Ungarn ruft zur Verteidigung der europäisch-christlichen Kultur auf

03. 09. 2016

Ungarns Außenminister Péter Szijjártó (Bildquelle: Agencia de Noticias ANDES/Wikimedia, CC 2.0)

Wie Ungarns Außenminister Péter Szijjártó im Vorfeld eines Treffens mit seinen OSZE-Kollegen in Berlin gegen­über öffent­li­chen Medien erklärte, gebe es einen Angriff auf die euro­päisch-christ­liche Kultur; diesem könne man nur durch eine Zusammenarbeit zwi­schen Europa, Russland und Amerika ent­gegnen.

Das wich­tigste Forum einer sol­chen tri­la­te­ralen Partnerschaft sei laut Szijjártó die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE). Er ver­trete auf dem OSZE-Treffen in Potsdam die offi­zi­elle unga­ri­sche Position, wonach es eine „Sicherheitskrise“ in Europa gebe. Der Terroranschlag auf eine Kirche in Rouen in Frankreich und der Anstieg an sexu­ellen Belästigungen gegen­über Frauen zeigen, dass Europas christ­liche Zivilisation ange­griffen werde. „Es ist fünf vor Zwölf,“ so Außenminister Szijjártó, der zugleich Notwendigkeit einer kohä­renten euro­päi­schen Sicherheitspolitik unter­strich.

Seiner Ansicht nach sei die Einrichtung einer gemein­samen euro­päi­schen Armee ein wich­tiges Element einer sol­chen Politik. Auch der Schutz der Grenzen des Kontinents sei wichtig, doch müssen zu diesem Zweck die euro­päi­schen Institutionen auf ihre „heuch­le­ri­sche Politik“ ver­zichten, welche Hunderttausende von Menschen dazu inspi­riere, sich auf den Weg nach Europa zu machen. Statt Migranten dazu zu inspi­rieren, nach Europa zu kommen, sollten diese EU-Institutionen sich darauf kon­zen­trieren, den auf dem Kontinent las­tenden Migrationsdruck zu ver­rin­gern, wie Ungarn dies in den ver­gan­genen ein­ein­halb Jahren getan habe. Es sei ferner zwin­gend not­wendig, die Terrorgruppe „Islamischer Staat“ zu besiegen; Europa müsse eine Lösung der ver­schie­denen Konflikte in seiner süd­öst­li­chen Nachbarregion anstreben. Da Europa dies alles nicht allein errei­chen kann, müsse es mit Russland und den USA in einer Partnerschaft zusam­men­ar­beiten.

Zur Frage der Position der deutschen Bundesregierung in der Migrationspolitik meinte Szijjártó, dass es nach wie vor Meinungsverschiedenheiten zwischen Ungarn und Deutschland gebe. In den vergangenen eineinhalb Jahren hätten nur Ungarn und die übrigen Länder der Visegrad-Gruppe (Polen, Slowakei, Tschechischen Republik) eine konsistente Haltung gegenüber der Migrationskrise eingenommen, so Szijjártó.

Quelle: ungarische Nachrichtenagentur MTI, 02.09.2016

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