Nichts Neues von der Propagandafront

14 September 2016

Alp Mar: Ein Resümee.

Rechtspopulisten

Medien folgen Ritualen (Bild: metropolico)

Medien folgen Ritualen (Bild: metropolico)

 

Eigentlich ist es prinzipiell für jeden, der noch einen Funken Selbstachtung besitzt, eine Zumutung auf niedrigstem Niveau, einen Abend vorm GEZ- gepolsterten Fernsehprogramm der Öffentlich Rechtlichen auszuharren, doch der Wahlabend am 04.09.2016, an dem das Volk Mecklenburg- Vorpommerns seine künftige Landesregierung kürte, war die Selbstkasteiung wert. Es wurde, wie immer, ein Schauspiel inszeniert, das weniger der Information der Bürgerinnen und Bürger dienen sollte, sondern vielmehr der politischen Erwachsenenerziehung. Wie gewohnt, sprach man das Wort „Rechtspopulisten“ so oft wie möglich aus, wenn man über die grandiosen Stimmengewinne der AfD, oder über die Partei selbst berichtete. Das muss einfach bei jeder sich bietenden Gelegenheit in die Köpfe der Leute eingenagelt werden! Wer überwachte Grenzen fordert und dreister Weise auch noch ein Land, in dem man nicht von „Schutzsuchenden“ körperlich angegangen wird und in dem man nicht die Rente erst mit 75 bekommt und auf diese letztendlich dann doch verzichten muss, weil diese Regierung und ihre bumsroten Zuträger an allen steuerfinanzierten  Dreh- und Angelpunkten der Gesellschaft, mit dem Geld der Bürger gedenken, die sozialen Probleme Afrikas und des Nahen Ostens lösen zu wollen, der ist ein ganz, ganz übler Hetzer und will die Menschen nur verführen und zwar „für eigene Zwecke“, wie uns schon oft von „Polit-Experten“ versichert wurde.

Kaum Einer hat` s gelesen

Die Moderatoren bemühten sich sichtlich, klarzulegen, dass die AfD eigentlich nur von Deppen gewählt wird, die ohnehin nichts von der Welt verstehen. Die AfD ist ja eigentlich eine „Ein- Themen- Partei“, wurde uns Unwissenden weisgemacht, weil man in den Propagandazentralen des Einheitsparteiengefüges schlicht darauf baut, dass Viele einfach zu bräsig sind, sich das Parteiprogramm der AfD einmal durchzulesen. Kaum Einer hat` s gelesen, doch jeder ist Experte in Sachen AfD. Da hat es die Lügenpresse natürlich sehr leicht, unreflektierten Stuss über diese Partei zu verbreiten. Aus der Forderung nach überwachten EU- Außengrenzen, oder in Notfällen, wie aktuell, auch nach überwachten Staatsgrenzen, wird schnell ein empathieloser  „Schießbefehl auf Flüchtlinge“ konstruiert. Oder aus Jener AfD- Forderung nach der Wahlfreiheit von Eltern, zwischen Hort und Elternhaus und gegen die „Hortpflicht“,  die in einer Demokratie mehr als unangebracht ist, wird schnell die plumpe Mär von „Frauen zurück an den Herd“ gedichtet und jeder Depp, der die AfD vom Hörensagen „hasst“, schlägt die Leier dazu.

Wie soll ich das meinen Schülern erklären?

