Clintons Ende? Wikileaks kündigt Welle der Enthüllungen an

Julian Assange auf dem Balkon der Botschaft von Ecuador, London. picture alliance / empics

Julian Assange auf dem Balkon der Botschaft von Ecuador, London. picture alliance / empics

Julien Assange: „Werden eine Armee brauchen, um uns vor dem Druck zu verteidigen.“

_von Tino Perlick

In einer Pressekonferenz zum 10-jährigen Bestehen der Enthüllungsplattform in der Berliner Volksbühne stellte Wikileaks-Gründer Julian Assange am Dienstagmorgen neue Enthüllungen mit massiven Konsequenzen in Aussicht. In den kommenden zehn Wochen werde Wikileaks wöchentlich Dokumente veröffentlichen, die „drei mächtige Organisationen“ beträfen, so der aus der ecuadorianischen Botschaft zugeschaltete Assange. Die Publikationen behandelten die Themen „Krieg, Waffen, Öl, Google, die Wahlen in den USA und Massenüberwachung“, so Assange. „Wir werden eine Armee benötigen, um uns vor dem Druck zu beschützen“, erklärte er angesichts des noch im Dunkeln gelassenen konkreten Inhalts der Dokumente. Die ecuadorianische Botschaft, seit über vier Jahren Zufluchtsort des gebürtigen Australiers, werde als Folge unter verstärkten Druck geraten.

Gefragt, ob die Enthüllungen „Clinton zerstören“ könnten, erwiderte der 45-Jährige, dass diese „bedeutend seien“. Wikileaks verfüge über 11.000 Dokumente, die belegten, dass Clinton bewusst den Islamischen Staat bewaffnet hatte, erklärte Assange bereits im August. (1) Alle im Kontext des laufenden US-Wahlkampfs stehenden Dokumenten würden bis zur Wahl am 8. November veröffentlicht. Wikileaks habe bislang 89 aktive Medienpartner – vor allem in den USA suchte die Organisation nach neuen Verbündeten, um die Wahrheit ans Licht zu bringen. COMPACT wird Sie über die Enthüllungen auf dem Laufenden halten.

Erst am Montag veröffentlichten Berichten zufolge, soll Clinton als Außenministerin im Jahr 2010 die illegale Tötung Assanges gefordert haben: „Können wir den Typen nicht einfach mit ‘ner Drohne erledigen?“, habe sie in einem Gespräch gefragt. („Can’t we just drone the guy?“) (2) Im März dieses Jahres hatte Wikileaks bereits 30.322 von Clintons privatem Server verschickte Emails aus ihrer Amtszeit als Außenministerin publiziert. Im Juli veröffentlichte Emails aus der Führung der Demokratischen Partei hatten gezeigt, wie die Demokraten Bernie Sanders im Vorwahlkampf sabotiert hatten. Die Enthüllungen führten unter anderem zum Rücktritt der Vorsitzenden des Demokratischen Nationalkomitees, Debbie Wasserman Schultz.

(1) https://www.compact-online.de/julian-assange-clinton-schickte-bewusst-waffen-an-den-is/
(2) https://www.rt.com/usa/361459-secretary-clinton-drone-assange/

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