Gerald Celente: Chatbots und künstliche Intelligenz werden unser Leben bestimmen

Von: n8wächter-info

Gerald Celente: Chatbots und künstliche Intelligenz werden unser Leben bestimmen

Von Gerald Celente

Celente 2Ein jeder, der sich schon einmal mit Apples Siri oder Microsofts Cortana unterhalten hat, hat sich mit einem Chatbot angefreundet. Ein Chatbot ist eine Art künstlicher Intelligenz, die interaktiv – gedruckt oder per Sprachausgabe – auf Fragen von Menschen antwortet oder Aufgaben übernimmt: „Wo ist der nächste McDonald’s?“, „Ruf Doug an.“,…

Für Chatbot-Entwickler ist das alles jedoch nur Kinderkram. Chatbots haben die Macht ein Geschäft zu personifizieren, den Kunden eine intimere Erfahrung zu geben und Kundentreue aufzubauen, indem einem Telefonmenü oder einem Internet-Shop eine angenehme, responsive und menschliche Persönlichkeit gegeben wird.

Investoren setzen darauf. Zehn repräsentative US-Chatbot-Entwickler haben bereits mehr als $ 100 Million an Startkapital gesammelt, darunter $ 25 Millionen für “Babylon Health“, welches Menschen bei der Selbstdiagnose von Krankheiten hilft und von ihnen als „Doktor“ angesprochen wird. “Ozlo“, ein Restaurant-Finder, hat $ 14 Millionen eingestrichen. Der Chatbot “Amy“, mit dem Meetings terminiert werden, hat sich mehr als $ 34 Millionen geschnappt.

Bald wird, so sagen Entwickler, ein lächelnder Gravatar auf dem Bildschirm erscheinen, wenn man seine Hosen online bestellt und sagen:

»Wir haben ein Hemd im Ausverkauf, welches wirklich sehr gut zu diesen Hosen passen würde. Darf ich es Ihnen zeigen?«

In einem Buchladen könnte ein freundlicher Avatar an der Kasse zu Ihnen sagen:

»Vielen Dank für Ihren Einkauf bei uns. Wie ich sehe, haben Sie sich für einen Stephen King-Roman entschieden. Kommen Sie doch nächste Woche wieder, dann haben wir sein neues Buch für Sie im Sortiment.«

Chatbots fallen auch über Berufe her. “Betty“ ist eine Büromanagerin, die Gäste begrüßt, ihre menschlichen Arbeitskollegen erkennt, deren Arbeitsstunden registriert und die Büromaterialien im Auge behält. “Mya“ von dem Arbeitsvermittler FirstJob setzt sich mit Bewerbern in Verbindung, um ihnen mitzuteilen, ob sie im Rennen sind. “Ellie“ ist eine kommende Psychotherapeutin, die Ihre Körpersprache über eine Kamera liest. Ihr Bildschirm-Avatar reagiert nicht nur verbal, sondern auch mit einem Nicken, Lächeln oder anderen passenden Gesten.

Viele Menschen berichten, dass sie mit einem künstlichen Therapeuten besser zurecht kommen, als wenn sie ihre beschämenden Geheimnisse einem Mitmenschen offenbaren. Man kann auch Chatbot-Freunde herunterladen, um mit ihnen zu quatschen oder Probleme zu besprechen.

Trendprognose

Skeptiker mahnen zur Vorsicht. Sie warnen, dass bei allem Wirbel um Chatbots ihre Kapazitäten nach wie vor bei weitem überschätzt werden. Dadurch, dass Computer allerdings zunehmend mehr lernen und größere Informationsmengen speichern können, werden immer ausgeklügeltere Versionen künstlicher Intelligenz möglich und Chatbots werden bis zum Jahr 2020 feste Bestandteile unser aller Leben sein.

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