Staatsmacht vs. Bürger: Das Recht des Einzelnen wird mit Füßen getreten

Sie kennen keine Gnade

Bildquelle: shutterstock.com Urheberrecht: AVN Photo Lab

Aus gegebenem Anlass soll dieser Beitrag zeigen, wie wir uns selbst vorhandene Probleme geschaffen haben, mit denen wir nicht nur heute, sondern auch in der Zukunft zu kämpfen haben. Wir befinden uns mittlerweile in einem System, in dem das Recht des Einzelnen anscheinend nicht mehr zählt und mit den Füßen getreten wird.

Thomas Stoll

Leider kann man es nicht oft genug sagen und schreiben. Und man kann es nicht besser verständlich machen an den Geschehnissen, die am 25.08.2016 und am 22.08.2016 bekannt geworden sind. In beiden Fällen geht es um die Zwangsräumung von Wohnraum – im ersten Fall allerdings nicht aufgrund Mietschulden, sondern anderer Dinge, zu denen man sich mir gegenüber trotz Anfrage nicht äußern wollte. Ganz im Gegenteil man hat mir geraten, zu diesem Thema keine öffentliche Stellungnahme abzugeben. Es geht auch nicht um diesen Fall speziell, sondern darum, wie Rechte mit Füßen getreten werden.

Im Fall vom 22.8.2016 wurde eine kranke und behinderte Frau aus der Wohnung zwangsgeräumt, die dort 16 Jahre lang lebte und die keine Mietschulden hatte. Diese Frau sitzt im Rollstuhl und hat zwei Hunde. Sie verfügte, so weit bekannt, über eine Betreuerin. Verständlich, denn wenn man den Wohnraum der Frau gesehen hatte, mittels Video der Bürgerinitiative, die die Zwangsräumung verhindern wollte, war einem durchaus klar, dass diese Frau Hilfe benötigt. Diese Hilfe allerdings bekam diese Frau anscheinend nicht, man hat sie im Stich gelassen mit ihren Erkrankungen, ihren zwei Hunden und mit ihrem Schicksal. Die Aktion der Bürgerinitiative lief trotz Proteste und einiger Menschen, die dem Aufruf nachkamen, vor Ort zu sein, im Sande. Die Frau wurde vor die Tür gesetzt.

Dann war da der Fall „Staat Ur“ am 24.8., und am 25.8.2016 schon ein wenig heftiger. Hier ging es auch um eine Zwangsräumung – wegen einer Grundschuld von 4000 Euro. Der Besitzer des „Staates Ur“ hatte im Vorfeld schon dafür gesorgt, dass für die Zwangsräumung genug andere Menschen vor Ort waren, um den Vorgang bezeugen zu können. Die Zwangsräumung am 24.8. platzte, wie bekannt, die am 25.8.2016 aber nicht – und das mit letztendlich verheerenden Folgen: Man rückte dem Besitzer des „Staates Ur“ mit einer sogenannten Staatsgewalt auf den Pelz, die 200 Beamte ausmachte, zusätzlich noch ein SEK, so die Berichte. Und diese Horden von Polizisten und SEK zeigten dann leider, wie diese eine Zwangsräumung verstehen, und haben kurzen Prozess gemacht. Der Besitzer liegt im Krankenhaus, wurde von den Zwangsräumern über den Haufen geschossen. Nun kann man geteilter Meinung sein, was diesen Vorfall anbelangt. Auch wenn eine Schusswaffe bei dem Besitzer vorhanden gewesen sein soll, so soll es sich nach Aussagen von Zeugen vor Ort hier um eine Gas-Schreckschusswaffe gehandelt haben. Ebenfalls geteilter Meinung kann man über die Vorgehensweise des Besitzers streiten, seine Aktionen und den Aufbau seines Staates.

Nun kommen wir aber zu Folgendem, was sicherlich auch sehr viele Menschen nicht verstehen, weil es einfach zu viele Informationen gibt. Da gibt es Meldungen wie:

Der Gerichtsvollzieher ist kein Beamter mehr

Die Polizei trägt eine Wortmarke

Richter unterschreiben keine Beschlüsse und Urteile mehr

usw. usw.

Natürlich haben wir in diesem Deutschland Gesetze, Gesetze, die bestimmte Vorgaben machen und die es eigentlich gilt, einzuhalten. Jetzt durfte man allerdings sehr deutlich erleben, dass all das überhaupt keine Bedeutung mehr zu haben scheint. Man hat sehen können, wie die sogenannte Staatsmacht ein Exempel vollzog, und zwar an dem Besitzer des „Staates Ur“. Dabei spielten keine Regeln eine Rolle, da galt die Regel der Mächtigeren – und das waren die, die von einem Gerichtsvollzieher ersucht wurden, diesem bei der Zwangsvollstreckung zur Seite zu stehen. Im ersten Fall allerdings brauchte man diese Hilfe nicht auszuschöpfen, da die Frau sowieso schon gesundheitlich zerstört ist, dort eine Gegenwehr nicht zu erwarten war. Wie man sieht, scheint die Macht eines sogenannten Gerichtsvollziehers mitsamt seiner Hintermänner doch recht groß zu sein in diesem Lande.

Nun werden sicherlich durch diesen Vorfall wieder sehr viele Menschen Angst haben vor diesen Personen, die sich Gerichtsvollzieher nennen. Können diese sich jederzeit und überall Auskünfte einholen, um Amtshilfe ersuchen usw.? Vielleicht war dies auch ein sehr wirksames Exempel an die Millionen GEZ-Verweigerer, die nun auch damit rechnen müssen, das SEK vor der Tür stehen zu haben, weil man die Rechte durchsetzen will, und man beginnt zu begreifen, dass hier etwas faul im Lande ist. Letztendlich man damit sogar damit rechnen muss, bei einer falschen Bewegung erschossen zu werden.

In dem Fall des „Staates Ur“ war es ein Exempel. Man spricht wieder von „Reichsbürgern“, die sich zur Wehr setzen. Das Ziel der sogenannten Staatsmacht war es nicht, den Gerichtsvollzieher zu unterstützen, nein, das Ziel war, diesen Besitzer des „Staates Ur“ auszulöschen oder diesen mundtot zu machen, damit dieser mit seinen Aktionen nicht weitermacht wie bisher. Damit die Menschen nicht auf den Gedanken kommen könnten, dass an der ganzen Sache viel Wahres dran ist. Die Wahrheit ist in diesem Lande derzeit jedoch noch unerwünscht, wenige wollen sie hören und sehr wenige wollen endlich handeln.

Und solange die Menschen die Wahrheit nicht hören und begreifen wollen, solange wird das Leben in diesem Regime schlimmer und schlimmer – und jeden wird es treffen.

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Widerstand veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s