Brüssel: Willkommenskultur für Terroristen

Udo Ulfkotte

Schon wieder haben Muslime die europäische Hauptstadt Brüssel angegriffen. Gegen den asymetrischen Krieg, den uns Migranten aus dem Nahen Osten und Nordafrika aufzwingen, hat die freie westliche Welt keine Chance.

Nach Korrespondentenberichten der Daily Mail haben die Brüsseler Attentäter unmittelbar vor den Explosionen auf Arabisch gerufen. Bei den Anschlägen am Brüsseler Flughafen und in der Metro kamen viele Menschen ums Leben. Seit mehreren Tagen schon hatten die Sicherheitsbehörden vor solchen Anschlägen in europäischen Metropolen gewarnt – in London, Paris, Madrid, Berlin und auch in Bern gab es dazu in den vergangenen Tagen Sonderkonferenzen der Sicherheitskräfte.

Weltweit gibt es derzeit überall das gleiche Bild – Angst vor islamischen Terroranschlägen. Die deutsche Botschaft in Ankara ist geschossen. Türkei-Urlauber müssen wissen, dass sie nicht nur in Istanbul oder Ankara jederzeit Opfer eines Terroranschlags werden können.

Nicht anders ist es in Kenia, wo man nach jüngsten Terrorwarnungen gespannt auf den nächsten islamischen Terroranschlag wartet und Urlauber schon am Flughafen von Sondereinsatzkräften beschützt werden müssen. Und nun schon wieder Brüssel, wo man seit Monaten von der drohenden konkreten Gefahr wusste – und sie nicht abwenden konnte.

Ähnliche Terrorwarnungen hatte es in den letzten Wochen auch für Berlin, London und auch für Österreich gegeben. Klar ist: Das Leben wird immer unfriedlicher.

Nie zuvor hat Europa eine längere Friedenszeit erlebt. Sieben Jahrzehnte ohne Krieg oder Bürgerkriege, ohne Leid und Elend im deutschsprachigen Raum, das ist historisch wohl einmalig. Doch Geschichte bedeutet Veränderung. Und immer mehr Menschen wird langsam klar, dass sich die Geschichte wiederholen wird.

Die jüngere Generation wird schon bald wieder jene Zeiten durchleben, welche in der Geschichte immer wieder auf fette Jahre folgten: magere Zeiten. Die Ruhe, welche uns lange Zeit umgeben hat, war trügerisch. Das ist die erste Lehre aus Anschlägen, wie sie immer häufiger im Herzen Europas verübt werden. Die zweite Lehre: Wir haben lange zugeschaut und Terrorkämpfer mit einer Willkommenskultur begrüßt.

Im Februar 2015 veröffentlichte die britische Quilliam Stiftung Dokumente der Terrormiliz Islamischer Staat, die offenkundig aus Libyen stammen. Demnach bereiteten sich schon damals Tausende Dschihadkämpfer am südlichen Ufer des Mittelmeeres darauf vor, im Mittelmeer Kreuzfahrtschiffe und Tanker zu kapern sowie Touristengebiete oder günstig gelegene Inseln zu überfallen.

Auch der frühere stellvertretende US-Marinekommandeur Seth Cropsey hat im Wall Steet Journal darauf hingewiesen, dass der Islamische Staat Vorbereitungen treffe, um regelmäßig Europäer zu kidnappen. Und der italienische Geheimdienst erklärte über die römische Tageszeitung Corriere della Serra, dass die Sicherheitslage in italienischen Gewässern nicht mehr garantiert werden könne.

Zuvor hatte Toto Martello, Sprecher der Fischer der italienischen Inseln Lampedusa und Linosa, die auf halbem Wege zwischen Italien und Libyen liegen, den Schutz der Marine angefordert. Auch aus Sicht der Fischer ist es eine reine Frage der Zeit, bis der IS in großer Zahl in Europa angreifen wird. 45 Kilometer von der tunesischen Grenze entfernt hat der IS in Sabrata ein Ausbildungslager, in dem etwa 4 000 IS-Kämpfer für  Überfälle auf Europäer vorbereitet werden. Ein weiteres Lager gibt es in der Hafenstadt Sirte und im Osten Libyens in der Stadt Dema. Libyen wird offenkundig zum Sprungbrett des IS auf dem Weg an die Mittelmeerküsten der EU-Staaten – und ins Herz Europas.