Symptomatisch für den Geisteszustand der „Anständigen“ und „Politisch Korrekten“, ja ein wahres Paradestück diesbezüglich, war ein ZDF- Interview auf einem Weinfest irgendwo in Mecklenburg Vorpommern. Ein gewohnt flapsiger, aber engagierter Reporter fragte einige Festgäste, wie sie denn das unerhört gute Abschneiden der AfD bei der Landtagswahl empfinden würden. Ein Herr um die Vierzig kehrte zuerst den toleranten Weltbürger nach außen und würdigte den positiven Sympathiefaktor des mecklenburgischen AfD- Spitzenkandidaten Leif Erik Holm, der vor einigen Jahren noch als beliebter Radiomoderator, zuletzt bei  „Antenne MV“ (Antenne Mecklenburg-Vorpommern) angestellt war. Der Sender kündigte ihm im Jahr 2013, weil er Sprecher des Landesverbandes der AfD Mecklenburg-Vorpommern wurde und bei der Bundestagswahl 2013 für seine Partei antrat. Tja, da hätte der Mann doch lieber für jene Partei kandidiert, die noch vor der Wende ihre Landsleute an der Zonengrenze abknallen ließ und sich jetzt zur Lehrmeisterin in Sachen Demokratie anbietet, dann würde Herr Holm wahrscheinlich heute noch beim Radio moderieren.  Nachdem der Interviewte seine „Unvoreingenommenheit“ unter Beweis gestellt hat, indem er sogar einen AfD- Politiker „sympathisch“ finden kann, rückte er mit jenem Aspekt heraus, der die Quintessenz seines Statements beinhaltete. Er räumte ein, dass nur die wenigsten das AfD- Parteiprogramm gelesen hätten, aber dies sei ja „verständlich, denn da wird einem ja schlecht!“ Wenn man vorher zwölf Schoppen Wein gesoffen hat, ist das nun mal auch kein Wunder, aber an den Inhalten des Programmes kann es nur dann liegen, wenn man eine gehörige Aversion gegen mehr bürgerliche Mitbestimmung kultiviert hat. Dann fragte der flotte ZDF- Reporter die weibliche Begleitung des „AfD- Programm- Experten“ nach ihrer werten Meinung. Diese gab sich als Schullehrerin zu erkennen, die nicht genau wusste, wie sie das gute Wahlergebnis der AfD ihren Schülern „erklären“ solle. Ich bin mir absolut sicher, dass diese Dame niemals und zu keiner Zeit das Bedürfnis hatte, ihren Schülern zu „erklären“, wie es sein kann, dass sich die Nachfolgepartei von SED und PDS seit Jahren im Bundestag auf Steuerzahlers Kosten den roten Arsch breitsitzt, noch immer ehemalige Befürworter des Schießbefehls auf „Republikflüchtlinge“ zu Mitgliedern hat, am Ersetzen der Demokratie, zugunsten des Sozialismus arbeitet und trotzdem die Stirn hat, der AfD vorzuwerfen, „undemokratisch“ zu sein!

Handverlesen

Es ist völlig klar, wie die Funktionäre der „Qualitätsmedien“ arbeiten. Der ZDF- Reporter sondierte vorher die Lage vor Ort auf dem Weinfest und suchte sich willige Hilfstruppen für die Propagandafront. Man kann sicher sein, dass die Meinung eines jungen, gutaussehenden AfD- Wählers, oder Wählerin, der, oder die schlüssig darlegen würde, weshalb er/sie angesichts der Katastrophe, in welche uns die linksidiotische Politik der Bundesregierung geführt hat, die dafür Verantwortlichen nicht mehr wählen könne, tunlichst nicht interessiert hätte und auch nicht gesendet worden wäre. Hätte er einen betrunkenen, zahnlückigen Festgast entdeckt,  der, sich kaum auf den Beinen haltend, irgendetwas von „Ausländer raus“ gestammelt hätte- dann die Kamera drauf und Ton ab, meine Damen und Herren. So läuft das! Die Meinung des ganz normalen Bürgers, der in der derzeitigen Situation, in der sich unser schönes Land dank Merkel und Konsorten befindet, nichts Positives entdecken kann und die Jubelprosa des Systems nicht länger erträgt, soll nicht gehört, ja totgeschwiegen werden, damit ja niemand erkennt, dass er mit seinen Sorgen und seiner gerechten Wut längst nicht mehr alleine ist.

Respektlos gegenüber den Wählern

Der Politik-Ressortleiter von Spiegel Online, Roland Nelles hat ausgesprochen, was er von all Jenen hält, die an Bahnhöfen keine Luftballons für „Rockstars, Superhelden, Quantenphysiker, Fachkräfte und Rentenretter“ aufgeblasen hatten und die ihre Augen nicht verschließen, wenn sich die Innere Sicherheit in Deutschland und ganz Westeuropa gerade in Auflösung befindet. Nelles sagte wörtlich: „Es wird immer gesagt, man müsste die Sorgen und Nöte und Ängste der Wähler ernst nehmen. Das kann vielleicht sein. Ich glaube aber, das ist zu einfach. Ich glaube, man muss auch einmal klar benennen, dass die Wähler der AfD tatsächlich Rassisten sind.“ Man muss den Mann verstehen! Der Kerl ist finanziell fett gepolstert wie ein Sumo-Ringer. Der Mann muss nicht mit 900 Euro netto auskommen. Ihn schreckt es nicht, wenn Politiker unsere Renten mit vollen Händen rauswerfen, uns die Rente mit 75, oder lebenslanges Arbeiten schmackhaft machen wollen, denn er selbst hat sehr wahrscheinlich jetzt schon ausgesorgt. Und sollte irgendwann der Islam, allein durch seine Dominanz in den Städten, den Ton hierzulande angeben, dann kann sich Herr Nelles ganz bestimmt die Emigration an ein sonniges, friedliches,  sicheres Plätzchen leisten und wir „Rassisten“ müssen zuhause bleiben und auslöffeln, was solche Gutmenschen uns eingebrockt haben.

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