Du bist ein multidimensionales Wesen

Du Bist Ein Multidimensionales Wesen

20. August 2016  – Spiritualität

Wir Menschen betrachten uns gewöhnlich als physische Wesen, die in einer materiellen Welt leben. Mit unseren Augen sehen wir Materie, mit unseren Händen bewegen wir Materie, durch Nahrung nehmen wir Materie in unseren Körper auf. Über viele Jahre gewöhnen wir uns an diese körperliche Existenz, so dass sie zur Selbstverständlichkeit wird. Dabei vergessen wir leicht, dass wir mehr sind als nur Körper. Die geistige Welt sieht uns ganz anders. Für sie sind wir in erster Linie geistige Wesen, die eine physische Erfahrung machen.

Das Besondere am Menschsein ist, dass wir gleichzeitig in verschiedenen Dimensionen existieren. Die dichteste davon ist die physische Ebene, die wir durch unseren materiellen Körper erfahren. Er wird belebt durch den Vitalkörper. Durch ihn wird biologisches Leben erst möglich. Atmung, Kreislauf, Stoffwechsel und alle Sinnesempfindungen wie sehen, hören, tasten, riechen, schmecken werden über den Vitalkörper ermöglicht. Er bildet das ätherische Gegenstück zum materiellen Körper und steht mit ihm über das Nervensystem in Verbindung. Alle Lebewesen, Menschen, Tiere und Pflanzen haben einen Vitalkörper.

Die nächste Ebene bildet der Astralkörper. Er ist nicht mehr so eng mit dem physischen Körper verbunden wie der Vitalkörper. Im antiken Platonismus wurde der Astralkörper auch als „Seelenfahrzeug“ bezeichnet.

In ihm befinden sich die zwei großen Zentren unserer geistigen Tätigkeit: Im Bereich des Herzens sitzt das Gefühlszentrum. Es verbindet uns mit der Dimension der geistigen Welt, in der die Vielfalt der Gefühle in körperloser Form vertreten sind. Über das Herz bekommen wir Zutritt zu dieser Dimension. Wenn wir zum Beispiel Liebe empfinden, geht sie von der Herzregion aus und erfüllt von dort aus unser ganzes Wesen.

Das zweite Zentrum sitzt im Kopf. Über unser Denken betreten wir das Reich des Nous, wie die griechischen Philosophen die Dimension des Intellekts nannten. Dort befinden sich alle mentalen Konzepte. Die gewaltige Vielfalt der Gedanken und Ideen bildet ein geistiges Universum für sich, zu dem wir jederzeit Zutritt haben.

In Herz und Kopf kommt die Polarität des menschlichen Wesens zum Ausdruck: Das Fühlen entspricht dem weiblichen, das Denken dem männlichen Aspekt. Alle diese Elemente, Vitalkörper, Astralkörper, Gefühlszentrum und Denkzentrum bilden die individuelle Seele.

Zwischen Körper und Seele verläuft eine Dimensionsgrenze. Während der Körper der materiellen Dimension angehört, ist die Seele bereits Teil der geistigen Dimension. Bei der Geburt kommt es zur wundersamen Verbindung dieser beiden scheinbar gegensätzlichen Sphären. Wir finden uns plötzlich in einer physischen Welt wieder. Zuerst ist sie uns fremd und wir brauchen Jahre des Erfahrens und Lernens, bis wir uns in ihr orientieren können, doch mit der Zeit wird sie uns vertraut und wir finden uns in ihr immer besser zurecht.

Der Eintritt der Seele ins Menschenleben eröffnet ihr bisher unbekannte Erfahrungsmöglichkeiten. Über das Werkzeug des Körpers kann sie mit der physischen Außenwelt interagieren. Sie empfindet sich als ein Wesen, hat aber gleichzeitig Zutritt zu vielen Dimensionen. Der Schlüssel dazu ist die Aufmerksamkeit. Ihre Ausrichtung bestimmt, in welcher Dimension sie sich gerade aufhält. Wenn wir eine handwerkliche Tätigkeit ausüben, erfährt die Seele in diesem Moment die materielle Dimension. Die Seele ist ursprünglich nur die geistige Welt gewohnt, aus der sie kommt. Die dichte Physis zu erleben fasziniert sie. Sehr gut lässt sich das bei Kindern beobachten, mit welcher Neugier sie die Welt erforschen wollen.

Die Seele kann sich aber auch in die Sphäre des Intellekts begeben. Wenn ein Erfinder eine neue Maschine entwickelt, so betritt er die Welt des Nous. Dort sind alle Ideen und Lösungen schon vorhanden. Der Erfinder ergreift sozusagen mit seinen Gedanken eine bereits vorhandene Idee. Diese plötzliche Eingebung erlebt er als Geistesblitz.

Genau so ist es der Seele möglich, sich in emotionale Welten zu begeben. Denkt sie an einen geliebten Menschen, so begibt sie sich in die Dimension der Gefühle. Sie spürt im Herzen die Liebe zu dieser Person, ohne dass diese anwesend sein muss. Die bewusste Ausrichtung der Aufmerksamkeit genügt.

Die Seele kann sogar für eine Zeit die physische Welt verlassen und sich zurück in die geistige Welt begeben, ohne dabei den Körper gleich ablegen zu müssen. Wenn wir träumen, ist unser Bewusstsein vollständig von der physischen Welt abgezogen. Wir erleben eine andere, rein geistige Realität.

Darüber hinaus können uns in Meditation begeben, die körperlichen Sinne verschließen und unsere inneren seelischen Prozesse beobachten. Welche Gedanken kommen da? Welche Bilder zeigen sich? Welche Gefühle tauchen auf? Es dauert nicht lange, bis sich ein Strom innerer Eindrücke ergießt. Je mehr wir uns darauf einlassen, desto weiter entfernen wir uns von der Physis und desto tiefer tauchen wir in unser Selbst ein. Ganz neue Welten tun sich dadurch auf.

Manchen Menschen ist es sogar möglich, sich mit dem Astralkörper vorübergehend vom physischen Körper zu lösen. Während dieser regungslos auf dem Bett liegt, kann sich das „Seelenfahrzeug“ frei bewegen. Da man sich außerhalb des materiellen Körpers befindet, stellen geschlossene Türen oder Wände keine Hindernisse mehr dar. Im Astralkörper ist es auch möglich zu schweben oder zu fliegen, wie das auch manchmal sehr plastisch in Träumen erlebt wird.

Durch diese Beispiele wird deutlich, dass wir als Menschen nicht zwangsläufig an die materielle Welt gefesselt sind. Die Türen in andere Dimensionen stehen uns jederzeit offen. Deswegen bezeichnet uns die geistige Welt als multidimensionale Wesen. Wir sind Wanderer zwischen den Welten und wenn wir wollen, können wir uns auf viele spannende Reisen begeben…

Willkommen in der Geistigen Welt !

Eine Präsentation dazu findest Du hier:

http://slideplayer.org/slide/1344202/

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