Bataclan: Der verschwiegene Horror über Folter und Verstümmelung

28 September 2016

Während des dschihadistischen Terroranschlagserie in Paris wurden im Bataclan-Konzerthaus Menschen nicht nur durch die Dschihadisten getötet. Ein bislang zurückgehaltener Untersuchungsausschuss spricht von Folter und Verstümmelung der Opfer.

Hilflose Trauer nach dem dschhadistischen Massaker im Bataclan (Bild: Chris Bentley; bataclan; Rechte: CC BY NC ND 2.0-Lizenz, Original: siehe Link)

Hilflose Trauer nach dem dschhadistischen Massaker im Bataclan (Bild: Chris Bentley; bataclan; Rechte: CC BY NC ND 2.0-Lizenz, Original: siehe Link)

Am 13. November 2015 ermordeten Dschihadisten während einer Terroranschlagserie in Paris hunderte Konzertbesucher im Konzertsaal des Bataclan. Die islamischen Terroristen feuerten mit Sturmgewehren auf die wehrlosen Menschen und warfen Handgranaten in die Menge. 130 Menschen wurden so hingerichtet, mehr als 350 teilweise schwer verletzt (metropolico berichtete).

Französische Regierung unterdrückte Informationen über Folter und Verstümmelungen

Mitte Juli 2016 wurden weitere schreckliche Details des Massakers bekannt. Bis zu diesem Zeitpunkt habe die französische Regierung Zeugenaussagen, die unmittelbar nach dem Bataclan-Massaker von Opfern berichteten, die mit Messern gefoltert und von den Dschihadisten dabei gefilmt wurden, unterdrückt, so das britische Nachrichtenmagazin HeatStreet. Wie Kopp-Online bereits vor einem Vierteljahr berichtete, habe ein in Paris eingesetzter Untersuchungsausschuss in den vergangenen Monaten die Vorgänge untersucht.

Hierzu wurden beteiligte Polizisten verhört, darunter ein Einsatzleiter, der im offiziellen Protokoll nur als »M.T.P. « erscheint. Das Ergebnis der 14-stündigen Anhörung wurde veröffentlicht und von HeatStreet ausgewertet. Obwohl diese Aussagen der französischen Untersuchungskommission bereits am 21. März vorgelegen haben müssen, hatte die französische Regierung diese Informationen scheinbar monatelang unter Verschluss gehalten. Erst mit dem Erscheinen des offiziellen Protokolls wurde bekannt, welchem Martyrium die Opfer im Bataclan ausgesetzt waren. Direkt nach dem Anschlag vernommene Zeugen, die von Folter und Verstümmelung berichteten, hatten es nur in Einzelfällen in die französische Presse geschafft.

»Es wurden Menschen enthauptet, Hoden wurden abgetrennt, es gab sexuelle Handlungen an Frauen«

So berichtete die französische Tageszeitung Le Monde 2 Tage nach dem Massaker von einer Überlebenden, die berichtete, dass die Opfer mit Messern gefoltert wurden. Da die Dschihadisten französisch sprachen, habe die Zeugin gehört, wie sie ein Opfer lachend aufgefordert haben sollen, »seine Hose auszuziehen«.

Wie der zitierte » M.T.P.« in der Anhörung berichtet, traf er vor dem Bataclan ein, als die Terroristen dort bereits das Feuer eingestellt hatten, beziehungsweise nur noch vereinzelte Schüsse zu hören waren. Im Bataclan, das sich auf mehrere Ebenen erstreckt, waren bereits hinter dem Eingangsbereich die ersten Opfer zu sehen, die nach erster Inaugenscheinnahme wohl erschossen wurden. Die weiteren Aussagen zeigten jedoch Unglaubliches auf. Die Dschihadisten sollen einigen Opfern die Augen ausgestochen und die Körper ausgeweidet haben. Die Männer sollen kastriert worden sein. Die Geschlechtsteile hätte man ihnen danach in den Mund gesteckt. Frauen soll in den Genitalbereich gestochen worden sein. All das hätten die islamischen Mörder aufgezeichnet, da sie die Taten gefilmt hätten, so Überlebende gegenüber der Polizei.

Im Bericht heißt es: »Sie [die Täter] sprengten sich nach oben [eine verschlossene Tür wurde aufgesprengt]. Es wurden Menschen enthauptet, geschlachtet, ausgenommen. Es gab sexuelle Handlungen an Frauen und Genitalverstümmelungen. Wenn ich mich nicht irre, haben sie die Augen mancher Menschen herausgenommen.«

Original-Zitat des Verhörs: »Ils se sont fait exploser. Il y a eu des personnes décapitées, égorgées, éviscérées. Il y a eu des mimiques d’actes sexuels sur des femmes et des coups de couteau au niveau des appareils génitaux. Si je ne me trompe pas, les yeux de certaines personnes ont été arrachés.«

Mediale Übereinkunft, die deutsche Öffentlichkeit nicht zu informieren

In deutschen Medien wurde – im Gegensatz zu den ausländischen – auch nach der Veröffentlichung des Protokolls durch die Assemblée Nationale nicht über die mutmaßlichen Verstümmelungen berichtet. Die Antwort kann kaum darin liegen, dass deutsche Journalisten dümmer als ihre britischen Kollegen sind oder der französischen Sprache nicht mächtig, so eine Mutmaßung der AfD zum medialen Schweigen im deutschen Blätterwald.

Welchen Grund es für die mediale Übereinkunft geben kann, der Öffentlichkeit vorzuenthalten, zu welcher martialischen Gewalt islamisch inspirierte Glaubenskrieger fähig sind, die mit Merkels Immigrationswelle nach Europa und Deutschland getragen werden, wird genauso unbeantwortet bleiben, wie eine Rechtfertigung dafür, wie mindestens einer der Paris-Attentäter als »Flüchtling« über die Balkanroute einreisen konnte. (SB)

http://www.metropolico.org/

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