IS ruft »Flüchtlinge« auf, jugendliche Ungläubigen zu töten

 06 Oktober 2016

 Der IS fordert »Flüchtlinge« über das Internet dazu auf, sich nicht mit der Ermordung von Polizisten oder Soldaten auf zuhalten. Effektiver sei es, den jugendliche »Ungläubigen« im Schwimmbad oder auf Sportplätzen zu töten.

dfdf (Bild: Dark Dwarf; Samwise School Sports Day 2014: Mat Race; Rechte: CC BY ND 2.0-Lizenz, Original: siehe Link)

»Flüchtlinge« sollen jugendliche Ungläubige töten (Bild: Dark Dwarf; Samwise School Sports Day 2014: Mat Race; Rechte: CC BY ND 2.0-Lizenz, Original: siehe Link)

In einem aktuellen Propagandamagazin ruft der Islamische Staat dschihadwillige »Flüchtlinge« über das Internet dazu auf, Kindern von »Ungläubigen« auf Spielplätzen, im Schwimmbad oder beim Sport zu töten. Dies berichtet das amerikanische Magazin PJ Medien.

»Wir erobern Rom«

In der ersten Ausgabe des neuen IS-Magazins namens  Rumiyah – auf deutsch »Rom«  – wurde in Englisch, Türkisch, Deutsch, Französisch, Indonesisch, Russisch, Pashto und Uiguren veröffentlicht. Der Name des Magazins gründet auf das gesteckte Ziel, Europa zu erobern und in Rom einzuziehen. Bereits 2015 kündigten die Dschihadisten in Videos an: »Wir erobern Rom«. Wie Medien, darunter der Focus berichtete, sollen IS-Kämpfer aus Syrien und dem Irak nach Libyen geschleust werden.

Als Flüchtlinge getarnt sollen diese dann auf Flüchtlingsbooten nach Malta, Sizilien oder auf das italienische Festland übersetzen. Der Endplan: Der IS will in Libyen die ganze Küste kontrollieren und von dort aus Europa attackieren. Die Dschihadisten planen auf dem Mittelmeer Schiffe anzugreifen und südeuropäische Großstädte mit beispiellosem Terror überziehen.

Das Blut der Kinder der Ungläubigen vergießen

In Artikeln des aufgemöbelten IS-Propagandamagazins, das als neuster Versuch des «IS- Al-Hayat Media Center» gilt, ein breites Publikum anzusprechen, wird dem Muslim verdeutlicht, dass es in seiner Verantwortung liege, das Blut der Kufars, der Ungläubigen, zu vergießen. Die Autoren weisen darauf hin, dass »Allah den Kampf gegen Ungläubigen« nicht nur an vorderster Front geführt sehen will. Viel mehr ordne er an, diese Ungläubigen zu töten, wo immer sie auch sein mögen – im oder außerhalb des Schlachtfeldes. »… All dies wird für all jene umso deutlicher, die erkannt haben, dass das Blut eines Kufars – eines Ungläubigen – billig und schmutzig ist und es deshalb zulässig ist, es zu vergießen«, so der Aufruf.

Muslime, die derzeit im Land der Ungläubigen (Dar al-Kufr) leben, müssten daran erinnert werden, dass das Blut der Ungläubigen »halal« sei, wenn es zur Anbetung von Allah vergossen werde. Dies Töten schließt den ungläubigen Geschäftsmann, der in einem Taxi zur Arbeit fährt ebenso ein wie jugendliche Ungläubigen beim Sport oder den alten Mann, der in der Schlange wartet, um sich ein Sandwich zu kaufen. Unter Berufung auf islamische »Korangelehrte« sei es sogar halal, das Blut des Kefirstraßenverkäufers, der Blumen an die Vorbeigehenden verkauft, zu »verschütten«.

»Den Terror in die Herzen aller Ungläubigen zu tragen ist die Pflicht eines Moslems«

Den Terror in die Herzen aller Ungläubigen zu tragen sei die Pflicht eines Moslems. Es gebe keinen hinreichenden Grund, nur Soldaten, Polizisten oder nur Richter und Politiker ins Visier zu nehmen. Denn alle Ungläubige die nicht den »Dhimmi-Vertrag« – eine »Zahlungsverpflichtung«, die Ungläubige an Muslime zu entrichten haben- unterzeichnet hätten, seien ein »schöner Zeitvertreib«.

Weshalb sollen die Ungläubigen jemals von der Sicherheit träumen, während Muslime irgendwo in der Welt leiden, und Regierungen Allah durch ihre Demokratie verspotten, so die Frage der ideologischen Einpeitscher im IS-Kampfblatt. Als Artikelbild wird ein Foto eines mutmaßlich britischen Blumenverkäufers mit der Unterschrift: »Sogar das Blut eines fröhlichen Kreuzfahrerbürgers, der Blumen an den Passanten verkauft «, gezeigt. (BS)

http://www.metropolico.org/

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