Merkel: Wenn wir bei der Wahrheit bleiben, gewinnen wir

Bundeskanzlerin Merkel sagte im Bundestag, die etablierten Parteien müssten nur „bei der Wahrheit bleiben, dann gewinnen wir“. Das ist eine sehr gefährliche Dialektik, weil sie den politischen Diskurs unmöglich macht. Vor allem stellt sich die Frage: Haben die Deutschen von Merkel in den vergangenen Jahren wirklich immer nur die Wahrheit gehört?

Bundeskanzlerin Angela Merkel am 07.09.2016 in Berlin im Bundestag. (Foto: Michael Kappeler/dpa)

Bundeskanzlerin Angela Merkel am 07.09.2016 in Berlin im Bundestag. (Foto: Michael Kappeler/dpa)

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat am Mittwoch im Bundestag versucht, alle ihre Kritiker mit einer einzigen dialektischen Finte auszuhebeln. Merkel sagte:

(Wir mussten) vor drei Tagen einen Wahlsonntag erleben, an dem letztlich nur die AfD gewonnen hat, und zwar zweistellig. Sie hat allen anderen Parteien Prozente abgenommen, gar nicht so sehr in absoluten Stimmzahlen, indem sie vor allem auch Nichtwähler mobilisiert hat. Das hat dazu geführt, dass die Christlich Demokratische Union im Landtag hinter der AfD liegt. Uns alle treibt die Frage um: Wie gehen wir mit einer solchen Situation um?

Wählerbeschimpfungen bringen gar nichts. Das ist auch nicht angebracht. Ich habe das noch nie richtig gefunden. Politiker, die wie wir Verantwortung tragen, sollten sich sowieso in ihrer Sprache mäßigen.

(Beifall bei der CDU/CSU, der SPD und dem BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Zuruf von der LINKEN)

Liebe Kolleginnen und Kollegen, wenn auch wir anfangen, in unserer Sprache zu eskalieren, gewinnen nur die, die es immer noch einfacher und noch klarer ausdrücken können.

(Beifall bei der CDU/CSU, der SPD und dem BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Dr. Dietmar Bartsch [DIE LINKE]: Horst Seehofer!)

Wenn wir anfangen, dabei mitzumachen, dass Fakten beiseitegewischt oder ignoriert werden können, dann sind verantwortbare und konstruktive Antworten in der Sache nicht mehr möglich. Wenn wir anfangen, uns sprachlich und tatsächlich an denen zu orientieren, die an Lösungen nicht interessiert sind, verlieren am Ende wir die Orientierung.

(Beifall bei der CDU/CSU, der SPD und dem BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)

Jeder von uns muss sich nach Wahlabenden wie dem vom Sonntag an die eigene Nase fassen, selbstkritisch schauen, was in Zukunft anders und besser gemacht werden kann. Das versteht sich von selbst, und es gibt ja auch noch genug Probleme zu lösen. Es versteht sich auch von selbst, dass Sorgen, ob nun begründet oder unbegründet, ernst zu nehmen sind, auch indem wir zeigen, dass das Ernstnehmen von Sorgen und das Erläutern von Fakten zwei Seiten ein und derselben Medaille sind,

(Beifall bei der CDU/CSU und der SPD sowie bei Abgeordneten des BÜNDNISSES 90/DIE GRÜNEN)

indem wir alle gemeinsam gut daran tun, zu erkennen, dass eine Partei wie die AfD nicht nur eine Herausforderung für die Christlich Demokratische Union ist – auch wenn deren Protagonisten das munter verbreiten und andere es mehr oder weniger gerne aufgreifen, zum Teil wider besseres Wissen –, sie vielmehreine Herausforderung für uns alle in diesem Hause ist, meine Damen und Herren.

(Beifall bei der CDU/CSU, der SPD und dem BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sowie bei Abgeordneten der LINKEN)

Wenn wir untereinander nur den kleinen Vorteil suchen, um zum Beispiel irgendwie mit einem blauen Auge über einen Wahlsonntag zu kommen, gewinnen nur die, die auf Parolen und scheinbar einfache Antworten setzen.

(Beifall bei Abgeordneten der SPD)

Ich bin ganz sicher: Wenn wir uns das verkneifen und bei der Wahrheit bleiben, dann gewinnen wir. Wir gewinnen dann so das Wichtigste zurück, was wir brauchen: Vertrauen der Menschen,

(Beifall bei der CDU/CSU und der SPD sowie bei Abgeordneten des BÜNDNISSES 90/DIE GRÜNEN)

Den Rest könnt Ihr hier lesen:

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/09/08/merkel-wenn-wir-bei-der-wahrheit-bleiben-gewinnen-wir/

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2 Kommentare zu “Merkel: Wenn wir bei der Wahrheit bleiben, gewinnen wir

  1. Diese Frau hat nie mein Vertrauen gehabt, also kann sie es auch nicht von mir zurückgewinnen – eben sowenig von so vielen anderen Menschen, die sie inzwischen
    in ihre „christliche Hölle“ wünschen.

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  2. Hat dies auf BildDung für deine Meinung rebloggt und kommentierte:
    Ein Deutscher der sich nicht ausplündern lässt, ist weder Nazi, FremdenFeind noch Rassist. 60 Mrd. € für die AsylBetrügerIndustrie im Jahr sollten wir nicht zahlen.
    Geld ist Freiheit, mit jedem EUro den der Bürger verliert, verliert er ein Stück seiner Freiheit.

    https://bilddunggalerie.wordpress.com/2015/08/27/millionen-voelkerwanderer-zerstoeren-nicht-nur-unseren-sozialstaat/
    😦

    https://bilddunggalerie.wordpress.com/2016/06/10/invasoren-rauben-unser-volksvermoegen/

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