und dessen Management wegen Verbrechen gegen die menschliche Gesundheit und die vorsätzliche Vernichtung der Umwelt einzureichen. Jedes Jahr gibt der Konzern Unsummen für juristische Verteidigungsmaßnahmen auf und erwirtschaftet dennoch enorme Profite. So lange die Strategie aus Lobbyismus bei den Regulatoren und Regierungsbehörden, Korruption, Studienmanipulationen, Ausübung von Druck auf unabhängige Wissenschaftler und Manipulation der Presse funktioniert, wird sich an deren Praktiken nämlich nichts ändern.

Quelle: https://www.contra-magazin.com/2016/10/tribunal-in-den-haag-monsanto-auf-der-anklagebank/

 

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3 thoughts on “Tribunal in Den Haag: Monsanto auf der Anklagebank

  1. VW soll zahlen. DB soll zahlen. Vattenfall verlangt in USA die BRD soll zahlen. Bald muss Bayer für Monsanto zahlen. Langsam erfüllt sich J. Fischers Wunsch: „Macht mit dem deutschen Geld was Ihr wollt, verschwendet es von mir aus. Hauptsache der Deutsche bekommt es nicht“. So ähnlich jedenfalls.

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