Auf den ersten Blick klingt es wie ein verfrühter Aprilscherz: Der IS hat sogar immer wieder ganz offen angekündigt, Städte wie Rom erobern zu wollen. Doch so irre, wie das zunächst klingt, ist es nicht. Jedenfalls ist nicht nur die italienische Regierung inzwischen in Panik. Vor wenigen Jahren hat man das Verteidigungsbudget um 40 Prozent zusammengestrichen, weil es ja angeblich ohnehin keine drohenden Gefahren in Europa mehr gibt. Italien, so sagte Premierminister Renzi, könnte dem IS »höchstens noch 5 000 Soldaten« entgegenstellen. Und die fürchten sich schon heute vor einem solchen Einsatz, weil sich die Gräueltaten des IS herumgesprochen haben.

Vor allem wissen die Italiener nicht, wie viele gut ausgebildete IS-Kämpfer schon im Land sind. Im Jahr 2014 kamen 107 000 junge kräftige Männer als »Bootsflüchtlinge« zumeist aus Libyen nach Italien. Die Italiener haben sie aufgenommen, bewirtet und versorgt. Und jetzt hören sie von den Geheimdiensten, dass der IS auf diesem Wege auch seine Kämpfer nach Europa schleust.

Der IS hat angekündigt, die »Hölle über Europa bringen« zu wollen. Die Spanier, Franzosen und Italiener nehmen das ernst, sehr ernst. Die Italiener haben erst einmal 500 Elitesoldaten in der Nähe der wichtigsten touristischen Sehenswürdigkeiten des Landes positioniert. Weil aber keiner weiß, wann woher welche Gefahr kommen wird,  ist es eher ein rein symbolischer Akt. Und dann kündigte das vom IS herausgegebene Magazin Dabiq an, dass jeder Muslim einen Christen töten werde. Die italienischen Frauen und Kinder werde man versklaven, die Männer grausam töten. Vor einigen Jahren hätte man darüber noch gelacht.

Die französische Zeitung Le Figaro veröffentlichte Geheimdienstdokumente, nach denen in Libyen mehr als 500 000 muslimische Männer in Lagern darauf warten, als »Flüchtlinge« nach Europa zu kommen. Keiner könne verlässlich sagen, wie viele davon wirkliche Flüchtlinge und wie viele IS-Kämpfer seien, die dann in Europa nur auf ihren Einsatzbefehl warten. Wie am 21. August 2015. In einem Schnellzug, der von Amsterdam nach Paris fuhr, verhinderten einige zufällig anwesende Soldaten ein Massaker.

Sie waren in Zivil und hörten das typische Geräusch einer Waffe, die gerade durchgeladen wird – es war eine Kalaschnikow. Noch ehe der 26 Jahre alte marokkanische Moslem, der den Behörden als IS-Kämpfer bekannt war, aber frei herumlief, um sich schießen konnte, wurde er überwältigt. Die Soldaten wurden schwer verletzt, einer durch eine Kugel, der andere durch Messerstiche. Der Zug wurde evakuiert. Und wie lauteten in jenen Stunden die Schlagzeilen in Deutschland? »Rechte Demonstranten blockieren Flüchtlingsunterkunft.«

Was deutsche Medien an jenem Tag im August 2015 verschwiegen: Der marokkanische Attentäter, ein Asylbewerber und IS-Anhänger, war zuvor in Berlin. Dort wurde er von den Sicherheitsbehörden beobachtet. Sie schauten auch zu, als er am 10. Mai 2015 in Berlin-Tegel ein Flugzeug in den Nahen Osten bestieg, um in Syrien eine Terrorausbildung zu absolvieren. Wir Deutschen schauen halt lieber zu – oder noch besser: einfach weg. Auch bei Terrorverdächtigen. Wir haben schließlich eine Willkommenskultur. Im Mekka Deutschland soll sich jeder wohlfühlen. Und so darf die Asylindustrie auch weiterhin IS-Kämpfer nach Europa einschleusen, verköstigen und versorgen.

 

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